Tag- und Nachtlinsen: Praktisch, aber nicht ohne Risiko
Backnang (ddp). Eine neue Generation von Wegwerfkontaktlinsen kann einen Monat ohne Unterbrechung im Auge bleiben - auch nachts. Was praktisch klingt, birgt aber auch Risiken. «Studien haben zwar gezeigt, dass die Hornhaut trotz der Linsen ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Voraussetzung ist allerdings, dass das Auge wirklich gesund ist», sagt Augenarzt Gerald Böhme aus Backnang. Bevor die Sehhilfen zum ersten Mal getragen werden, sollte vom Arzt mikroskopisch überprüft werden, ob die Lidränder in Ordnung sind und ob sich kein Herpes im Auge befindet. Zudem müssten sie vom Arzt oder Optiker angepasst werden. «Wenn man die Linsen wirklich 30 Tage lang permanent trägt, könnten sie die Nährstoffversorgung der Hornhaut etwas behindern. So können sich eventuell Entzündungen entwickeln», betont Böhme. In einigen Situationen hätten die Tag-und-Nacht-Linsen jedoch eindeutige Vorteile. «Da man sie nicht jeden Tag berühren muss, werden weniger Keime auf ihre Oberfläche übertragen», betont Böhme. «Das ist dann besonders wichtig, wenn man die Linsen nur schwierig desinfizieren kann - wie beispielsweise beim Abenteuerurlaub.»
Quelle:Netdoctor
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