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  #1  
Alt 14.12.2006, 07:04
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evma evma ist offline
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Standard Alternative Ernährung für Kinder und Jugendliche

Gesund und möglichst natürlich, so wünschen sich die meisten Eltern die Lebensmittel für ihre Kinder. Aber was ist darunter zu verstehen, wie gesund und natürlich sind zum Beispiel alternative Lebensmittel? Die Redaktion "Kinder- und Jugendärzte im Netz" sprach mit der Bonner Ernährungswissenschaftlerin Birgitta Tummel. Was versteht man eigentlich genau unter einer "alternativen Ernährung"?
Der Begriff "alternative Ernährung" ist bislang nicht eindeutig definiert. Viele alternative Ernährungsformen zeichnen sich jedoch durch folgende gemeinsame Merkmale aus: Die Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel aus ökologischem Anbau, die Ablehnung einer weitreichenden Lebensmittelverarbeitung sowie eine ganzheitliche Orientierung. Die in Deutschland sicherlich häufigste Art der alternativen Ernährung ist eine vegetarische Ernährung.
Wie ist eine vegetarische Ernährung für Kinder und Jugendliche zu bewerten?
Das hängt von der gewählten Form des Vegetarismus und dem Alter des Kindes ab. Eine ovo-lakto-vegetabile Ernährung, bei der auf Fleisch verzichtet wird, aber andere tierische Lebensmittel wie Milch und Eier verzehrt werden, ist aus gesundheitlicher Sicht möglich. Eine besondere Sorgfalt bei der Lebensmittelauswahl und -kombination ist jedoch vor allem bei kleinen Kindern notwendig, damit es nicht zu Eisendefiziten kommt. Anders verhält es sich bei einer streng veganen Kost, die auf sämtliche vom Tier stammenden Lebensmittel verzichtet. Hier ist die Versorgung der Kinder mit Calcium, Magnesium, Zink, Jod, Vitamin D, Vitamin B2, Vitamin B12 und Eiweiß kritisch - schwere Nährstoffdefizite können nicht ausgeschlossen werden.
Nun verzichten ja gerade in der Pubertät viele Jugendliche, besonders Mädchen, auf Fleisch. Ist das empfehlenswert?
In der Pubertät, besonders nach Einsetzen der Monatsblutung, sind Mädchen ganz besonders anfällig für einen Eisenmangel. Wenn sie jetzt einfach Fleisch vom Speiseplan streichen, ohne es durch besonders nährstoffreiche pflanzliche Lebensmittel auszutauschen, geraten sie in Gefahr, einen Nährstoffmangel zu erleiden. Mit einer Mischkost, die auch Fleisch enthält, sind die Nährstoffbedürfnisse in diesem Alter einfach leichter zu erfüllen.
In letzter Zeit erfährt auch die Makrobiotik wieder mehr Beachtung, nachdem Gwyneth Paltrow und Madonna von dieser Ernährungsweise schwärmen. Was verbirgt sich dahinter und ist diese Ernährung für jugendliche Fans geeignet?
Neben den Hauptbestandteilen des makrobiotischen Speiseplans, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte, spielen unter anderem Algen, Nüsse, Obst und Gemüse eine große Rolle. Obst und Gemüse werden möglichst gegart oder getrocknet gegessen. Vermieden werden Fleisch, Milchprodukte, weißes Mehl, Zucker, Konserven, Tiefkühlkost, Kaffee und Tee. Fisch ist erlaubt. Besonders befremdlich und unter Umständen gefährlich ist, dass so wenig wie möglich getrunken werden soll. Ähnlich wie die vegane Ernährungsweise verzichtet die Makrobiotik vollständig auf tierische Lebensmittel, so dass Nährstoffdefizite wie oben beschrieben entstehen. Gerade für Kinder kann diese Mangelernährung lebenslange Folgen haben. So ergab eine holländische Studie an makrobiotisch ernährten Kindern, dass ihr Wachstum im Vergleich zu normal ernährten Kindern erheblich verzögert war.
quelle kinderärzte net
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  #2  
Alt 14.12.2006, 07:05
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Standard Die Milch macht's



Milch und Milchprodukte sollten täglicher Bestandteil der Ernährung von Kindern und Jugendlichen sein, denn sie sind die besten Calcium-Lieferanten. Calcium ist wesentlich für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Zwischen dem zweiten und dem zehnten Lebensjahr empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung deshalb eine Aufnahme von 300 bis 400 ml bzw. g Milch oder Milchprodukte pro Tag. Mit einem großen Glas Milch und einem Joghurt oder einem Käsebrot ließen sich die Empfehlungen leicht erreichen. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Laut Ernährungsbericht 2000 nehmen Grundschüler durchschnittlich nur ca. 70% der empfohlenen Calcium-Menge auf. Die Ernährungswissenschaftlerin Brigitta Tummel gibt Eltern Tipps, wie sie Kindern Milch und Milchprodukte schmackhaft machen können.
Was raten Sie Eltern, wenn ihr Kind partout keine Milch mag?
Wenn Kinder Milch "pur" nicht mögen, sollten Eltern nicht vorschnell aufgeben, sondern mögliche Alternativen testen. Unter Milchmischgetränken, Joghurt, Dickmilch oder Käse findet sich für fast jeden Geschmack etwas. Notfalls lassen sich Milchprodukte sogar "verstecken": in Cremesuppen, Kartoffelpüree oder Pudding.
Ist es bedenklich, wenn Kinder H-Milch, also ultrahocherhitze Milch trinken?
Nein. Der Gehalt an Mineralstoffen wie z.B. Calcium verändert sich durch dieses Erhitzungsverfahren nicht. Die Vitamine A und B2 sind ebenfalls hitzestabil und bleiben deshalb fast in vollem Umfang erhalten. Lediglich der Gehalt an Vitamin B1, B6 und B12 sinkt durch das Erhitzen in geringem Umfang.
In der Schulverpflegung werden häufig Milchmischgetränke angeboten. Viele Eltern lehnen diese als zu zuckerreich ab. Was halten Sie davon?
Ich meine: besser Milchmischgetränke als gar keine Milch. Milchmischgetränke bestehen aus Milch und bis zu 30% aus weiteren Zutaten wie Früchten, Kakao, Zucker, Malz und Aromen. Der Gehalt an zugesetztem Zucker liegt in der Regel bei 3-8% und damit zum Beispiel unter dem von Fruchtjoghurt. Allen Milchmischgetränken ist gemeinsam, dass sie die Akzeptanz des Calcium-Lieferanten "Milch" bei Kindern und Jugendlichen steigern.
Viele Eltern geben verschnupften Kindern keine Milch, um eine weitere "Verschleimung" zu verhindern. Ist da etwas dran?
Die Vorstellung, dass Milchverzehr zu einer starken Schleimbildung im Körper führt und deshalb bei Atemwegsinfektionen keine Milch getrunken werden sollte, ist irrtümlicherweise weit verbreitet. Das Kohlenhydrat der Milch ist der Milchzucker (Lactose), der aus einem Teil Traubenzucker (Glucose) und aus einem Teil Schleimzucker (Galaktose) zusammengesetzt ist. Der Name Schleimzucker weist darauf hin, dass dieser - chemisch leicht abgewandelt - im Nasen- und Rachenschleim enthalten ist. Vielleicht rührt daher die Vorstellung, dass Milch verschleimt. Wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass es weder bei Gesunden noch bei mit Schnupfenviren infizierten Personen zu einer erhöhten Schleimbildung nach Milchgenuss kam.
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  #3  
Alt 14.12.2006, 07:07
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Standard Frühstück ist auch für kleine Morgenmuffel wichtig

In der morgendlichen Hektik wird ein gesundes Frühstück häufig vernachlässigt, zumal die kleinen Morgenmuffel meist sowieso keinen Apppetit haben. Dabei ist ein gesunder Snacks für den Start in den Tag besonders wichtig und die Zubereitung gar nicht so zeitaufwendig. Die Ernährungswissenschaftlerin Martina Spaeth gibt hier Tipps für ein schnelles und gesundes Schulfrüstück.

Welche Bedeutung hat das Frühstück?
Nach der Nachtruhe sind die Energiespeicher geleert. Deshalb ist es wichtig, diese mit dem Frühstück wieder aufzufüllen und die Kinder fit für den Schultag zu machen. Nach den ersten Unterrichtsstunden hilft dann ein mitgebrachtes Schulfrühstück, die Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Kleine „Frühstücksmuffel“ sollten zu Hause wenigstens eine Tasse Milch oder Kakao trinken, für sie ist das Schulfrühstück dann umso wichtiger!
Ist etwas wichtig, während der Schulzeit etwas zu trinken?
Studien haben nachgewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Trinken und geistiger Leistungsfähigkeit gibt. Wird zu wenig getrunken, nimmt die Lernleistung ab. Deshalb ist es wichtig, dass die Kinder immer ein Pausengetränk dabei haben. Gut geeignet sind z. B. Apfelsaftschorle, Mineralwasser oder Schulmilch. An vielen Schulen werden H-Milchgetränke angeboten.
Ist H-Milch empfehlenswert?
H-Milch wird für einige Sekunden sehr hoch erhitzt und dadurch haltbar gemacht. Aus diesem praktischen Grund wird an den Schulen überwiegend H-Milch angeboten. Wenn man sich die Inhaltsstoffe ansieht, ist sie fast genauso wertvoll wie Frischmilch. Nur die Konzentration der sehr hitzeempfindlichen Vitamine B12 und Folsäure nimmt ein wenig ab. Milch - H-Milch genauso wie Frischmilch - ist besonders wichtig für das kindliche Wachstum durch die hohen Gehalte an hochwertigem Protein und gut verfügbarem Calcium.

Wie sollte ein gesundes Pausenfrühstück aussehen?
Die Basis für ein gutes Schulfrühstück bildet ein herzhaft belegtes Pausenbrot oder -brötchen. Ein Glas Milch oder z.B. Joghurt sind eine gute Ergänzung dazu. Auch ein Stück Obst oder Gemüse sollten nicht fehlen. Um das Brot ein bisschen aufzupeppen, eignen sich Apfel-, Gurkenscheiben oder ein Salatblatt, so bleibt es auch länger frisch.

Können Sie Eltern ein paar praktische Tipps geben?
Damit das Schulbrot auch Stunden nach der Zubereitung und dem Transport in der Schultasche noch appetitlich aussieht, ist die richtige Verpackung wichtig. Wer an die Umwelt denkt, benutzt am besten Frischhaltedosen. Die kann man spülen und jeden Tag wieder verwenden. Aber auch Frischhaltebeutel sind empfehlenswert. Um morgendliche Hektik zu vermeiden, können Sie die Pausenbrote durchaus auch schon am Vorabend vorbereiten und dann im Kühlschrank aufbewahren.
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  #4  
Alt 14.12.2006, 07:08
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Standard Gesunde Fette in der Ernährung

Warum müssen wir uns mit Fetten ernähren?
Viele Nahrungsfette, die so genannten essenziellen Fettsäuren, kann der Körper nicht selbst herstellen und ist dadurch auf ihre Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Auch die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K kommen in Lebensmitteln nur an Fett gebunden vor. Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, kann der Körper nur zusammen mit Fett aufnehmen. Deshalb ist es so wichtig, beispielsweise an das Möhrengemüse einen Stich Butter oder etwas Öl zu geben. Interessant ist auch die Eigenschaft der Fette als Geschmacksträger. Dadurch können wir den typischen Geschmack verschiedener Lebensmittel intensiver wahrnehmen.
Und worin unterscheiden sich die einzelnen Fette?
Die Fette unterscheiden sich in der Zusammensetzung ihrer Fettsäuren. Es gibt gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Als Faustregel gilt: Je flüssiger ein Fett (Öl), desto mehr ungesättigte Fettsäuren enthält es. Die einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren können positive Wirkungen im Körper ausüben. Eine sehr günstige Fettsäurenzusammensetzung hat das Rapsöl, es ist besonders reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und enthält wichtige mehrfach ungesättigte Fettsäuren in einem günstigen Verhältnis.
Was ist das Besondere an kaltgepressten Ölen?
Kaltgepresste oder native Öle werden in einem besonders schonenden Verfahren ohne Wärmebehandlung gepresst. Sie enthalten noch viele Begleitstoffe aus den Ölfrüchten oder Samen, die die Farbe und den typischen Geschmack ausmachen. Zum Erhitzen sind sie zu schade, sie eignen sich hervorragend für die kalte Küche: zum Beispiel für Salate, Dips und Marinaden.
Und wodurch unterscheiden sich davon die raffinierten Öle?
Um raffinierte Pflanzenöle herzustellen, werden die ölhaltigen Pflanzenteile unter Wärmezufuhr ausgepresst und/oder das Öl durch ein Extraktionsverfahren herausgezogen. Die anschließende Raffination ist ein Reinigungsprozess, in dem das Öl von allen unerwünschten Begleitstoffen befreit wird. Dadurch wird das Öl lange haltbar, schmeckt neutral und kann aufgrund der höheren Ausbeute zu einem niedrigeren Preis verkauft werden.
Welche Fette kann man zum Braten und Frittieren verwenden?
Zu starkes Erhitzen kann mehrfach ungesättigte Fettsäuren zerstören. Deshalb eignen sich als Bratfette vor allem raffinierte Öle mit einem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren zum Beispiel aus Raps. Auch Butterschmalz kann sehr hoch erhitzt werden. Butterschmalz ist übrigens geklärtes Butterfett, das heißt der Butter wurden Wasser, Milcheiweiß und Milchzucker entzogen.
Ist Butter eigentlich ein geeignetes Streichfett für Kinder?
Butter ist als natürlicher Brotaufstrich für gesunde Kinder und Erwachsene gut geeignet. Der niedrige Schmelzpunkt macht Butter bekömmlich und die fettlöslichen Vitamine aus der Milch sind in konzentrierter Form im Butterfett vorhanden: vor allem Vitamin A und seine Vorstufen, aber auch Vitamin D und Vitamin E. Und nicht zuletzt gibt sie dem "Butterbrot" erst seinen typischen Geschmack.
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  #5  
Alt 14.12.2006, 07:11
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Standard Mit Gemüse gegen Schnupfen

Lässt sich überhaupt mit der richtigen Ernährung Schnupfen und Husten vorbeugen?
Unser Immunsystem ist sehr komplex, deshalb ist es schwer, die Auswirkungen der Ernährung darauf zu bewerten. Generell führt eine einseitige Ernährung, die arm an Vitaminen und Mineralstoffen ist zu unspezifischen Beschwerden, wie z.B. einer vermehrten Infektanfälligkeit. Darüber hinaus gibt es einige Nahrungsinhaltsstoffe, die für eine optimale Funktion des Immunsystems besonders wichtig sind.
Welche sind das zum Beispiel?
Unter den Vitaminen kommt dem Vitamin C eine besondere Rolle zu. Vitamin C kann zwar entgegen der verbreiteten Meinung nicht die Infektanfälligkeit senken, aber es kann die Dauer und Schwere einer Infektion verringern. Auch das Spurenelement Zink hat vielfältige Funktionen im Immunsystem. Welche Lebensmittel sind denn besonders reich an Vitamin C und Zink?
Vitamin C ist natürlich in Obst enthalten, aber, was viele nicht wissen, auch Gemüse enthält reichlich davon. Mit einer Portion Wintergemüse (200 g) wie Brokkoli, Kohlrabi oder Rotkohl lässt sich der Vitamin C-Bedarf eines Kindes leicht decken. Bedeutende Lieferanten für Zink sind vor allem tierische Lebensmittel wie Fleisch, Eier und Käse. Auch Vollkorngetreide enthält nennenswerte Mengen an Zink, doch der Körper verwertet Zink aus tierischen Quellen besser.
Viele Eltern wollen auf Nummer Sicher gehen und geben ihren Kindern zusätzlich Vitaminprodukte in Pillen- oder Pulverform. Wie gesund und wirksam sind diese Produkte? Wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass nicht ein einzelner Nährstoff, sondern das Zusammenspiel der gesamten Ernährung uns gesund erhält. Denn neben den Vitaminen haben Lebensmittel noch eine Reihe gesundheitsfördernder Stoffe zu bieten, z.B. die so genannten sekundären Pflanzenstoffe. Sie steigern die Wirkung einzelner Vitamine und können deren Effektivität bei der Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen sogar noch übertreffen. Nur in Lebensmitteln ist die Kombination von sekundären Pflanzenstoffen und Vitaminen optimal. Dies lässt sich durch Pillen oder Pulver nicht erreichen.
Gibt es darüber hinaus noch Nahrungsinhaltsstoffe, die das Immunsystem schützen?
Es gibt Hinweise darauf, dass der regelmäßige Verzehr von fermentierten Milchprodukten, wie Joghurt oder speziellen probiotischen Milchprodukten, die Immunabwehr im Darm unterstützen und die Häufigkeit und Dauer von Erkrankungen verringern kann.
Und wenn die Erkältung doch einmal zugeschlagen hat, was ist von Hausmitteln wie Hühnersuppe oder heißer Milch mit Honig zu halten?
Hühnersuppe trägt tatsächlich dazu bei, Erkältungssymptome zu lindern. Sie liefert ausreichend Flüssigkeit und erleichtert damit den Abfluss bzw. das Abhusten von Sekreten. Eine "laufende Nase" ist zwar lästig, spült aber Viren aus dem Körper. Honig enthält allerlei natürliche Substanzen, die antibiotisch und entzündungshemmend wirken. Er unterstützt außerdem die Wundheilung: Statt Creme also ruhig einmal etwas Honig auf die gereizte Schnupfennase schmieren.
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  #6  
Alt 14.12.2006, 07:14
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Standard Möhren, Paprika und Co helfen gesund zu bleiben

Möhren, Paprika und Co helfen gesund zu bleiben

Kinderaerzte-im Netz:
Viele Eltern schwören auf Vitamine als Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten? Wie nötig sind sie tatsächlich für die Immunabwehr?

Unser Körper kann Vitamine, mit Ausnahme von Vitamin D, nicht selber bilden und ist deshalb auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Vitamine sind, häufig als Bestandteile von Enzymen, an einer Vielzahl von Reaktionen in unserem Körper beteiligt. Bei einem Mangel an einem oder mehreren Vitaminen kommt es daher zu generellen Befindlichkeitsstörungen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder eben zu einer verstärkten Infektanfälligkeit.

Kinderaerzte-im Netz:

Welche Vitamine sind besonders wichtig, um in der kalten Jahreszeit gesund zu bleiben?

Vitamin C stärkt das Immunsystem besonders und hilft so gegen lästige Krankheitserreger. Beta-Carotin ist, als Vorstufe von Vitamin A, für die besonders beanspruchten Schleimhäute wichtig. Darüber hinaus schützt es als Antioxidans die Körperzellen vor aggressiven Substanzen.

Kinderaerzte-im Netz:

Vitamin C ist bekanntermaßen in Obst enthalten. Wo verstecken sich die anderen Vitamine?

In der Tat sind Obst, aber auch vor allem Gemüse gute Quellen für Vitamin C, beta-Carotin und Folsäure. Für andere Vitamine gibt es bessere Quellen: Getreideprodukte wie Brot, aber auch Kartoffeln sind zum Beispiel liefern viele Vitamine der B-Gruppe. Fleisch und Wurst enthalten vor allem Vitamin B1 und B12, Milch und Milchprodukte sind eine gute Quelle für Vitamin B2. Die fettlöslichen Vitamine A,D und E sind vor allem in Eiern, Butter und pflanzlichen Ölen zu finden.


Kinderaerzte-im Netz:

Reicht es, wenn Eltern ihren Kindern rohe Möhren, Paprika etc anbieten?

Gemüse muss nicht unbedingt als Rohkost verzehrt werden, um eine Extraportion Vitamine zu bekommen. Beta-Carotin wird zum Beispiel aus rohen Möhren deutlich schlechter aufgenommen als in Form von gedünstetem Möhrengemüse oder als Möhrensaft, denn unser Körper kann die Pflanzenzellen nicht effektiv aufschließen. Durch Zugabe von etwas Fett lässt sich die Aufnahme weiter verbessern.

Kinderaerzte-im Netz:

Wieviel Öl ist nötig, um an das beta-Carotin einer Möhre zu kommen?

Dafür sind keine großen Mengen nötig: Es reicht beispielsweise schon ein kleiner Schuss Sahne im Möhrensaft oder ein Stich Butter am Möhrengemüse. Auch wenn andere Bestandteile der Mahlzeit Fett enthalten, erleichtert dies die Aufnahme von beta-Carotin. Ein Käsebrot zum Möhrensaft erfüllt zum Beispiel auch seinen Zweck.

Kinderaerzte-im Netz:

Viele Eltern wollen auf Nummer Sicher gehen und geben ihren Kindern zusätzlich Vitaminprodukte in Pillen- oder Pulverform. Wie gesund und wirksam sind diese Produkte?

Wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass nicht ein einzelner Nährstoff, sondern das Zusammenspiel der gesamten Ernährung uns gesund erhält. Denn neben den Vitamine haben Lebensmittel noch eine Vielzahl von gesundheits-fördernden Stoffen zu bieten. Immer mehr Beachtung finden beispielsweise die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Sie steigern die Wirkung einzelner Vitamine und können deren Effektivität bei der Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen sogar noch übertreffen. Nur in Lebensmitteln ist die Kombination von sekundären Pflanzenstoffen und Vitaminen optimal. Dies lässt sich durch Pillen oder Pulver nicht erreichen.


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  #7  
Alt 14.12.2006, 07:16
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Standard Viel ungesüßten Tee & Saftschorlen trinken

Wie viel sollen Kinder am Tag trinken?
Die meisten Kinder trinken zu wenig. Dies ergab eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung. Danach wird schon ab dem zweiten Lebensjahr die empfohlene Flüssigkeitszufuhr von den meisten Kindern nicht erreicht. Kinder bis zum Alter von ca. 10 Jahren sollten pro Tag zwischen 800 und 1.000 ml täglich trinken, bei Hitze oder Sport kann der Bedarf auch darüber hinaus gehen. Bieten Sie Ihrem Kind deshalb regelmäßig - auch zwischen den Mahlzeiten - Getränke an.

Welche Getränke sind für Kinder geeignet?
Die besten Durstlöscher sind Mineralwasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Viele Kinder mögen Wasser "pur" nicht, für sie sind Saftschorlen im Verhältnis 1:1 das Richtige. Säfte pur und Limonade sind keine Durstlöscher im eigentlichen Sinne, sondern aufgrund ihres Kaloriengehalts eher eine Zwischenmahlzeit. Gleiches gilt für Milch. Sie ist ein nährstoffreiches Nahrungsmittel, das außerdem den Hunger stillt.

Können kalte Getränke schädlich sein, z.B. Durchfall auslösen?

Im Allgemeinen sind kalte Getränke in der heißen Jahreszeit sehr erfrischend. Aber bei kleinen Kindern und Personen mit empfindlichem Magen kann durch den Kältereiz die Bildung von Salzsäure im Magen verringert werden. Salzsäure hat eine wichtige Abwehrfunktion. Sie tötet Keime ab und leitet die Eiweißverdauung ein. Fehlt sie, können Bauchschmerzen und durch Bakterien bedingte Durchfälle die Folge sein.

Stimmt es, dass man nichts trinken darf, wenn man Kirschen gegessen hat?
Diese Empfehlung stammt aus einer Zeit, in der Trinkwasser noch häufig mit Keimen belastet war. Durch diese Bakterien begannen, die zuvor gegessenen Früchte im Darm zu gären -Blähungen und Durchfall waren die Folge. Heute gilt dies nur noch, wenn man mehr als ein Pfund Früchte auf einmal isst. Bei solchen Mengen werden auf den Früchten haftende Hefezellen im Magen nicht mehr ausreichend abgetötet. So kann es zu einem Gärungsprozess kommen, der heftige Bauchschmerzen verursacht.
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  #8  
Alt 14.12.2006, 07:23
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Standard Wie können Eltern kleine Obstmuffel "bekehren"?

Nach welchen Gesichtspunkten kauft man am besten Obst ein?
Am günstigsten ist es, Obst saisonal und regional einzukaufen. So ist gewährleistet, dass das Obst optimale Frische hat und die wertgebenden Inhaltsstoffe möglichst gut erhalten sind. Außerdem ist das Obst zur Hauptsaison besonders preiswert, und ökologische Gründe sprechen ebenfalls für diese Einkaufsweise, da lange Transportwege vermieden werden. Jetzt ist beispielsweise Erdbeer-Saison, ab Juli hat auch anderes Beerenobst wie Johannisbeeren und Himbeeren Hochsaison, aber auch Kirschen und Pflaumen. Äpfel und Birnen gibt es dann wieder ab August aus neuer heimischer Ernte. Wichtig ist, das Obst frisch zu kaufen und nicht lange zu lagern oder zu wässern, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu schützen.
Ist denn generell nur frisches Obst sinnvoll oder auch konserviertes?
Frisches Obst bietet Ihnen natürlich den größtmöglichen Genuss. Für die Vorratshaltung bietet sich besonders Tiefkühlobst an. Es ist das ganze Jahr verfügbar und der Nährstoffgehalt entspricht durch erntefrisches Einfrieren mit modernen Verfahren weitgehend dem frischer Produkte. Sie können auch ab und zu eine Obstportion am Tag durch ein Glas Fruchtsaft ersetzen. Gerade im Winter kann man gut mal Obst aus dem Glas oder der Dose als Dessert verwenden oder ein paar Trockenfrüchte knabbern.
Manche Kinder lehnen Obst ab. Welche Tricks gibt es, um solche kleinen Muffel zum Obstessen zu bewegen?
Kinder beurteilen Lebensmittel nicht nach ihrem Gesundheitswert, sondern z.B. nach Aussehen, Geschmack und Geruch, sie essen mit allen Sinnen. So spricht sie beispielsweise eine tolle Farbzusammenstellung bei einer Mahlzeit an oder eine kreative Dekoration; zaubern Sie also ruhig mal ein Gesicht oder eine Figur aus Obst. Sinnvoll ist es auch, Obst ständig in Reichweite zu haben - ganz oder in mundgerechte Stücke geschnitten und evtl. mit etwas Zitronensaft beträufelt ­ -, damit es für das Kind zur Gewohnheit wird, Obst zu essen. Nicht zuletzt ist es wichtig, dass das regelmäßige Obstessen von den Eltern vorgelebt wird und so eine Selbstverständlichkeit in der Familie wird. Auf keinen Fall sollte man Kindern aber Obst aufzwingen!
Haben Sie ein paar Tipps, in welche Speisen man Obst gut einbauen kann?
Schon zum Frühstück kann man mit einem Müsli mit wechselndem klein geschnittenen Obst beginnen. Als Zwischenmahlzeit bietet sich ein Milchshake aus Milch und/oder Buttermilch mit Beerenobst an, beispielsweise Erdbeeren, Himbeeren oder Brombeeren. So bekommen die Kinder auch gleich eine Extraportion Calcium. Als Hauptgericht mögen viele Kinder gerne ab und zu etwas Süßes wie Pfannkuchen mit Obst, z.B. Waldbeeren oder Äpfeln, auch Milchreis mit Obst kommt gut an. Einfach lässt sich auch Obst im Dessert einbauen, als Obstsalat oder zusammen mit Milchprodukten. Und ein Stück Erdbeer- oder Pflaumenkuchen schmeckt fast jedem Kind!
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  #9  
Alt 26.06.2007, 14:46
Caro Caro ist offline
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Registriert seit: 13.12.2006
Beiträge: 6.413
Standard

Ausgewogene Mischkost



Ab dem ersten Lebensjahr kann das Kleinkind in die Familienkost einbezogen werden. Man sollte darauf achten, dass die Speisen nicht zu stark gewürzt sind. Eine ausgewogene, gesunde Mischkost gibt Ihrem Kind während des Wachstums das, was es braucht. Sie setzt sich aus reichlich pflanzlichen Lebensmitteln und Getreide, mäßig vielen tierischen Produkten und nur einem geringen Anteil an fettreichen Lebensmitteln zusammen. Süßigkeiten und süße, stark zuckerhaltige Getränke (z. B. Cola) sollten so weit wie möglich vermieden werden. Die Ernährungspyramide zeigt Ihnen die empfohlene Zusammensetzung der Nahrung.

Wie einen Studie ergab ist inzwischen schon jedes dritte Kind im Alter bis zu 4 Jahren übergewichtig und die meisten nehmen dieses Übergewicht mit in das Erwachsenenalter. Der Grundstein für eine gesunde Ernährung im späteren Leben wird somit schon im Kindesalter gelegt.

Quelle:http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvk...?id=89&nodeid=
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