Notärzte: Rettungsdienst droht der Kollaps
Notärzte: Rettungsdienst droht der Kollaps
Jena/Suhl (ddp). Thüringer Notärzte sehen die Notfall-Versorgung im Freistaat in Gefahr. «Wenn nicht mehr Geld zur Verfügung gestellt wird, droht dem Rettungsdienst der Kollaps», sagte der Vorsitzende der «Arbeitsgemeinschaft der in Thüringen tätigen Notärzte», Jens Reichel, am Sonntag dem «MDR Thüringen Journal». Nach dem Rettungsdienstgesetz müssen Landkreise und Städte sicherstellen, dass die Mediziner innerhalb von 12 bis 15 Minuten eine Unglücksstelle erreichen. Der ärztliche Leiter des Rettungsdienst-Zweckverbandes Südthüringen, Wolf Arnold, sagte, die Zahl der aktiven Notärzte reiche dafür kaum mehr aus. Um mehr niedergelassene Mediziner für den Dienst zu gewinnen, müssten finanzielle Anreize geschaffen werden. Außerdem sollten auch private Kliniken verpflichtet werden, Notärzte abzustellen, forderte Arnold. Einsparpotential sieht der Mediziner bei der Organisation der Rettungsleitstellen. Die Zweckverbände könnten größer gefasst werden. Mit der heutigen Technik könnten auch größere Gebiete abgesichert werden.
Quelle: Netdoctor
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