Schonende Gartenarbeit: Einseitige Bewegung vermeiden
Schonende Gartenarbeit: Einseitige Bewegung vermeiden
Lübeck (ddp). Kaum verabschieden sich Frost und Schneeregen in die Sommerpause, beginnt die Gartensaison. Mangelnde Übung und falsche Bewegungen können schnell zu Schmerzen in den Gelenken und Muskeln führen. «Um Rücken und Gelenke zu schonen, ist es vor allem wichtig, sich bei der Gartenarbeit häufiger aufrichten und die Arbeitsposition zu wechseln. Einseitige Bewegungen über einen längeren Zeitraum sollte man vermeiden», sagt Christian Hauschild, Facharzt für Orthopädie aus Lübeck. Wer häufiger zwischen Beet und der Schubkarre mit den frischen Blumen in der Hand hin- und herwechselt, sollte sich langsam aufrichten und sich erst dann den Setzlingen zuwenden. «Eine kombinierte Aufricht- und Drehbewegungen ist keinesfalls ratsam. Sie kann im schlimmsten Fall zu einem Hexenschuss führen», betont Hauschild. Gut geeignet für die Arbeit am Beet ist ein Kniekissen oder eine niedrige Sitzbank. «Vermeiden sollten Gartenfreunde dagegen langes Sitzen auf den Knien direkt auf dem Boden», erläutert der Arzt. Dies könne zu Schmerzen führen sowie auf Dauer dem empfindlichen Knorpelbelag hinter der Kniescheibe schaden. Eine häufige Quelle für körperliche Beschwerden sind Gartengeräte. Denn sie zwingen ihre Bediener oft, mit einem krummen Rücken zu arbeiten. Lässt sich beispielsweise eine Harke in der Länge verstellen, sollten die Gartenarbeiter etwas herumprobieren, bis sie die optimale Einstellung finden. «Ideal ist es, wenn man mit leichter bis mäßiger Kraftentfaltung in aufrechter Haltung gut arbeiten kann», erläutert der Orthopäde. Eine unbewusste Fehlhaltung quittiert der Körper schnell mit Alarmzeichen, die man nicht ignorieren sollte. «Dazu gehört beispielsweise das 'Einschlafen' von Armen oder Beinen», sagt Hauschild. Das Gefühl verschwindet zwar schnell wieder, wenn man die Extremitäten einen Moment lang ausschüttelt. Allerdings sollte man anschließend keinesfalls wieder in die gleiche Arbeitsposition wechseln. «Eindeutige Zeichen dafür, die Arbeit sofort zu beenden, sind Muskelkrämpfe oder Schmerzen», unterstreicht der Mediziner.
Quelle: Netdoctor
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