Kaffee gesünder als viele glauben
Espresso, Latte Macchiato oder Café au Lait - Kaffee ist ein wahrer Genuss. Das beliebteste Getränk der Deutschen ist auf Erfolgskurs. Da beruhigt diese Erkenntnis: Die braunen Bohnen sind gesünder, als viele glauben.
Früher meinte man mit Kaffee einfach frisch aufgebrühten Filterkaffee, entweder schwarz oder mit Zucker und Kondensmilch; im Café gab es höchstens die Auswahl zwischen Tasse und Kännchen. Heutzutage stehen internationale Kaffeespezialitäten hoch im Kurs und Coffee-Shops verkaufen sie an jeder Ecke. Ristretto, Espresso Doppio, Latte Macchiato, Café au Lait, Café Crema - einige Restaurants haben inzwischen sogar mehr Kaffees als Weine auf der Karte.
Die Favoriten
Besonders beliebt ist alles mit Milchschaum, zum Beispiel Latte Macchiato. Espresso, heiße Milch und Milchschaum ergeben die typische Schichtung. Fast schon Klassiker sind der italienische Cappuccino und der Café au Lait, der französische Milchkaffee in der Riesenschale.
Teufelsgebräu oder Wundermittel?
Früher wurde Kaffee oft verteufelt, weil er angeblich zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen würde. In Maßen genossen, ist Kaffee aber nach dem derzeitigen Forschungsstand auch für Personen mit erhöhtem Blutdruck unbedenklich. Im "ARD-Morgenmagazin" erklärte der Gesundheitsexperte Hademar Bankhofer: "Bei etwa drei Tassen Bohnenkaffee am Tag wird ein bestehender Bluthochdruck nicht negativ beeinflusst. Das kann man erst ab fünf Tassen beobachten."
Allerdings kann es bei hohem Konsum zu zitternden Händen, Nervosität, Übelkeit, Magenbeschwerden und Schlaflosigkeit kommen. Neben diesen negativen Auswirkungen werden dem Kaffee zunehmend positive Eigenschaften zugeschrieben: Einige Forscher meinen sogar, dass Kaffee Krebs vorbeugen soll. Die Bitterstoffe sollen die Zähne vor Karies schützen und das Vitamin Niacin die Stoffwechselfunktionen ankurbeln, wie das BR-Magazin "Sprechstunde" berichtet. Zudem wird dem Kaffee ein aphrodisierender Effekt nachgesagt, weil er depressive Stimmungen vertreibt.
Der Muntermacher
Viele trinken Kaffee vor allem als Aufputschmittel, denn er steigert die Konzentrationsfähigkeit und macht müde Geister wieder munter. Fest steht: "Wer regelmäßig Kaffee trinkt, um wach zu bleiben, sollte kleinere Portionen über den ganzen Tag verteilen", so das BR-Magazin "Sprechstunde". Denn Kaffee kann bei übermäßigem Konsum auch die gegenteilige Wirkung hervorrufen, dann wird man eher müde als wach.
Der richtige Kaffee zum empfindlichen Magen
Kaffeetrinker mit Magenproblemen sollten eher mal zum kleinen Schwarzen greifen als zur Tasse Filterkaffee: Espresso ist magenfreundlicher als Filterkaffee, denn die Bohnen sind länger und stärker geröstet. Säuren und andere reizende Substanzen, die oft dem Magen zu schaffen machen, werden so zerstört. Die Röststoffe beispielsweise können in höheren Mengen den Muskel am Ende der Speiseröhre schwächen: Sodbrennen kann die Folge sein, warnt "ARD-Ratgeber Gesundheit". Zudem enthält der Espresso nur 50mg Koffein; in Filterkaffee stecken etwa 80mg. Wer Probleme mit dem Cholesterinspiegel hat, sollte dagegen lieber den Filterkaffee wählen, da dieser die fetten Öle weitgehend herausfiltert, weiß Gesundheitsexperte Hademar Bankhofer.
Das richtige Maß finden
Ob und wie viel Kaffee gut tut oder nicht, muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. ARD-Teledoktor, Aart Gisolf, räumt noch mit einem Gerücht auf: Entgegen vieler Behauptungen entziehe der Kaffee dem Körper wohl keine zusätzliche Flüssigkeit. Dies sei nur der Fall, wenn man an den Kaffeekonsum nicht gewöhnt sei. "ARD-Ratgeber Gesundheit" rät dennoch dazu, ein kühles Glas Wasser zum Kaffee zu trinken. Der Kältereiz bremse die Ausschüttung des Magenhormons Gastrin und damit die Säureproduktion.
Quelle:Tagesschau
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Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
(Christian Morgenstern)
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