Universität Erlangen-Nürnberg: Meilenstein in der Epilepsie-Chirurgie Hoffnung für Patienten mit schweren Epilepsien: Am Universitätsklinikum Erlangen wurde kürzlich eine 12-jährige Schülerin aus Israel durch die neue Kombination eines speziellen Diagnostikverfahrens, der so genannten biomagnetischen Messung der Hirnströme und modernster funktioneller OP-Technik erfolgreich von ihren schweren epileptischen Anfällen befreit. Die renommierte medizinische Fachzeitschrift Seizure berichtete jetzt in ihrer Januarausgabe 2007 über das weltweit erstmalig durchgeführte Operationsverfahren. Die Schülerin aus Israel litt seit ihrem 10. Lebensjahr unter mehrmals monatlich auftretenden epileptischen Anfällen mit Bewusstseinsverlust. Eine medikamentöse Behandlung brachte keinen Erfolg. Eine Hirnoperation, bei der die Anfallsherde hätten ausgeschaltet werden können, war nicht möglich, da der Anfallsherd nicht präzise bestimmt werden konnte. "Dem Mädchen konnte aufgrund der bislang zur Verfügung stehenden Methoden der präoperativen Diagnostik nicht durch eine Operation geholfen werden, da die Anfallsherd-Ortung und Erkennung benachbarter funktionell wichtiger Hirnregionen nicht möglich war", so Prof. Dr. Hermann Stefan vom Epilepsiezentrum Erlangen (ZEE). Eine längere Verlaufskontrolle hat jetzt bestätigt, dass die junge Patientin postoperativ anfallsfrei ist, berichtete die Universitätsklinik. Damit wurde weltweit erstmals auch für besonders schwierige Fälle diese neue diagnostische Möglichkeit für eine besonders funktionsschonende Epilepsiechirurgie in Erlangen eröffnet.
Weitere Informationen finden Sie hier
Quelle: Epinews