Vorsicht, süß! Bei Kinderdrinks auf Zuckergehalt achten
Vorsicht, süß! Bei Kinderdrinks auf Zuckergehalt achten
Forchheim (ddp). Süß, sprudelig und möglichst bunt soll es sein: Wenn Kinder ihren Durst löschen wollen, kommt selten das gesündeste Getränk ins Glas. Damit der Nachwuchs aber nicht unnötig viel Zucker und Chemie konsumiert, sollten Eltern auf die Trinkgewohnheiten der Jüngsten achten. «Das sinnvollste Getränk für Kinder ist Wasser. Wenn im Haus keine Kupfer- oder Bleirohre liegen, können sie auch bedenkenlos Leitungswasser trinken», sagt Klaus Skrodzki, Kinder- und Jugendarzt aus Forchheim. Der große Vorteil des Wassers sei der fehlende Geschmack: «Dadurch entsteht bei Kindern nicht so früh der Wunsch nach Süßem», sagt Skrodzki. Ist den Kindern das kühle Nass trotzdem auf Dauer zu fade, empfiehlt der Kinderarzt ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees aus dem Beutel. «Nicht für Kinder geeignet sind dagegen Instanttees. Sie enthalten oft Zusätze oder viel Zucker», betont Skrodzki. Auch Säfte ergänzen den Ernährungsplan für Kinder. Allerdings sollten sie nicht pur ins Glas kommen, ansonsten sei der Zuckeranteil zu hoch. «Ideal ist eine Mischung von einem Teil Saft und drei bis vier Teilen Wasser», erläutert der Mediziner. Er empfiehlt, immer nur Säfte aus einer Frucht zu kaufen. «Bei Multifruchtsäften ist die Gefahr groß, dass einzelne Inhalte Allergien auslösen.» Als Alltagsgetränk nicht geeignet seien aufgrund des hohen Zuckeranteils Malzbier und Limonaden sowie Cola, die zudem noch Koffein enthalte. Rigoros verbieten müsse man den Kindern diese Getränke allerdings nicht. "Ab und an bei den passenden Gelegenheiten sollten sie schon mal ein Glas dürfen», betont Skrodzki.
Quelle: Netdoctor
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