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26.04.2007, 09:40
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Megafön killt Kopfläuse
'LouseBuster' ermöglicht chemiefreie Behandlung der Pediculosis
Megafön killt Kopfläuse
Amerikanische Wissenschaftler haben ein Fön-ähnliches Gerät entwickelt, das Kopfläuse und Nissen mit einem trockenen, warmen Luftstrom abtöten kann.
30.11.06 - Wie das Fachblatt "Pediatrics" berichtet, genügt dafür eine 30minütige Behandlung. Das Gerät soll als "LouseBuster®" ("Läuse-Knacker") innerhalb der nächsten zwei Jahre in den USA in den Handel kommen, vermarktet von der Firma Larada Sciences.
Der LouseBuster tötet die Parasiten nicht durch Hitze, sondern trocknet sie aus, erklärt Dale Clayton, einer der Entwickler. Er warnt Eltern allerdings, den Läusen mit einem herkömmlichen Fön den Garaus machen zu wollen - dabei würden Verbrennungen der Kopfhaut drohen. Der LouseBuster erzeuge weniger Hitze als ein Fön, arbeite jedoch mit einem doppelt so starken Gebläse und einem Spezialkamm, der den Luftstrom direkt auf die Kopfhaut lenkt.
Wie einem Fantasy-Film entsprungen
Unter Studienbedingungen tötete das Gerät, das optisch einem Fantasy-Film entsprungen sein könnte, 80 Prozent der Läuse und 98 Prozent der Nissen ab - genug, um den gesamten Befall zu zerstören.
Die Entwickler versprechen sich gute Marktchancen für den Läusefon: Die Parasiten sind gegen herkömmliche Läuse-Shampoos immer häufiger resistent. Das Auskämmen, ebenfalls eine gängige Methode, beseitigt zwar die Plagegeister, schützt jedoch nicht vor Reinfektion. ag / Pediatrics 2006, Bd. 118: 1962-1970
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21.05.2007, 13:27
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Kopfläusemittel nicht zu sparsam verwenden
Kopfläusemittel nicht zu sparsam verwenden
21. Mai 2007 13:14 Uhr
Berlin (dpa/tmn) Bei der Bekämpfung von Kopfläusen sollten entsprechende Mittel nicht zu sparsam verwendet werden. Das teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin mit.
Zu kurze Einwirkzeiten, eine ungleiche Verteilung auf dem Kopf oder eine starke Verdünnung des Mittels können dazu führen, dass Läuse überleben. Zudem sollte die Behandlung nach etwa acht bis zehn Tagen wiederholt werden, um auch frisch geschlüpfte Larven zu töten.
Wenn es auf dem Kopf anfängt zu jucken, sei das ein erstes Anzeichen für den Lausbefall, teilt das RKI weiter mit. Haben sich die Parasiten auf dem Kopf eingenistet, hilft eine Kombinationstherapie aus chemischen Mitteln und speziellem Läusekamm: Am Tag der Diagnose und acht bis zehn Tage später könnten Kopfläuse mit entsprechenden Arzneimitteln bekämpft werden, so das RKI. Etwa alle fünf Tage helfen zudem der Läusekamm und eine Pflegespülung. Mit ihm werden die kleinen Parasiten, die sich im Matsch der Spülung kaum noch bewegen können, aus dem nassen Haar gekämmt.
Web-Link zum Thema:
www.pediculosis.de
© 2007 DPA
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16.09.2007, 13:35
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Kopflausalarm: Schnelle Diagnose und Bekämpfung begrenzen die Plage
Wenn der Sommer wieder zu Ende geht und es kälter wird, beginnt die Saison für Kopfläuse. Ein Befall mit Kopfläusen hat nichts mit Hygiene zu tun, jeder kann sie bekommen. Kopfläuse wandern von Kopf zu Kopf und hinterlassen ihre Eier. Da Kinder sich körperlich viel näher kommen als Erwachsen, können sich Kopfläuse bei ihnen besonders schnell verbreiten…
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15.10.2007, 06:27
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Kopflausalarm: Schnelle Diagnose und Bekämpfung begrenzen die Plage
Im Spätsommer und Herbst verkünden in vielen Kindertagesstätten und Schulen Schilder einen „Kopflausalarm“. Ein Grund zur Panik ist das nicht, denn die flügellosen Parasiten mit dem lateinischen Namen Pediculosis capitis übertragen keine Krankheiten. Doch sie verursachen Juckreiz - und die kleinen Biester verbreiten sich extrem schnell weiter. Wer sie einmal hat, sollte die Plage also schnellstmöglich bekämpfen. Und wer sich im nahen Umfeld eines Betroffenen bewegt, sollte Haare und Kopfhaut genau unter die Lupe nehmen.
„Jeder kann Kopfläuse bekommen: Sie wollen nur das menschliche Blut“, erklärt Michael Forßbohm, Leiter der Abteilung für Infektionsschutz am Gesundheitsamt Wiesbaden. Ob die Haare frisch gewaschen sind, interessiert die Tiere dabei genauso wenig wie die Hygiene im Haushalt. „Das ist leider viel zu wenig bekannt. Deshalb wird Läusebefall viel zu häufig schamhaft verschwiegen.“ Die fatale Folge ist eine Ausbreitung des Befalls.
Die Läuse können mit ihren Klammerbeinen nicht springen. Sie wandern munter von Kopf zu Kopf, manchmal auch auf andere behaarte Stellen des Oberkörpers wie Bart, Augenbrauen oder Achselhaare und hinterlassen überall ihre Eier. „Kopfläuse treten vor allem bei Kindern auf, weil diese sich körperlich viel näher kommen als Erwachsene“, sagt Jan Krüger, Vorsitzender der Deutschen Pediculosis Gesellschaft in Hannover. Am meisten betroffen sind Mädchen - durch die Haarlänge, aber wohl auch weil sie die Köpfe enger zusammen stecken als Jungen auf dem Fußballplatz.
Eltern sind bei Befall verpflichtet, die Kita oder Schule zu informieren. Diese muss dann das Gesundheitsamt benachrichtigen. „Nach den 2006 gemeldeten Fällen waren 5% aller Mädchen und 2% aller Jungen im Grundschulalter betroffen. Dabei war wiederholte Infektion derselben Kinder die Ausnahme“, bilanziert Mediziner Forßbohm. „Allerdings gehen wir von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.“ Erwachsene werden, wenn überhaupt, meist über ihre Kinder infiziert.
Kämmen hilft bei der Suche nach Läusen
Bei den ersten Stichen haben die Läuse leichtes Spiel. Erst ihre Speichel- und Kotallergene reizen zum Jucken - und das kann manchmal erst zwei Wochen nach Befallsbeginn sein. „Man nimmt an, dass sich die Empfindlichkeit der Kopfhaut erst entwickeln muss. Dadurch kann der erste Befall durchaus sechs bis acht Wochen unbemerkt bleiben“, erklärt Krüger. Juckreiz ist deshalb kein verlässliches Früherkennungszeichen, lokale Infektionen oder gar Ekzeme als Folge des Kratzens erst recht nicht. Umso wichtiger ist es, im Verdachtsfall - etwa wenn Spielkameraden infiziert sind - sofort den Kopf systematisch zu untersuchen. „Dazu werden die Haare mit Wasser und einer ganz normalen Haarspülung angefeuchtet und mit einem feingezinkten Nissen- oder Läusekamm aus der Apotheke Strähne für Strähne ausgekämmt“, so Forßbohm. Der Kamm wird am besten sorgfältig auf einem hellen Handtuch abgestreift, eventuell gefundene Läuse und Eier entfernt. Das Auskämmen ist damit sowohl Diagnose als auch der erste Schritt der Bekämpfung. „Die Chancen, dass Kopfläuse allein durch Auskämmen bekämpft werden können, stehen 50 zu 50“, warnt Vereinsvorsitzender Krüger.
Kontrolle ist wichtig
Um sicherzugehen, sollte deshalb schnellstmöglich eine Behandlung mit einem chemischen Bekämpfungsmittel folgen. „Diese Mittel arbeiten nach zwei unterschiedlichen Wirkprinzipien: Einige schädigen das Nervensystem der Laus, andere verstopfen deren Atemwege“, erläutert Ursula Sellerberg, Sprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin. Zugelassene Kopflausmittel sind auch ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke erhältlich. Für Kinder unter zwölf Jahren sind sie kostenfrei, wenn sie vom Arzt verordnet wurden. Der Erfolg der Behandlung hängt dann davon ab, dass ausreichend Mittel ins Haar kommt, dort gleichmäßig verteilt wird und lange genug einwirkt.
Durch ein chemisches Mittel werden zwar die ausgewachsenen Tiere vernichtet, nicht jedoch die Larven. Deshalb ist ein Kind zwar in den Tagen nach der Behandlung nicht ansteckend und muss also nicht zu Hause bleiben. Die Behandlung muss jedoch fortgesetzt werden: Am fünften Tag wird nochmals nass ausgekämmt, um früh schlüpfende Larven zu entfernen. Am achten, neunten oder am zehnten Tag folgt eine Wiederholung der chemischen Behandlung. Am 13. Tag und eventuell auch am 17. Tag wird erneut durch nasses Auskämmen kontrolliert.
Um vorsorglich mögliche Übertragungswege zu unterbrechen, sollten Kämme, Haarbürsten, -spangen und -gummis in heißer Seifenlösung gereinigt werden. Schlafanzüge und Bettwäsche, Handtücher und Leibwäsche sollten gewechselt und ganz normal gewaschen werden. Kopfbedeckungen und Schals können für drei Tage in einer Plastiktüte aufbewahrt werden. Insektizid-Sprays sind nicht nötig.
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