Epilepsie & / Beruf/Schule vom 26.4.2007 Epilepsie und Schule - Aufklärung von Lehrern und Mitschülern ist dringend erforderlich Die Mehrzahl epilepsiekranker Kinder kann trotz gelegentlich auftretender Anfälle eine normale Schule besuchen. Hierauf weist die Informationsbroschüre "Epilepsie und Schule" der Klinik für Epileptologie der Universität Bonn (Ltg.: Prof. C.E. Elger) hin. Mangelnde Aufklärung über das Vorliegen und den richtigen Umgang mit der Erkrankung seitens der Schule kann jedoch zu großen, u.a. psychischen Problemen bei den von einer Epilepsie betroffenen Kindern führen. "Das unerwartete Miterleben eines epileptischen Anfalls löst als erste Reaktion oft Angst, Hilflosigkeit und Ratlosigkeit bei Mitschülern und Lehrern aus. In der Folge kann es zu Ablehnung und Ausgrenzung des betroffenen Kindes durch die Klassengemeinschaft kommen", so die Bedenken der Experten. Neben dem Rat, Lehrer und Mitschüler in jedem Fall über die Epilepsieerkrankung des Kindes und über das richtige Verhalten bei Anfällen zu informieren, hält die Broschüre noch weitere wertvolle Tipps zum schulischen Bereich bereit. So werden auch die Themen Leistungsfähigkeit, die besondere Situation bei therapieschwierigen Epilepsien und, falls erforderlich, eine Sonderförderung des epilepsiekranken Kindes, angesprochen. Besonders hilfreich sind darüber hinaus Literaturempfehlungen für betroffene Familien, aber auch für Lehrer und Mitschüler, die dazu beitragen können, die immer noch existierenden Vorurteile gegenüber Epilepsie auszuräumen.
Hier finden Sie die 2-seitige Broschüre "Epilepsie & Schule" als PDF-Datei
Quelle: Epinews