Immer weniger Eltern finden emotionalen Zugang zum Kind
Immer weniger Eltern finden nach Beobachtung der Psychologin Christiane Ludwig-Körner einen emotionalen Zugang zu ihrem Kind. »Viele wissen nicht mehr, wie sie mit ihren Kindern sprechen sollen«, sagte die Professorin der Fachhochschule Potsdam.
»Sie haben nicht mehr die intuitive Fähigkeit, spielerisch zu sehen, was die Kinder brauchen.« Betroffen seien Eltern aller Schichten. Folgen bei den Kindern seien Sprachstörungen, Lernschwächen, Aggressivität oder Depressionen. Ludwig-Körner leitet seit zehn Jahren eine Beratungsstelle an der FH. Dort geht es bei in einer Tagung (27./28. April) um die Eltern-Kind-Beziehung.
Erwartet werden rund 200 Teilnehmer aus dem In- und Ausland; Themen sind etwa präventiver Kinderschutz, mütterliche Berufstätigkeit und kindliche Entwicklung sowie die frühe Kommunikation von Kindern. Nach Ludwig-Körners Worten sprechen viele Eltern zu wenig mit ihrem Kind. »Ein Säugling braucht Baby-Talk«, sagte die Psychologin. »Das Kind muss merken: Wenn ich lache, lacht jemand zurück und nicht: Es kommt nur jemand, wenn ich schreie.«
Viele Eltern bemerkten jedoch gar nicht, wenn ihr Kind nach Anreizen verlange. Zu oft würden selbst kleinste Kinder einfach vor dem Fernseher platziert, auch in Akademikerfamilien. Dies betreffe vor allem häufig Väter und Mütter, die ohne Geschwister aufgewachsen sind.
Quelle:WP
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Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
(Christian Morgenstern)
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