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Alt 02.05.2007, 18:17
Nancy
 
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Standard Schmerzhafter Verlust: Wie das Gehirn mit Pech umgeht

Schmerzhafter Verlust: Wie das Gehirn mit Pech umgeht

Washington (ddp). Der Verlust von Geld löst im Gehirn Reaktionen aus, wie sie auch bei Angst und körperlichen Schmerzen auftreten. Das haben britische Forscher herausgefunden, die Testpersonen mit einem Glücksspiel beschäftigten und dabei die Gehirnaktivität der Probanden beobachteten. Ihre Ergebnisse veröffentlichen Ben Seymour und seine Kollegen vom University College in London in der Fachzeitschrift «Journal of Neuroscience» (Bd. 27, 3. Mai 2007). Die Wissenschaftler beobachteten 24 Testpersonen, die ein Glücksspiel mit einer Chance auf einen Geldgewinn spielten. Dabei stellten sie fest, dass die Probanden nach und nach einschätzen konnten, ob sie eher gewinnen oder verlieren werden. Die Aufnahmen der Gehirnaktivität mithilfe eines Magnetresonanztomografen zeigten, dass sich dieser Lernprozess im so genannten Striatum abspielt, einer Gehirnregion, die Sinneseindrücke und Bewegungsverhalten koordiniert. Das Gehirn lernt auf Basis von bisherigen Erfahrungen, Gewinnchancen einzuschätzen und das Verhalten entsprechend zu regeln, so die Wissenschaftler. Dabei reagiere das Gehirn bei einem drohenden finanziellen Verlust anders als bei einem möglichen Gewinn. Seymour und seine Kollegen fanden heraus, dass sich der Verlust von Geld auf ähnliche Weise auf das Gehirn auswirkt wie die Wahrnehmung von Schmerz und Leid. Das Gehirn kann demnach drohenden Schmerz vorhersagen und das Verhalten entsprechend steuern, um den Schmerz auf diese Weise zu verhindern, glauben die Wissenschaftler. «Genauso wenig wie jemand Geld verlieren möchte, will niemand Schmerz und Leid erfahren. Deshalb macht es auch Sinn, den Mechanismus zur Abwehr dieser Erfahrungen miteinander zu verbinden», erklärt Seymour. Die Ergebnisse der Studie können helfen, die Ursachen für Spielsucht besser zu verstehen, hoffen die Forscher.


Quelle: Netdoctor
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