Studie nimmt Arzneiverordnungen unter die Lupe
Studie nimmt Arzneiverordnungen unter die Lupe
Ein Drittel der Kosten entfällt auf über 70-Jährige
Arzneiverordnungen für ältere Patienten ab 70 Jahren steigen prozentual stärker an als dies in anderen Altersgruppen der Fall ist. Die durchschnittlichen Kosten für Medikamente sind jedoch bei den 40- bis 59-jährigen Patienten am höchsten.
02.05.07 - Eine Analyse der im Jahr 2006 getätigten Verschreibungen auf Basis der Studie IMS VIP zeigt laut IMS Health, dass nur 34 Prozent der Verordnungen und 35 Prozent der Verordnungskosten auf Patienten ab 70 Jahren entfallen.
Ein mit 32 Prozent fast gleich großer Anteil verordneter Arzneien ist den 50- bis 69-Jährigen zuzuordnen, wobei der Kostenanteil etwas höher ist (37 Prozent). Anders als häufig angenommen, entsteht das Gros der Arzneikosten also nicht bei den Älteren.
Im Vergleich mit dem Vorjahr betrifft der größte Anstieg an Verordnungen und Verordnungskosten (jeweils +6 %) die Gruppe der 80- bis 89-Jährigen. Dies dürfte auf die wachsende Lebenserwartung zurückzuführen sein. Ein Zuwachs der Verordnungen (+ 3 %) ist auch bei den 70- bis 79-Jährigen zu registrieren, die Kosten stiegen aber geringer (+2 %).
Rückgang von Verordnungen und Kosten bei den 60- bis 69-Jährigen
Vergleicht man die Entwicklung von Verordnungen und Kosten, ist die größte Differenz bei den 40- bis 49-Jährigen zu beobachten. Einem Kostenanstieg von 6 % steht ein Rückgang der Verordnungen von 3 % gegenüber. Interessant auch die Entwicklung bei den 60- bis 69-Jährigen: Sowohl Verordnungen als auch Kosten gingen um 4 % zurück.
Die durchschnittlichen Medikamentkosten pro Verordnung (Herstellerabgabepreise) bewegten sich zwischen 17,50 Euro bei den mehr als 90-Jährigen und 24,77 Euro bei den 40- bis 49-Jährigen. Die Erklärung für die vergleichsweise höheren Arzneikosten bei Patienten mittleren Alters liegt zumindest teilweise in der Art der Erkrankungen.
me / ims
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