Schweizer Studie bestätigt frühere Erkenntnisse
Hauptstraßen rauben den Atem
Wer in der Nähe von Hauptverkehrsstraßen wohnt, muss mit erheblichen respiratorischen Beeinträchtigungen rechnen.
Wohnortnähe zu dichtem Verkehr - wie hier am Times Square, NY - erhöht das Risiko einer respiratorischen Erkrankung immens. Foto: PixelQuelle
28.12.06 - Je näher der Abstand der Wohnung zur nächsten Hauptstraße, desto größer ist die Gefahr, an Problemen wie Kurzatmigkeit oder Giemen zu erkranken. Dies geht aus der "Swiss Cohort Study on Air Pollution and Lung Diseases in Adults" (SAPALDIA) hervor, die in zwei Phasen seit 1991 beziehungsweise 2002 läuft. Über die Ergebnisse haben Lucy Bayer-Oglesby von der Universität Basel und Kollegen nun im American Journal of Epidemiology (164 [2006] 1190-1198) berichtet.
Laut den Ergebnissen wächst das Risiko, Atemnot-Attacken zu erleiden, um 13 Prozent pro halbem Kilometer Hauptstraßen-Abschnitt, der sich in 200 Meter Abstand von der Wohnung befindet. Pro zusätzlichen 100 Meter Abstand sinkt hingegen die Gefahr für Nichtraucher um zwölf Prozent.
Personen, die nur 20 Meter von einer viel befahrenen Straße entfernt leben, haben 15 Prozent häufiger ständig verschleimte Atemwege. Das Risiko exspiratorischen Giemens mit Atemproblemen steigt hier auch bei Nichtrauchern um 34 Prozent. rb