|
|
Pillensucht: Anzeichen rechtzeitig erkennen
Pillensucht: Anzeichen rechtzeitig erkennen
Berlin (ddp). Viele Schmerzmittel sind so verträglich, dass sie häufiger verabreicht werden können. Doch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten gegen Kopfschmerzen kann auch süchtig machen. «Wer sich einen Vorrat an Tabletten anlegt, zeigt Anzeichen von Suchtverhalten», warnt der Berliner Arzt und Schmerzexperte Jan-Peter Jansen. Für die Selbstmedikation gelte: Nicht mehr als zehn Tabletten im Monat und an höchstens drei aufeinanderfolgenden Tagen. «Alles darüber hinaus sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden», betont der Leiter des Schmerzzentrums Berlin (ostdeutsches-schmerzzentrum.de). Alarmierend sei, wenn selbst zwei Tabletten pro Tag oder mehr nicht mehr wirken. Die Sucht könne so weit gehen, dass Schmerzgeplagte regelmäßig die Apotheken wechseln, damit der übermäßige Medikamentenkonsum nicht auffällt. Angehörige sollten hellhörig werden, wenn die Betroffenen versuchen, ihre Sucht zu verheimlichen. Auch wenn jemand über häufige Kopfschmerzen oder Unwohlsein klagt, sollten Familienmitglieder genauer nachfragen. Jansen empfiehlt Schmerzmittelsüchtigen eine ambulante Absetzbehandlung. Es gibt auch die Möglichkeit, sich stationär aufnehmen zu lassen. Interessierte wenden sich an das Westdeutsche Kopfschmerzzentrum Essen, Hufelandstraße 26, 45147 Essen, Tel.: 0201/436960, Fax: 0201/4369633, E-Mail: westdeutsches.Kopfschmerzzentrum@uni-due.de, Internet: westdeutsches-kopfschmerzzentrum.de.
Quelle: Netdoctor
|