Zum ersten Mal seit einem Jahr:
Ärzte verordnen wieder mehr
Im ersten Quartal diesen Jahres haben die Ärzte zum ersten Mal seit einem Jahr wieder mehr Medikamente zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet.
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04.05.07 - Ging in den einzelnen Quartalen des letzten Jahres die Verordnungsmenge gegenüber den Quartalen 2005 jeweils noch zwischen knapp einem und 2,5 Prozent zurück, so stieg die Zahl der Verordnungen in den ersten drei Monaten diesen Jahres gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um knapp vier Mio. Packungen oder gut 2,4 Prozent auf nahezu 167 Mio. Packungen an - und dies, obwohl in diesem Jahr die traditionelle Grippe- und Erkältungswelle weitgehend ausgeblieben ist. Der Informationsdienstleister INSIGHT Health ermittelte diese Werte auf der Basis von Daten der Apothekenrechenzentren zu den zu Lasten der GKV verordneten Arzneimitteln.
Der Markt der verschreibungspflichtigen Arzneimittel, der das Gros des GKV-Marktes repräsentiert (82,7 Prozent), wuchs in den ersten drei Monaten diesen Jahres um 2,2 Prozent. Hier setzt sich das Wachstum der Generika zu Lasten der Originalpräparate, die nach dem Ablauf ihres Patentschutzes im generischen Wettbewerb stehen, unverändert fort. Während die Generika im ersten Quartal um 8,2 Mio. Verordnungen (+ 9,3 Prozent) zulegten, ging die Verordnungsmenge bei den Altoriginalen um gut 4,5 Millionen (- 14,8 Prozent) zurück. Damit entfielen im ersten Quartal knapp 58 Prozent aller Verordnungen zu Lasten der GKV auf Generika, wohingegen der Anteil der Altoriginale auf 15,6 Prozent zurückging. Bezogen auf die Einheiten (Tabletten, Kapseln etc.) liegt der Generikaanteil am gesamten GKV-Markt mittlerweile sogar bei 60,5 Prozent.
jb