Hormon-Yoga: Leichter zum Wunschkind und durch die Wechseljahre
Hormon-Yoga: Leichter zum Wunschkind und durch die Wechseljahre
Dresden (ddp). Bewusstes Atmen in bestimmte Organe, genannt Visualisieren - das ist ein wichtiger Teil des Hormon-Yoga. Erdacht hat sich das Programm die heute fast 80-jährige Dinah Rodrigues, zusammen mit einem Ärzteteam aus Sao Paolo. Die Brasilianerin praktizierte Yoga und entwickelte spezielle Übungen für Frauen gegen Beschwerden in den Wechseljahren. «Hormon-Yoga hilft gegen Schlafstörungen, Hitzewallungen, Libidoverlust und Depressionen», zählt Katharina Meinhard auf. Auch bei trockenen Schleimhäuten und gegen Angstzustände oder leichter Osteoporose würden die Bewegungsabfolgen helfen. Seit vier Jahren unterrichtet die erfahrene Lehrerin Hormon-Yoga in Deutschland. Zu ihren Schülerinnen zählt sie vor allem Frauen ab 35, die langfristig Wechseljahrssymptomen vorbeugen wollen oder schon in den Wechseljahren sind. «Hormon-Yoga können aber auch junge Frauen ausüben», betont Meinhard. Frauen, die beispielsweise aus hormonellen Gründen Schwierigkeiten haben, Kinder zu bekommen, seien oft nach einigen Wochen Training schwanger. Auch Zyklusbeschwerden würden sich verbessern. Die Übungen werden immer in der gleichen Reihenfolge praktiziert, auf die Atmung wird besonderer Wert gelegt. Anfänger lernen die Abfolge innerhalb von zehn Wochen, in je einem anderthalbstündigen Kurs. «Danach kann man die Übungen auch zu Hause machen», empfiehlt die Yogalehrerin. «Dafür sollte man sich drei- bis viermal in der Woche 20 bis 30 Minuten Zeit nehmen.» Auch wer sonst wenig Sport treibt, könne Hormon-Yoga erlernen. Frauen, die einen hormonabhängigen Krebs haben oder hatten, dürfen Hormon-Yoga allerdings nicht praktizieren. Denn die Übungen würden die Produktion des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen anregen, erläutert Meinhard. Frauen mit starkem Bluthochdruck und fortgeschrittener Osteoporose sollten ebenfalls vorsichtig sein. «Das gilt auch für Herzinfarktpatientinnen», ergänzt die Expertin. In diesen Fällen sollte unbedingt mit einem Arzt Rücksprache gehalten werden.
Quelle: Netdoctor
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