Schönheits-OPs: Gut informiert unter das Messer
Schönheits-OPs: Gut informiert unter das Messer
München (netdoktor.de) - Wer sich zum Fettabsaugen oder Busenvergrößern unters Messer legt, sollte das beim Fachmann tun. In der Regel sei das ein Facharzt für Plastische Chirurgie, sagt Prof. Ursula Schmidt-Tintemann anlässlich des 124. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in München. Plastische Chirurgie sei nicht dasselbe wie Schönheits-Chirurgie, so die Expertin, sondern viel “mehr als Fettabsaugen und Brustvergrößerung“. Vielfach geht es darum, die Folgen von Unfällen wie Hautverbrennungen oder den Verlust von Gliedmaßen zu korrigieren. Die Kenntnisse erwirbt sich ein plastischer Chirurg durch eine gründliche chirurgische Ausbildung sowie eine mehrjährige, fachspezifische Weiterbildung an einer anerkannten Klinik. Schönheits-Chirurgie ist nach Schmidt-Tintemann dagegen vor allem eine „werbewirksame Bezeichnung, aber kein chirurgisches Fach.“ Schönheits-OPs können daher auch HNO-Ärzte oder Zahnärzte anbieten. Die Vorteile solcher Eingriffe würden oft als zu positiv herausgestellt, die Nachteile dagegen verschwiegen, warnt die Ärztin. Eine umfassende Aufklärung – auch darüber was machbar ist und was nicht -, sei aber sehr wichtig. „Kein Patient hört es gern, dass sich eine zerrüttete Ehe nicht durch eine Brustvergrößerung retten lässt“, sagt die Expertin. Ebensowenig ist der Wunsch wie ein berühmter Filmstar auszusehen, ein ausreichender Grund, sich unter das Messer zu legen. Und Falten und Krähenfüße „können auch schön und attraktiv sein“, ist Schmidt-Tintemann überzeugt. (mf)
Quelle: Netdoctor
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