Soziale Phobie: Forschungsverbund zur Behandlung gegründet
Soziale Phobie: Forschungsverbund zur Behandlung gegründet
Göttingen (ddp). Psychologen und Mediziner haben den Forschungsverbund «SOPHO-NET» zur besseren Behandlung sozialer Phobie gegründet. Die Forschung unter der Leitung zweier Wissenschaftler der Georg-August-Universität Göttingen werde vom Bundesforschungsministerium für die nächsten drei Jahre mit rund zwei Millionen Euro gefördert, wie ein Universitätssprecher am Freitag mitteilte. Am Verbund beteiligt seien neben Göttingen auch Wissenschaftler aus Bochum/Dortmund, Dresden, Jena, Leipzig und Mainz. Zentrales Projekt von SOPHO-NET (Social Phobia Psychotherapy Research Network) ist dem Sprecher zufolge eine Studie zur Psychotherapie der sozialen Phobie. An der weltweit derzeit größten Studie zum Thema nehmen über 500 Menschen mit sozialer Phobie im Alter zwischen 18 und 70 Jahren teil. Menschen mit sozialer Phobie empfinden den Angaben nach eine ausgeprägte und anhaltende Angst davor, mit unbekannten Menschen zusammen zu kommen. Mehr als jeder Zehnte leide in Deutschland darunter, fürchte ständig, negativ beurteilt, peinlich berührt oder gedemütigt zu werden. Soziale Situationen lösten bei den Betroffenen Angst aus, die sich bis zur Panik steigern könne. Unangenehme Situationen würden deshalb vermieden, was die Betroffenen in ihrem beruflichen und privaten Leben beeinträchtige.
Quelle: Netdoctor
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