Verstecken hilft nicht - Psoriasis-Patienten sollten offen mit ihrer Krankheit umgehen
Schuppig, blutig, aufgekratzt - Psoriasis sieht alles andere als ansprechend aus. Deshalb geben sich Betroffene oft Mühe, ihre Krankheit zu verbergen. Tops, luftige Kleider und T-Shirts sind für sie tabu - selbst an heißen Sommertagen verhüllen sie die betroffenen Hautpartien mit geschlossener Kleidung. Besonders großem seelischen Druck sind all jene ausgesetzt, die unter Schuppenflechte im Gesicht, an den Ohren oder an den Händen leiden. Obwohl die mit silbrigen Schuppen einhergehende Autoimmunerkrankung nicht ansteckend ist, fühlen sich die Patienten oft wie Aussätzige, die gemieden werden. Viele Psoriasis-Kranke fühlen sich entstellt und unästhetisch, sie betrachten ihre Erkrankung als Schwäche und reagieren mit einem gestörten Selbstwertgefühl. Doch Psychostress verschlimmert die in Schüben auftretende Krankheit, bei der sich durch Fehlleistungen des Immunsystems die hornbildenden Hautzellen deutlich schneller bilden als bei einem Gesunden. Da die Zellen nicht mehr durch den natürlichen Fettgehalt der Haut geschützt werden, sind spröde und trockene Haut, silbrig glänzende Schuppen und quälender Juckreiz die Folgen. Auch wenn es vielen Betroffenen schwer fällt, über ihre physischen und psychischen Belastungen zu sprechen - eine offene Aussprache mit dem Arzt ist der Schlüssel zum Erfolg. Wenn bei mittleren und schweren Formen der Schuppenflechte gängige Therapien mit Salben, Tabletten oder UV-Licht versagen, kann vielleicht eine Antikörpertherapie helfen. So genannte Biologicals greifen dabei in die gestörten Hautvorgänge ein und stoppen den Entzündungsprozess oft schon innerhalb von wenigen Wochen.
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Quelle:Epinews