Kölner Stiftung will Traumabehandlung mit Forschung, Ausbildung und Prävention fördern
Deutsche Stiftung für Psychotraumatologie gegründet
Seelische Schäden bei Opfern von Terroranschlägen, Naturkatastrophen und Schicksalsschlägen will die neu gegründete Deutsche Stiftung für Psychotraumatologie bekämpfen. Die Kölner Stiftung soll im Bereich der Traumabehandlung die Forschung, Ausbildung und Vorbeugung fördern, teilte die Universität Köln mit. Den Angaben zufolge ist die Stiftung die erste in Deutschland mit dieser Zielrichtung.
Die Kölner Traumatologen entwickelten auch ein spezielles Konzept für Bundeswehrsoldaten bei Kriseneinsätzen. Foto: BilderBox
15.11.06 - In einem aktuellen, europaweiten Projekt sei die Stiftung beteiligt an der Behandlung von Überlebenden der Terroranschläge von London und Madrid, erläuterte der Stiftungsgründer Gottfried Fischer, Direktor des Instituts für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Uni Köln. Zudem habe das Kölner Institut ein Raster entwickelt, mit denen Helfer bei Unglücksfällen schnell herausfinden können, wie viel psychische Hilfe die Opfer benötigten, erklärte Fischers Kollegin Christiane Eichenberg. Außerdem sei ein Konzept entwickelt worden, mit dem speziell bei Bundeswehrsoldaten den seelischen Folgen von Kriseneinsätzen vorgebeugt werden soll.
Die Kölner Traumatologen waren in der Vergangenheit an der Bewältigung der Folgen von zahlreichen großen Unglücksfällen beteiligt. Unter anderem halfen sie nach dem Zugunglück von Eschede, dem Absturz der Schwebebahn in Wuppertal oder nach dem Concorde- Absturz in Paris.
dpaÄP INFO
Über Forschung und Projekte des Kölner Instituts für Klinische Psychologie und Psychotherapie können Sie sich unter
www.ikpp.uni-koeln.de informieren.