Organspende in Deutschland
Deutschland ist für Organspenden ein Importland. Es fehlen Spenderorgane, und es fehlt an der Bereitschaft, Organe zu spenden. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland weit hinter Ländern wie Spanien oder auch Österreich. Nur 15 Transplantationen auf eine Million Einwohner - das sind deutlich weniger als das weltweit definierte Potenzial von 40 auf eine Million Einwohner.
Deutschland schneidet mit der Spendebereitschaft im europäischen Vergleich schlecht ab. Foto: BZgA
16.05.07 - Grundsätzlich geeignet für Transplantationen sind derzeit Niere, Lunge, Leber, Herz, Dünndarm und Bauchspeicheldrüse. Außerdem sind Gewebetransplantationen möglich. Die erste Organtransplantation in Deutschland fand 1963 statt - eine Niere.
Voraussetzung für eine Organ-Entnahme für eine Spende ist nach dem vor zehn Jahren verabschiedeten Transplantationsgesetz in Deutschland die Feststellung des Hirntodes. Mehrere erfahrene Mediziner müssen dies diagnostizieren. Der Hirntod bedeutet: Organe arbeiten zwar noch, aber die Hirnfunktionen sind vollständig ausgefallen. Damit ist eine Wiederbelebung des Patienten medizinisch ausgeschlossen.
In Deutschland warten derzeit fast 12.000 Menschen auf eine Organspende. Auf der Gegenseite gab es im vergangenen Jahr etwa 1.250 Spender mit 3.580 Organen. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation sterben in Deutschland täglich drei Menschen, deren Name auf der Empfänger-Warteliste für eine Organspenden steht. dpa