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22.07.2007, 01:22
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Homöopathie bei Durchschlafstörungen oder Nachtschreck
Ursachenforschung
Am Anfang einer gezielten Behandlung muss eine Ursachenklärung stattfinden. Ihr Kind sollte von einer/m erfahrenen Kinderfacharzt/in zu möglichen Störungsursachen (beispielsweise Adenoide, Atemstörungen, Verdauungsprobleme, Zahnungsbeschwerden) untersucht werden.
Des weiteren ist grundsätzlich zwischen den üblichen Durchschlafstörungen und dem Nachtschreck (Pavor nocturnus) zu unterscheiden.
Der Nachtschreck
Der Pavor nocturnus tritt typischerweise vor Mitternacht auf, die Kinder schreien sehr erregt, sind dabei aber nicht erweckbar. Es handelt sich um eine an und für sich harmlose, aber sehr störende, Nachreaktion der Gehirnaktivität bei zu großer Sinnesstimulation am Vortag. Demzufolge ist die beste Therapie, aufregende Erlebnisse, wie zum Beispiel das Fernsehen, untertags zu meiden.
Durchschlafstörungen
Bei Schlafstörungen handelt es sich ja um keine lokale oder organisch begrenzte Krankheit, vielmehr ist es Ausdruck der Persönlichkeit und (wie wir Homöopathen sagen) Konstitution Ihres Kindes. Auch Durchschlafstörungen können sehr unterschiedliche Ursachen zu Grunde liegen, was für eine erfolgreiche homöopathische Behandlung von großer Bedeutung ist. Da Ihr Kind nachts schreit, wäre zu klären, ob es ängstlich ist, beispielsweise vor den Alleinsein oder vor der Dunkelheit oder von Ereignissen des vergangenen oder kommenden Tages.
Homöopathie- Bei ängstlichen Kindern denke ich in erster Linie an Phosphorus oder Stramonium,
- bei Trennungsangst an Pulsatilla.
- Meine Lieblingsmedizin bei Durchschlafstörungen ist (das weniger bekannte) Cypripedium pubescens.
- Klassische Kinderschlafmittel sind auch Avena sativa und Valeriana, geeignet, wenn Ihr Kind überdreht, oder von den Vortageserlebnissen noch zu aufgeregt ist.
Dosierung
Die oben genannten Medikamente geben Sie bitte in Form von Globuli in der Potenz C12 oder C30 ein- bis zweimal am Tag und zunächst nicht länger wie eine Woche. Beachten Sie bitte nochmals, dass diese Mittel nur wirken können, wenn alle anderen Schlafstörungsursachen ausgeschlossen sind.
Mein Tip
Das beste Rezept einen erholsamen Schlaf zu erreichen, sind ausgedehnte Spaziergänge, Schwimmbadbesuche, etc. am Nachmittag und ein erfüllendes Spielprogramm am frühen Abend. Ich war jedenfalls immer überrascht, wieviel Energie meine Kinder tagsüber abbauen mussten, damit Sie nachts einen anhaltend erholsamen Schlaf finden konnten.
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22.07.2007, 01:23
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Homöopathie bei ADHS
Globuli bei ADS mit Hyperaktivität (=ADHS) (Beisp.) - Agaricus-Kinder leben lieber in ihrer blühenden Fantasiewelt, finden sich dagegen mit den praktischen Anforderungen des Schulsystems schwer zurecht. Sie zeigen häufig neurologische Auffälligkeiten, wie Tic-Störungen, unwillkürliches Grimassieren, Stottern, Muskelzuckungen, auch grobmotorische oder feinmotorische Teilleistungsdefizite. Nicht selten leiden sie unter massiven (z.T. unbewußten) Ängsten und können im Jugendalter Drogenkontakte haben. Sie sind oft überempfindlich gegen Geräusche, Berührungen, Gerüche oder auch Licht.
- Calcium phosphoricum: unzufriedene, reizbare Kinder, die sich nur wenig mit sich selbst beschäftigen können und daher ständig nach Aufmerksamkeit und Zuwendung verlangen. Sie sind meist sensible, ängstliche Kinder, die bei schulischen oder seelischen Belastungen zu psychosomatischen Beschwerden, wie Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen, neigen. Ihre körperliche und sprachliche Entwicklung ist häufig verzögert.
- Phosphorus: sympathische, kontaktfreudige, temperamentvolle Kinder, die gerne mal etwas zum Besten geben, und anschließend den Applaus zu genießen. Daher spielen sie gern den Klassenkasper. Sie sind sensibel, haben viele Ängste. Nach aufregenden Fernsehsendungen können sie sehr empfindlich reagieren, sie leiden häufig unter Prüfungsängsten. Trotz ihrer Intelligenz, sind sie etwas flatterhaft und haben wenig Ausdauer. Unter Druck reagieren sie mit Gedankenleere, Langsamkeit, Ablenkbarkeit und Erschöpfung.
- Stramonium: ein wichtiges Hyperaktivitätsmittel, bei dem die Impulsivität im Mittelpunkt steht. Die Kinder sind angenehm und liebenswert im Gespräch, oft frühreif. Sie äußern sich beim Alleinsein wohl zu fühlen, erleiden aber auch massive Ängste, bis hin zu Panikattacken. Urplötzlich können Sie gemeingefährliche Wutanfälle mit einem ungebremsten Gewaltpotential an den Tag legen. Stramonium ist die homöopathische Antwort auf die Verrohung unserer Gesellschaft, wie sie sich aktuell häufiger auf dem Schulhof beobachten lässt.
- Sulfur: intelligente, neugierige Kinder mit vielseitigen Interessen, aber auch großer Bequemlichkeit. Das Aussehen ist eher lässig ungepflegt, körperliche Hygiene ist zweitrangig. Auch bemängeln die Eltern regelmäßig ihre Unordentlichkeit. Es gibt den robusten, kräftigen, dominanten Sulfur-Typ, der sich egozentrisch und respektlos in allen Situationen durchzusetzen weiß. Still zu sitzen fällt ihm schwer. Weniger bekannt ist der schmächtige intellektuelle Sulfur-Typ (Bsp.: der "zerstreute Professor"). Er besitzt einen unwiderstehlichen Forscherdrang, entwickelt als Bücherwurm großes Wissen und viele Ideen, die er eher besserwisserisch als pragmatisch zum besten gibt.
- Veratrum album: oft frühreife Kinder mit einer rasanten geistigen Entwicklung und enormer Auffassungsgabe. Sie sprudeln vor Energie, sind permanent, ja geradezu zwanghaft aktiv. In vermeintlich guter Absicht, stellen sie allerlei Dummheiten an, ohne jegliche zerstörerische oder destruktive Intention. Sie sind ehrgeizig, perfektionistisch, neigen zu Übertreibungen und sind auch schnell zu beleidigen. Ihre Unfolgsamkeit und ihr unaufhörlicher Tatendrang sind eine echte Herausforderung für uns Eltern und Pädagogen.
- Soweit ein paar Beispiele aus meiner homöopathischen Sprechstunde zum Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) bei Kindern und Jugendlichen. Sie sollen lediglich die vielfältige Charakteristik des ganzheitlichen Behandlungszugangs verdeutlichen.
Dosierung der homöopathischen Konstitutionsbehandlung
Es gilt der homöopathische Grundsatz: je höher die Potenz des homöopathischen Arzneimittels desto besser sein Einfluss auf die Psyche und Verhaltensmerkmale des Patienten. Folglich arbeiten wir Homöopathen ausschließlich mit Hochpotenzen in der Behandlung kindlicher Aufmerksamkeits- und Verhaltensstörungen. Dabei setze ich primär meist eine C 30 oder C 200 Potenz ein. Die Häufigkeit der Gabe richtet sich auch nach der Akutheit der Verhaltensstörungen und dem beobachteten Wirkungseintritt. Die Gesamtbehandlung sollte zunächst einmal auf fünf Wochen begrenzt werden. Erste Erfolge können dann ggf. durch den Wechsel auf sogenannte Q-Potenzen verfestigt werden.
ADHS-Therapie durch homöopathische Konstitutionsbehandlung
Eine homöopathische Behandlung erbringt in vielen Fällen eine Besserung der Verhaltens- und Konzentrationsprobleme beim ADHS. Allerdings nur, wenn man das Kind oder den Jugendlichen im Sinne einer klassischen homöopathischen Konstitutionsbehandlung gründlich in all seinen Persönlichkeitseigenschaften analysiert.
Sowohl die Erscheinung (und Ausprägung) der Symptome, als auch die Ursachen der Verhaltensstörungen sind ja sehr facettenreich und vielschichtig. Eine erfolgversprechende homöopathische Behandlung muss vor allem auch die Zusatzsymptome des ADS / ADHS wie etwa Angststörungen, Depression, oppositionelles Verhalten, Aggressivität, Entwicklungsstörungen und besonders auch die begleitenden Körpersymptome in Betracht ziehen. Auch die psychosozialen Faktoren, wie etwa die Eltern-Kind-Beziehung, Partnerkonflikte in der Familie, Frustrationen in der Schule sind selbstverständlich miteinzubeziehen.
Die homöopathische Behandlung sollte zudem in ein multimodales Gesamtkonzept eingebettet sein. Dies schließt eine gründliche Vordiagnostik, verhaltenstherapeutische Maßnahmen, Elternschulungen, psychomotorisches Training, etc. mit ein.
Die folgenden Beispiele bewährter homöopathischer Arzneien in der ADHS-Therapie sollen Ihnen zeigen, wie vielschichtig und unterschiedlich die homöopathischen Arzneimittelbilder einzusetzen sind.
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22.07.2007, 01:23
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Homöopathische Behandlung von Warzen, Dellwarzen, Mollusca contagiosa, Hühneraugen
Bewährte Homöopathie (Therapiebegleitung)- Causticum:
das klassische und bekannteste Mittel bei harten u. verhornten Vulgärwarzen (s.o.) besonders im Hand- und Gesichtsbereich. Sie neigen zu Blutungen. - Thuja:
weiteres Hauptmittel bei großen, blumenkohlartigen Warzen, die jucken oder schmerzen. - Antimonium crudum:
bei starker Hornhaut-und Schwielenbildung, typisch bei den Dornwarzen an der Fußsohle. - Natrium sulfuricum:
bei fleischigen Dellwarzen, die zur Entzündung neigen. - Dulcamara:
großflächige, eher weiche Warzen, bei Kindern die zu kaltschweißigen Händen und Füßen neigen und durch Feuchtigkeit leicht erkranken.
Therapie der Warzen
Zur vorbeugenden Abwehr wie auch zur erfolgreichen Behandlung einer Warzeninfektion benötigen die Kinder vor allem eine Stärkung des Immunsystems, sowie eine optimale Blutzirkulation. - Verbessern Sie die Hautdurchblutung durch regelmäßige Bewegung, Wechselbäder, Wärmebekleidung etc.
- Zur Stärkung des Immunsystems empfehle ich eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, probiotische Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Symbioflor 1) über 10 Wochen und ein
- Homöopathisches Konstitutionsmittel (z.B. Calcium carbonicum, Graphites, Kalium carbonicum, Natrium muriaticum, Silicea, Sepia, Sulphur in C30 od. C200).
- Die Warze können Sie oberflächlich mit Chelidonium-Urtinktur (Schöllkraut) oder Thuja-Urtinktur bestreichen.
- Ein weiteres Prinzip besteht darin, die Hautschichten nach und nach aufzuweichen. Dazu können sie aufweichende Hornhautpflaster (z.B. Guttaplast), Warzenlacke (z.B. Verrumal, Salizylsäure), oder Warzensalben einsetzen.
- Wichtig ist es, die Pflasterverbände luftdicht und unter leichtem Druck auf die Warze zu kleben.
- Ebenso kann man eine kleine Plastikperle unter leichtem Druck über die Warze kleben, um ihr die Blutzufuhr zu verschlechtern. Achten Sie bei diesen Methoden auf eine ausreichende Durchblutung der Umgebung.
- Nach den ein- bis zweitägigen Warzen-Okklusionsverbänden wird die Warzenoberfläche in einem Wasserbad eingeweicht und die obersten Hautschichten mit einem Bimsstein, Hornhautfeile o.ä. abgetragen.
- Es folgt wieder das Bepinseln mit Chelidonium, Thuja oder konventionellen Warzenmitteln, der mehrtägige Pflasterverband, etc. ...
Die häusliche Behandlung dauert nicht selten 6 bis 10 Wochen. Sehr hartnäckige Warzen können durch eine Kälte- (Kryotherapie) oder Lasertherapie, ggf. auch operativ entfernt werden.
Warzen im Kindesalter
Warzen sind Virusinfektionen der Haut. Die Ansteckung geschieht durch direkten Körperkontakt, häufig in Schwimmbädern, Sporthallen, etc. - aber auch an Türgriffen oder Geländern, etc..
Warzen sind ansteckend. Werden bestehende Warzen aufgekratzt oder verletzt, so können in ihrer unmittelbaren Umgebung neue Warzen entstehen. Bei Kindern findet man Warzen ab dem vierten Lebensjahr, mit einer Häufung im Teenageralter.
Vulgärwarzen und ihre Entstehung
Die Warzenviren bezeichnet man medizinisch als humane Papillomviren (HPV). Im Kontakt mit der kindlichen Haut führen die Papillomviren zu einem vermehrten Wachstum von Hautzellen (Epidermis) und gefäßreichen Bindegewebszellen (Papillome). So entstehen die typischen 1 bis 5 mm großen gutartigen Hautknötchen besonders an den Händen (Vulgärwarzen) oder an den Füßen (Plantarwarzen). An ihrer Oberfläche erscheinen sie stark verhornt, als grau-gelbliches Gebilde. Darunter entdeckt man zahlreiche braunschwarze Punkte oder Streifen, die durch kleine Einblutungen oder kapilläre Gefäßverschlüsse entstanden sind. Diese Punkte sind der eindeutige Hinweis, dass es sich tatsächlich um Warzen - und nicht etwa um ein Hühnerauge (Clavus) oder einfache Hautschwielen handelt.
Sonderform Dellwarzen (Molluscen)
Besonders bei Vorschulkindern findet man diesen Warzentyp in Form von kleinen Bläschen auf der Haut. Der Bläscheninhalt ist ebenfalls hochansteckend. Werden sie aufgekratzt oder platzen sie, bilden sie meist mehrere neue Tochterbläschen. Sie können auch bakteriell infizieren.
Selbstheilungsrate der Warzen
Hautwarzen heilen häufig auch ohne therapeutische Maßnahmen und narbenfrei wieder ab. Allerdings heilen nur 30% der Warzen innerhalb von zwei Jahren von selbst.
Die Spontanheilung erfolgt häufig erst nach 2 bis 10 Jahren.
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22.07.2007, 01:24
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Homöopathie bei Übergewicht
Homöopathie
In der Behandlung der Übergewichtigkeit spielt nach meiner Erfahrung die Homöopathie keine grosse Rolle. Natürlich gibt es einige Konstitutionsmittel die im Falle von Übergewichtigkeit gegeben werden können. Konstitutionsmittel werden in der Potenz ab C30 (ggf. C200, LM) eingesetzt. Doch führt dies alleine - nach meiner Beobachtung - nicht zu einer wesentlichen und anhaltenden Gewichtsverbesserung. - Graphites gehört zu den Konstitutionsmitteln, die man bei der Fettleibigkeit von Gesicht und Stamm geben kann, wobei in diesem Fall die Glieder eher mager erscheinen. Graphites-Patienten neigen typischerweise zu hartnäckigen Hautausschlägen (Ekzeme, Neurodermitis), Verstopfungen, sowie eitrigen Hautinfektionen. Im Gemütsbereich gelten sie als eher träge und unentschlossen.
- Ein anderes klassisches Mittel bei Übergewicht ist Barium carbonicum. Diese Kinder sind auffallend langsam und träge, sie neigen zu wiederkehrenden Hals-Nasen-Ohren-Infekten.
- Calcium carbonicum-Kinder sind ebenfalls gut beleibt, pausbackig mit fülligen Lippen. Auch sie haben eine ausgeprägte Infektneigung im Kleinkindesalter. Ihr Gemüt ist sehr sonnig, ihre Entwicklungsschritte eher gemächlich, sie lieben Süßes und Eier. Auffallend ist auch die nächtliche Kopfschweisse.
Zunahme der Schwergewichte
In den Industrienationen ist Übergewicht im Kindesalter bereits ein häufiges Problem, leider mit weiterhin zunehmender Tendenz. Aktuell leidet in Deutschland jedes vierte bis fünfte Kind unter Fettsucht (Adipositas).
Ganzheitliches Erfolgskonzept
Für eine erfolgreiche Gewichts-Behandlung ist eine umfassende und langfristig angelegte Änderung der Lebensgewohnheiten entscheidend. Die Kernelemente sind eine bewusstere Ernährung, sowie einen besseres Bewegungsverhalten im Alltag. In Absprache mit dem behandelnden Kinderarzt müssen Fette und Kohlenhydrate (Zucker) eingeschränkt werden. Die Zeiten, an denen am Computer oder am Fernsehschirm gesessen wird, sollten limitiert werden und durch Sport und Bewegungsspiele ersetzt werden. Bei der Fahrt in die Schule oder zum Einkauf sollte das Fahrrad öfter mal das Auto ersetzen. Es geht also um eine langfristige und ernst gemeinte Umstellung der Lebensgewohnheiten. Große internationale Studien haben zudem gezeigt, dass langanhaltende Erfolge nur unter Mithilfe von psychologischer Unterstützung erreichbar waren.
Dahingegen sind rigorose Diäten heutzutage verpönt. Nach kurzfristigen Gewichtserfolgen erzielen sie nämlich durch den sog. Hunger-Effekt des Organismus längerfristig eher eine gegenteilige Wirkung.
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22.07.2007, 01:25
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Frage: Gibt es eine homöopathische Impfung?
Homöopathie und Impflehre
Es gibt keine homöopathische Impfung.
Pikanterweise gibt es Ähnlichkeiten geschichtlicher und modelltheoretischer Art. Vor über 200 Jahren, im Jahre 1796 führte Edward Jenner die erste Pockenimpfung durch. Im gleichen Jahr veröffentlichte Samuel Hahnemann erstmals das Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie. Beide Methoden arbeiten zudem mit Verdünnungen von potentiell krankmachenden Ursubstanzen. Und auch wenn sich beide Fachleute seinerzeit respektierten, wurden von Anfang an die gravierenden Unterschiede beider medizinischer Methoden ersichtlich.
Unterschiede: Homöopathie und Impfungen
Die Impfung arbeitet mit abgeschwächten Krankheits-erregern (heutzutage: gereinigte Antigene von Erregern). Die Regeln der Potenzierung, die Beachtung der Konstitution des Menschen und der genauen Symptomatik der Erkrankung sind hierbei irrelevant. Die Impfmethode beruht auf einer gezielten Aktivierung von Abwehrzellen gegen bestimmte Krankheitserreger mittels derer gereinigten Antigene.
 Das Grundgesetz der Homöopathie ist das Ähnlichkeitsprinzip. In kleinster Dosierung verabreicht, können die homöopatischen Arzneien ähnliche Krankheitssymptome heilen, wie sie sie in normaler Dosis selbst auslösen würden. Die Arzneistoffe werden dabei aus pflanzlichen, mineralischen oder auch tierischen Substanzen gewonnen. In der homöopathischen Behandlung ist es sehr wichtig, die Gesamtheit der Symptome und die Konstitution des Erkrankten zu kennen, um ein möglichst passendes homöopathisches Arzneimittel auswählen zu können. Homöopathie ist also immer eine individuelle Medizin, die die Kenntnis der Konstitution des Patienten und seiner genauen Krankheitssymptome voraussetzt.
 Innerhalb der Krankheitslehre der Homöopathie entwickelte sich auch die Methodik der Isopathie (nach C. Hering). Hierbei werden (ähnlich wie bei der Impfung) als Ausgangsmaterial für homöopathische Arzneien die Krankheitserreger selbst, aber auch Blut oder Körpersekrete, Impfstoffe oder Medikamente verwendet. Diese Substanzen werden nach den Gesetzen der Homöopathie potenziert. Sie werden zur besseren Unterscheidung auch Nosoden genannt.
 Der Einsatz von Nosoden hat sich in der Homöopathie sehr bewährt. Am bekanntesten sind die sogenannten Erbnosoden Psorinum, Luesinum, Medorrhinum, Tuberculinum, etc., Krankheitsnosoden wie Scarlatinum, die Impfstoffnosoden u.a. . Aber auch die Nosoden können nur nach Kenntnis der individuellen Konstitution und auf eine spezifische Symptomatik hin, erfolgreich verabreicht werden.
Bedeutung homöopathischer Impfstoff-Nosoden
Die Verabreichung von Impfstoff-Nosoden gilt als weltweit bewährtes Konzept zur Behandlung von aufgetretenen Impfreaktionen und Impffolgen. So können etwa die Nebenwirkungen einer Tetanusimpfung, durch die homöopathische Gabe eines potenzierten Tetanusimpfstoff beseitigt werden. Diese homöopathische Behandlung ist kein Impfvorgang, sondern die Therapie einer impfstoffbedingten Erkrankung.
Das Märchen von der homöopathischen Impfung
Nach der klassischen homöopathischen Lehre ist die Verabreichung von Arzneistoffen an gesunde Menschen nichts anderes als eine Arzneimittelprüfung. Als solche wird sie beim Gesunden in der Regel auch Symptome auslösen.
Eine homöopathische Behandlung ohne die therapeutische Berücksichtigung der Persönlichkeit des Patienten und seiner genauen Beschwerdesymptomatik gibt es nicht.
Die homöopathische Impfung gehört zu den unseriösen Entwicklungen in der Medizin. Es ist wohl der Versuch aus dem Bekanntheitsgrad der klassischen Homöopathie kommerziellen Nutzen zu ziehen. Eine Schutzwirkung homöopathischer Impfungen ist niemals festgestellt oder gar erforscht worden.
Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) rät dringend von der Anwendung homöopathischer Impfungen ab.
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06.12.2011, 18:39
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Hier eine weitere Quelle zur Thematik Homöopathie bei Kindern:
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