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  #1  
Alt 22.07.2007, 01:14
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evma evma ist offline
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Standard Bewährte Homöopathie bei Babys, Kindern und Jugendlichen

Magen- / Darminfekte

Bei akutem unstillbarem Erbrechen haben sich die Arzneimittel Ipecacuanha und Tartarus emeticus sehr bewährt. Charakteristische Indikation für Ipecacuanha ist eine Zunge ohne Belag. Ein klassisches Darminfektmittel, besonders nach zu reichlicher oder unbekömmlicher Mahlzeit ist Nux vomica. Der Patient verspürt besonders morgens drückende Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, seine Stimmung ist ausgesprochen gereizt. Die Zunge ist dick gelblich belegt.


Geht heftiges Erbrechen mit einem schweren, wässrigen Durchfall und zunehmendem Schwächegefühl einher, sind Arsenicum album und Veratrum album angezeigt. Das Kind leidet unter krampfartigen Leibschmerzen, hat durchaus Durstgefühl, erbricht aber alles sofort wieder. Okoubaka hilft bei Magenverstimmung mit Bauchkrämpfen und Durchfällen bei verdorbenen Speisen (milde Nahrungsmittelvergiftung).


Ein Sommer-Durchfallmittel ist Podophyllum. Oft durch Hitze oder Verkühlung ausgelöst, beobachtet man hier einen wässrig spritzenden und dabei übelriechenden Durchfall mit Bauchschmerzen und Erschöpfung. Auch bei Beschwerden durch die Dentitio mit entsprechender Durchfallsymptomatik kommt Podophyllum in Betracht. Hingegen werden die typischen säuerlichen Zahnungsdurchfälle der Säuglinge, begleitet von Bauchkoliken und Schreiattacken, mit Chamomilla therapiert.

Verletzungen und Wundbehandlungen

Das Erstmittel im Schreck- oder Schockzustand des Unfalles ist Aconitum napellus, für das untröstlich schreiende oder unruhige Kind.
Die Wunden sind lokal zu säubern (z.B. sterile isotone NaCl-Lösung), zu desinfizieren (z.B. Chlorhexidin-Lösung). Bei Schürfungen und Schleimhautverletzungen wird Calendula zur Schmerzlinderung und Unterstützung der Wundheilung verabreicht. Ein weiteres hervorragendes Mittel bei schmerzhaften, dunkelrot blutenden Wunden und Blutergüssen ist Hamamelis.Hypericum eignet sich bei stark schmerzenden Wunden an empfindlichen Körperstellen, wie auch bei Nervenverletzungen. Schnittwunden sind gut mit Staphisagria zu behandeln. Nadel-, Dornen-, oder leichte Bissverletzungen mit der typischen Trias Rötung, Schwellung und stechender Schmerz, werden mit Apis mellifica therapiert. Ein Hauptmittel zum Austreiben oberflächlicher Splitterverletzungen aller Art ist Silicea. Die effektivste Arznei bei frischen Hämatomen und stumpfen Traumata ist Arnica zur Minderung der Schwellungen. Wundinfektionen müssen von einem Facharzt behandelt werden. Aufgrund ihrer antiseptischen Eigenschaften werden Hepar sulfuris bei gelblich-rahmigem Eiter, Lachesis bei blau-lividen Wundverfärbungen, oder Mercurius solubilis bei Infektionen mit foetidem Wundgeruch zur Förderung der Wundheilung eingesetzt.
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  #2  
Alt 22.07.2007, 01:15
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Standard

Blutungen

Wirksame blutstillende Mittel bei heftigen hell-roten Blutungen sind Phosphorus (z.B. Nasenbluten) und Calendula (z.B. Zahnfleischblutungen).


Bei venösen (dunklen) Blutungen haben sich insbesondere Hamamelis und Lachesis bewährt. Besteht beim Kind ein akutes Nasenbluten werden Phosphorus und Hamamelis alternierend und in häufiger Wiederholungsgabe mit Erfolg eingesetzt.
Zerrungen


Das Erstmittel bei Muskelzerrungen, Verstauchungen oder Überlastungstendinosen (wie dem Tennisarm) ist Arnica, anfangs in stündlicher Gabe. Rhus toxicodendron ist bei allen schmerzhaften Verletzungen angezeigt, die sich bei Bewegung und durch wärmende Umschläge bessern.Treten hingegen bereits bei kleinster Bewegung stechende Gelenkschmerzen auf, so eignet sich in der Behandlung Bryonia alba. Ist das Gelenk rötlich geschwollen, mit einem Gefühl der Kälte, aber auch Erleichterung durch die Anwendung kalter Kompressen wird Ledum verabreicht.Bei Sportverletzungen mit starken, klar lokalisierbaren Gelenk- und Knochenschmerzen ist Ruta gravolens ein weiteres hervorragendes Heilmittel.
Natürlich darf im Falle zunehmender Gelenkschwellungen, anhaltend starker Schmerzen, und Bewegungseinschränkungen (z.B. Chassaignac) nicht gezögert werden, fachärztlichen Rat einzuholen.
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  #3  
Alt 22.07.2007, 01:16
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Standard Schnupfen, Rhinitis, Erkältung

Bewährte homöopathische Schnupfenbehandlung beim Kind

Homöopathische Schnupfenmittel beim Baby, Kind und Jugendlichen
Die Homöopathie bietet ein reiches Repertoire an wirksamen Schnupfenmitteln. Für die Wirksamkeit ist es entscheidend, die Arzneimitteleigenschaften möglichst genau dem aktuellen Krankheitsbild anzupassen. Nachfolgend eine Übersicht bewährter Schnupfenmittel.
  • Aconitum:
    ein wichtiges Anfangsmittel bei plötzlichem Erkältungsbeginn, ausgelöst durch kalten Wind. Die Nase ist verstopft, die Schleimhäute sind trocken. Es besteht ein ausgeprägter Niesreiz. Die Kinder sind ängstlich und unruhig. Es kann schlgartig zu hohem Fieber kommen.
  • Dulcamara:
    ein bewährtes Herbstmittel. Der Schnupfen beginnt mit dem Eintritt der kalten Witterung und besonders nach Durchnässung (Regenwetter). Die Nase ist meist stark verstopft, trocken oder es besteht ein gelb-weißlicher Fließschnupfen. Der Schnupfen bessert sich im warmen Zimmer und tritt in der kalten Luft im Freien wieder verstärkt auf.
  • Allium cepa:
    reichlich wässriger Fließschnupfen mit heftigem Niesreiz. Die Nase ist stark gerötet und sehr wund, dagegen nur eine milde Bindehautentzündung mit nichtreizendem Tränenfluss. Oft Heiserkeit und Husten einhergehend. Frische Luft bessert, dagegen Verschlechterung abends im warmen Zimmer.
  • Euphrasia:
    sehr ähnlich wie Allium cepa, aber brennende, wundmachende Bindehautentzündung der Augen, bei eher mildem wässrigen Nasensekret.
  • Luffa operculata:
    Stockschnupfen mit Borken und Krusten in der Nase. Druckgefühl im Bereich der Stirn mit Gefahr der Nasennebenhöhlenentzündung. Besserung an der frischen Luft, Verschlechterung in der trockenen Wohnung.
  • Arsenicum album:
    es besteht ein heftiger Schnupfen mit wässrigem scharfen Nasensekret. Nasenschleimhaut und Bindehäute sind stark gereizt mit brennendem Wundschmerz. Die Kinder sind schlank, kälteempfindlich und fröstelig. Verschlimmerung durch Regen und Kälte, besser im warmen Zimmer.
  • Pulsatilla:
    verstopfte Nase in der warmen Zimmerluft mit dickem milden, gelben Sekret. Besserung an der frischen Luft. Allgemein weinerliche, anhängliche Kinder mit häufigen Stimmungsschwankungen.
  • Nux vomica:
    lästiger Stockschnupfen in der Nacht, morgens typischerweise Niesanfälle, das Nasensekret verflüssigt sich. Tagsüber Wechsel von Fließschnupfen und verstopfter Nase. Verschlechterung in der kalten Luft mit stockendem Schnupfen, der sich im warmen Zimmer wieder verflüssigt. Die Kinder sind sehr empfindlich auf Zugluft, allgemein ungeduldig und leicht reizbar.
  • Kalium bichromicum:
    verstopfte Nase mit zähem fädenziehendem weißlichen Sekret. Sehr wichtiges Mittel bei länger anhaltendem Schnupfen mit Tubenkatarrhen, Mittelohrbeteiligungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen.
  • Sabadilla:
    starker, wässriger Fließschnupfen, häufig begleitet von Kopf- und Augenschmerzen. Typisch ist der heftige Niesreiz. Besserung durch warme Umschläge.
  • Hydrastis:
    länger anhaltender Fließschnupfen, entweder wässrig-reizend oder zäh, von gelb-grünlicher Farbe.
  • Sticta pulmonaria:
    trockener Schnupfen mit stark verstopfter Nase, Naseschneuzen bringt nichts. Typischerweise entwickelt sich die Erkältung von der Nase in die Bronchien hinein. Die Kinder bekommen nach einigen Tagen eine Bronchitis. Frische Luft bessert.
Dosierung:
Geben Sie das passende Mittel in der Potenz D12.

Zu Beginn der Symptome zweistündlich fünf Globuli, im weiteren Verlauf dreimal täglich fünf Globuli bis zur Besserung der Beschwerden.



Homöopathie bei Baby- u. Säuglingsschnupfen
  • Sambuccus nigra:
    bestes Mittel bei typischem Baby - und Säuglingsschnupfen. Die Babys schniefen und "schnorcheln", die Nase ist trocken verstopft. Das Baby hat daher Schlaf- und Trinkstörungen.
  • Zincum:
    weiteres bewährtes Schnupfenmittel bei Baby - und Säuglingsschnupfen mit verstopfter Nase, ggf. auch Husten, besonders nachts.
  • Ammonium carbonicum:
    Schnupfen bei dicklichen Kindern mit Erkältungsneigung. Scharfes, wässriges Nasensekret. Die Kinder entwickeln aber nachts und im Schlaf eine verstopfte Nase, die zu Luftnot führen kann.
  • Lycopodium:
    Fließschnupfen der Babys und Säuglinge mit ständigem Herausquellen von Schleim. Das Kind erwacht plötzlich aus tiefstem Schlaf. Daher auch tagsüber reizbar und schlecht gelaunt. Besserung nach Mitternacht und an der frischen Luft.
Dosierung:
wie oben.
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  #4  
Alt 22.07.2007, 01:17
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Tipps zur Schnupfenbehandlung beim Baby und Kind
  • Sorgen Sie für eine gute Durchblutung der Kinder, z.B. mit ansteigenden Fußbädern oder Wechselbädern.
  • Es ist entscheidend den Schleim in den Atemwegen möglichst feucht und damit flüssig zu halten. Hierbei helfen befeuchtende Nasensprays (z.B. Rhinodoron, Kamillosan Ocean, Rhinomer, etc.). Befeuchten Sie die Nase Ihres Kindes hiermit wenigstens zehnmal täglich. Inhalationen mit isotoner Kochsalzlösung (z.B. viermal täglich 10 Minuten) sind ebenfalls effektiv. Sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit bei höchstens 18-20 Grad Celsius Zimmertemperatur. Hilfreich ist auch ein hoher Flüssigkeitsanteil in der Ernährung Ihrer Kinder (Suppe, Kompott, Eintopf, Getränke, etc.)
  • Abschwellende Nasentropfen sollten nur im Notfall verwendet werden (Luftnot, Trinkschwäche oder Schlafstörungen bei stark verstopfter Nase). Sie haben nur einen kurzfristigen Effekt, erleichtern aber den Keimen das Vordringen in die Nasennebenhöhlen und das Mittelohr. Eine längere Anwendung schädigt zudem die Nasenschleimhaut.
Die Bedeutung des Schnupfens
Der Schnupfen ist ein natürlicher, außerordentlich wichtiger Reinigungs- und Abwehrmechanismus unseres Körpers. Greifen die Erkältungserreger unsere Schleimhäute an, benötigt das Kind eine gute Kreislaufdurchblutung, damit vermehrt Abwehrzellen an die Oberfläche der Atemwege einströmen können. Gleichzeitig schwellen die Nasenschleimhäute an, um ein weiteres Vordringen der Krankheitskeime zu verhindern. Die Schleimproduktion wird erhöht, um eine schützende Schleimschicht auszubilden und einen Abtransport von Krankheitserregern und Entzündungsprodukten zu ermöglichen. Dieser Schutzmechanismus sollte therapeutisch tunlichst nicht unterdrückt werden. Das reifende Abwehrsystem unserer Kinder muss in seinem Selbstreinigungsmechanismus unterstützt werden.


Schnupfen beim Baby, Säugling und Kind
Der Schnupfen (die akute Rhinitis) ist die häufigste Infektion beim Kind und Jugendlichen (beim Kleinkind bis zu zehnmal pro Jahr). Er wird überwiegend durch Viren hervorgerufen, die vorwiegend in der kalten Jahreszeit durch Tröpfchen in der Atemluft übertragen werden. Wir beobachten drei Schnupfenstadien im Kindes- und Jugendalter:
  • ein trockenes Vorstadium mit Niesreiz, Schleimhautbrennen, Wundgefühl der Nase und allgemeiner Mattigkeit
  • das katarrhalische Stadium, gekennzeichnet durch einen wässrigen Fließschnupfen, verstopfter geröteter Nase, eingeschränktem Geruchsvermögen, ggf. Augentränen
  • das schleimig-eitrige Stadium mit eingedicktem gelblichen (oder grünlichen) Nasensekret.
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  #5  
Alt 22.07.2007, 01:17
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Homöopathische Behandlung der Sinusitis im Kindesalter

Bewährte Homöopathie
  • Cinnabaris: Hauptmittel bei akuten und chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen. Völlegefühl und drückende Schmerzen an der Nasenwurzel, besonders beim Bücken. Teilweise stechende Nervenschmerzen.
  • Kalium bichromicum: wertvoll bei dickem, gelbem, fädenziehenden Sekret.
  • Hydrastis canadensis: ähnliche Symptome wie Kalium, aber Sekret bereits beginnend blutig.
  • Mercurius solubilis: eitriges, grünliches Sekret, dick belegte Zunge mit Zahneindrücken, Speichelfluss und nächtliches Schwitzen.
  • Hepar sulfuris: schmerzhafte, berührungsempfindliche Sinusitis mit gelber stinkender Rrotznase. Die Kinder sind sehr kälteempfindlich, besonders bei unbedecktem Kopf.
  • Medorrhinum: Chronische Sinusitis mit zähem, grünen Sekret, häufig ausgelöst durch nasskaltes Wetter.
  • Silicea: Hauptmittel gegen chronische Nasennebenhöhlenentzündungen bei zierlichen, leicht fröstelnden und häufig erkälteten Kindern.
  • Thuja: ebenfalls wertvolle Arznei bei wiederkehrenden und Sinusitiden mit Neigung zu gelben oder grünen Nasensekreten.
Stabilisierung der Schleimhautfunktion
Können hingegen keine zugrundeliegenden Organerkrankungen festgestellt werden, so ist von einer unzureichenden Körperabwehr auszugehen. Im Normalfalle besitzen die Schleimhäute unseres Körpers eine Vielzahl von Funktionen, die die Anhaftung und Vermehrung von Keimen behindern. Eine wichtige Basismaßnahme zur Wiederherstellung einer gesunden Schleimhautfunktion ist die längerfristige Zufuhr von reichlich Feuchtigkeit. Dazu sollten Sie häufige physiologische Meerwasser-Nasenspülungen, oder 0,9%-Kochsalzinhalationen einsetzen. An pflanzlichen Inhalationszusätzen haben sich im Kindesalter Kamille, Holunderblüten oder auch Thymiankraut bewährt. Besonders intensiv wirkt ein Kamille-Kopfdampfbad, das Sie zweimal täglich anwenden können.

Als befeuchtende Nasensprays sind bei Kindern Rhinodoron (isotone Mischung aus Natrium- u. Kaliumchlorid u. Aloe Vera) und Euphorbium comp. Heel effektiv.



Unterstützende Maßnahmen
  • Sorgen Sie für eine gute Durchblutung der Füße. Wechselbäder oder eine Biosauna stärken den Kreislauf. Von dieser verbesserten Durchblutung profitieren auch die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen.
  • Einreibungen mit Johanniskrautöl anfangs an den Füßen, später auch ansteigend, fördern ebenfalls die Durchblutung und damit die lokale Abwehr.
  • Meiden Sie Chlorwasser.
Immuntraining
  • Sorgen Sie für ausreichend Schlaf, vitaminreiche Kost und gehen Sie mit Ihren Kindern regelmäßig an die frische Luft.
  • Durch die vorbeugende Einnahme von zerkleinerten Bakterienhüllen (sog. Bakterienlysate), wie z. B. Bronchovaxom oder Luivac können Sie die Abwehrleistung der kindlichen Atemwege wirksam steigern.
  • Eine wertvolle Unterstützung ist auch die Gabe von Probiotika (z. B. Symbioflor 1) oder Autovaccinen.
  • In Einzelfällen kann man bei Kindern eine immunmodulierende Wirkung der Umckaloabo-Tropfen, (aus der südafrikanischen Pflanze Pelargonium sidoides) feststellen.
Die Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist im Kleinkindesalter selten, da sich die Keilbeinhöhlen und die Stirnhöhlen erst zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr voll ausbilden. Eine Ausbreitung der bakteriellen Entzündung auf das Bindegewebe des Augapfels (Orbitalphlegmone) ist hingegen eine gefährliche, unter Umständen lebensbedrohliche Komplikation, die eine antibiotische Behandlung erforderlich macht. An ursächlichen Erregern finden wir in der Regel den Hämophilus influenzae, Staphylokokken oder Pneumokokken.


Diagnostik
In jedem Falle sollten bei wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündungen zugrunde liegende Erkrankungen wie die Mukoviszidose (CF), hypertrophe Adenoide, Immundefekte, allergische Erkrankungen, Erkrankungen der Schleimhaut (Ziliendefekte) und Entzündungen der Zahnwurzeln ausgeschlossen werden. Eine Ultraschall- und Laboruntersuchung, sowie - in schwierigen Fällen - eine Computertomographie können wichtige zusätzliche Informationen erbringen.



Fazit
Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitiden) sind im Kindesalter oft langwierige Infektionen, die nicht selten gravierende Komplikationen mit sich bringen können. Die dargestellten Maßnahmen zur Immunkräftigung sollen ihnen eine kursorische Übersicht vermitteln. Eine sichere Behandlung erfordert ärztliche Begleitung.

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  #6  
Alt 22.07.2007, 01:18
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Homöopathie bei Pseudo-Krupp

Bewährte Akuttherapie
Tatsächlich lässt sich der Infekt-Krupp (im Volksmund: Pseudokrupp) homöopathisch gut behandeln. Im Akutfalle, also bei plötzlich eintretendem bellendem Husten mit beginnender Kurzatmigkeit hat sich folgende Standardmedikation bestens bewährt:
  1. Geben Sie einmalig 5 Globuli Aconitum C200.
  2. Anschl. geben Sie jeweils 5 Globuli Hepar sulfuris C30
  3. und 5 Globuli Spongia marina tosta C30 (jeweils in ein kleines Glas Wasser).
Die Globuli bitte gut umrühren und alle 5 Minuten einen Schluck davon im Mund zergehen lassen. Wiederholen Sie die Medikation (in immer größer werdenden Abständen) so lange, wie die Hustenanfälle anhalten und Ihr Kind keinen Schlaf findet.


Auswahl der Globuli beim Infektkrupp
Meist bleibt es nicht bei einem einzigen Krupphusten-Anfall. Die bellenden Hustenattacken ziehen sich meist über mehrere Nächte hinweg. Die Neigung Infekt-Krupp zu erkranken bleibt dann in der Regel bis zum frühen Schulalter bestehen. Auch hier kann eine sorgsam ausgewählte homöopathische Behandlung für Abhilfe sorgen. Dabei sind die Arzneimittel der genauen Krankheitssituation und der kindlichen Konstitution anzupassen. Nachfolgend eine Kurzcharakteristik wichtiger Arzneien gegen den Krupphusten. In der Vor- und Nachbehandlung geben Sie einmal täglich 5 Globuli in der Potenz C30.
  • Aconitum napellus C30: Klassisches Erstmittel, besonders bei Kälteeinbruch und Wind (im Herbst und Winter). Plötzliches Eintreten eines trockenen, heißeren Husten. Das Kind reagiert sehr ängstlich und unruhig.
  • Spongia marina tosta C30: typisches Zweitmittel im Anfall (s.o.), Hustenbeginn um Mitternacht herum, häufig bei trockenem kalten Wetter (besser bei feuchtem Wetter), Husten hohl, hart, metallisch-bellend, Erstickungsgefühl, warmes Getränk bessert.
  • Hepar sulfuris C30: Hustenanfälle in den frühen Morgenstunden, Husten eher rasselnd, Atemnot während Hustenanfall, Kind reizbar, schlecht gelaunt, im allgemeinen leicht erkältlich.
  • Bromum: C30: besonders im Sommer, nach Überhitzung, Schmerzen in Brust oder Kehlkopfbereich, lautes Schleimrasseln.
  • Konstitutionstherapie: bei deutlicher Anfälligkeit zu kruppartigen Hustenattacken, sollte der Organismus in einer beschwerdefreien Episode mit einer konstitutionellen Arznei stabilisiert werden. Typische Vertreter: Sulfur, Phosphorus.
Wichtige Begleitmaßnahmen
  • Bringen Sie Ihr Kind in eine sitzende Position.
  • Strahlen Sie Ruhe und Zuversicht aus, Ängstlichkeit verschlechtert den Krankheitszustand.
  • Sorgen Sie für frische, kühle Luft, setzen Sie sich beispielsweise mit Ihrem Kind auf den Balkon oder vor den Kühlschrank.
  • Vermeiden Sie sorgsam jeglichen Tabakrauch in der gesamten Wohnung.
  • Sorgen Sie für feuchte Luft, z. B. durch feuchte Tücher (Wäsche etc.), Wasserschalen mit verdampfendem Wasser, dem feuchten Nebel einer heißen Dusche, Inhalationsgeräten, etc. .
  • Im Notfall: Prednisolon-Zäpfchen 100 mg (z. B. Klismacort, Rektodelt), Epinephrin-Inhalation (z. B. Infectokrupp).
Sofortiger Arztkontakt
  • wenn die Beschwerden nicht innerhalb einer Stunde nachlassen,
  • wenn Atemnot und Unruhe zunehmen,
  • wenn eine Schluckstörung vorliegt, z. B. bei Speichelfluss aus dem Mund,
  • wenn das Fieber über 39 Grad steigt.
Kuren oder Wohnortwechsel
Lufterholungskuren mit längerfristigen Erfolgen sind ab dem 5. oder 6. Lebensjahr zu empfehlen. Allerdings habe ich nicht selten nach Wohnortwechseln erstaunliche "Spontanheilungen" erlebt.
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  #7  
Alt 22.07.2007, 01:19
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Homöopathie bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen im Kindesalter

Homöopathie
Bei chronischen und wiederkehrenden Erkrankungen sollte man grundsätzlich ein homöopathisches Konstitutionsmittel verabreichen. Seine Auswahl ergibt sich aus der Gesamtheit aller individuellen Symptome. Daher ist eine gründliche homöopathische Fallaufnahme (Konstitutionstherapie) in dieser Situation eigentlich unverzichtbar.
  • Zur Ausleitung der antibiotischen Therapie behandle ich mit Sulfur D12, 3x5 Globuli täglich, über 14 Tage gegeben.
Die krankheitsanfälligen Harnwege können Sie danach mit einer homöopathischen Kur meines Lehrers Prof. Matthias Dorcsi stabilisieren:
  • <LI class=newclass>Berberis D12, 3x5 Globuli täglich, über 4 Wochen, anschließend
    <LI class=newclass>Solidago D12, 3x5 Globuli täglich, über 4 Wochen, anschließend
  • Causticum D12, 3x5 Globuli täglich, über 4 Wochen.
Folgende homöopathische Arzneien haben sich beim wiederkehrenden Blasenkatarrh und den Harnwegsinfekten bewährt:
  • <LI class=newclass>Dulcamara D12: Blasenentzündung typischerweise nach Durchnässung oder Unterkühlung des Unterleibs, sehr häufiger Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen, unwillkürliches Einnässen (Enuresis) während des Infektes und Erkältlichkeit des Kindes.
    <LI class=newclass>Cantharis D12: anhaltend brennender Schmerz an der Hanrröhre, der Urin ist scharf und trübe und wird nur tröpfchenweise entleert.
    <LI class=newclass>Sarsaparilla D12: ursächliche Unterkühlung, extreme Schmerzen am Ende des Wasserlassens.
    <LI class=newclass>Mercurius corrosivus D12: fieberhafte Nierenentzündung mit starkem krampfartigen Harndrang. Übelriechende Schweißbildung beim Wasserlassen.
  • Pulsatilla D12: weinerliche, launische Kinder, neigen zu kalten Füßen und erkranken leicht durch Nässe und Kälte. Plötzlicher schmerzhafter Harndrang, ständig wechselnde Symptomatik.
Immunstärkung
Die wiederholte Gabe von Antibiotika kann die Bereitschaft zur Neuinfektionen nicht verhindern. Sie fördert sogar die Möglichkeit der Resistenzentwicklung der Erreger.
  • <LI class=newclass>Zunächst sollte ihre Tochter viel trinken, ggf. auch unter Verwendung spezieller Blasentees zum Beispiel mit Birken-, Goldruten- oder Schachtelhalmblättern.
    <LI class=newclass>Wichtig ist es die Füße und den Unterleib warm zu halten, um eine beständige Durchblutung der Genitalregion zu gewährleisten.
    <LI class=newclass>Wichtig ist es auch den Urin anzusäuren, um das Wachstum der Keime zu hemmen. Dabei hat sich Preiselbeersaft sehr bewährt.
    <LI class=newclass>Eine sinnvolle Trainingsmaßnahmen des Immunsystems besteht in einer Regulationsbehandlung der Mikroflora des Magen-/ Darmtraktes. Die besten Erfolge werden sie hierbei mit einer Autovaccinebehandlung erzielen.
  • Sie können das Immunsystem des Harntraktes auch durch die Gabe von Urovaxom, einem Konzentrat abgetöteter (E.coli-) Erregerbestandteile wirksam stärken.
Genitalhygiene
In der Praxis stelle ich häufig fest, dass die Tipps für eine konsequente Genitalgygiene entscheidend zur Vorbeugung weiterer Harnwegsinfektionen sind. Häufig bildet sich in der Scheide junger Mädchen ein kleiner Urin-See, der sich aufgrund des Jungfernhäutchens nur schlecht nach außen entleeren kann. Verweilen kleine Mengen von Urin mehrere Stunden in der Scheide, so werden sie bakteriell zu Ammoniak umgebaut, der diesen stechenden fischartigen Geruch erzeugt. Ammoniak reizt die Schleimhäute der Genitalregion, was zu einer erheblichen Störung der regionalen Abwehrkräfte führt. Ihre Tochter sollte sich auf der Toilette unbedingt nach vorne beugen (Rennfahrerhocke). Sie könnten ihr beispielsweise ein Bilderbuch vor die Füße legen. Somit können Sie verhindern, dass sich während des Wasserlassens die Scheide mit Urin füllt. Wichtig ist auch am Ende des Wasserlassens die Scheide äußerlich mit einem trockenen weichen Papier abzutupfen. Feuchte Unterhosen sollten regelmäßig gewechselt werden, um eine weitere Schwächung der lokalen Immunabwehr zu vermeiden.

Harnwegsinfekte im Kindesalter
Entzündungen der Blase und der Harnwege sind häufige bakterielle Infektionen im Kindesalter. 5% der Mädchen machen bis zur Pubertät mindestens einen Harnwegsinfekt durch. Bakterielle Entzündungen des Harntraktes werden aufgrund ihrer unspezifischen Symptomatik im Kleinkindesalter leicht übersehen. Sie führen nicht selten zu folgenreichen Zerstörungen und Vernarbungen des Nierengewebes. Ihre Behandlung erfordert grundsätzlich kinderfachärztliche Erfahrung. Der häufigste Infektionsmechanismus erfolgt über Stuhlkeime. Daher ist es wichtig eine volle Stuhlwindel rasch zu entfernen und die Windelregion bei Mädchen grundsätzlich von der Scheide aus in Richtung Darmausgang zu reinigen.

Wiederkehrende HWI - Ursachenklärung
Eine ständig wiederkehrende Harnwegsinfektion lässt einen noch nicht ursächlich behandelten Teufelskreis vermuten. Es sollte eine eingehende Diagnostik erfolgen, um zunächst wichtige Fragen zu klären.
  • <LI class=newclass>Welche Keime wurden in den Urinkulturen der bisherigen Harnwegsinfektionen festgestellt? <LI class=newclass>Wurden sie durch die Antibiotika nachweislich wirksam bekämpft? <LI class=newclass>Liegen etwa Erregerresistenzen vor? <LI class=newclass>Wurde eine Erkrankung des Immunsystems ausgeschlossen?
  • Liegen Harntransportstörungen vor, wie etwa der Vesico-urethrale-Reflux (VUR), Harnröhrenklappen, eine Harnröhrenverengung, eine Reflexblase oder Missbildungen im Harntrakt?
Diagnostik
Im Normalfalle werden die über die Scheide eindringenden Bakterien durch den Harnfluss wieder nach außen gespült. Abflussstörungen der Harnwege begünstigen wiederkehrende Infektionen, da hierbei die Keime ungewöhnlich lange in den Harnwegen verweilen und sich entsprechend vermehren können. Ursachen für derartige Harntransportstörungen können der Vesico-urethrale-Reflux (VUR), Harnröhrenklappen, eine Harnröhrenverengung, eine Reflexblase oder Missbildungen im Harntrakt sein. Außerdem ist die Oberfläche der ableitenden Harnwege (Urothel) normalerweise fähig, die Anhaftung und das Wachstum von Bakterien zu verhindern. Im Falle der wiederkehrenden Blasenentzündungen müssen Erkrankungen des Immunsystems ausgeschlossen werden.

Abschließend sei noch einmal erwähnt, dass diese kurze Auflistung keineswegs erschöpfend ist. Die Wahl und die Begleitung der richtigen Therapie sollte in die Hand erfahrener Mediziner gegeben werden.
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  #8  
Alt 22.07.2007, 01:20
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Frage: Wachstumsschmerzen bei Kindern und Jugendlichen

Therapie der Wachstumsschmerzen
Versuchen Sie Ihr Kind zu beruhigen, die Schmerzstelle liebevoll zu massieren (z. B. mit 5% Johanniskrautöl).
Homöopathisch haben sich Calcium phosphoricum und Manganum bewährt. Man gebe
Calcium phosphoricum D12 1 x 5 Globuli morgens,
Manganum metallicum D12 1 x 5 Globuli abends,
für vier Wochen.

Bei stärkeren Schmerzen kann Paracetamol (10 bis 15 mg/kg) (als Saft oder Zäpfchen) sicher und ausreichend wirken. Ich ziehe auch Paracetamol (Benuron) aufgrund der deutlich geringeren Nebenwirkungen dem Ibuprofen (Nurofen) vor.


Wachstumsschmerzen
Man schätzt, dass 30% aller Vorschul- und Schulkinder gelegentlich davon betroffen sind. Bei diesem Schmerzphänomen finden sich keinerlei Veränderungen an den Knochen, Gelenken oder in Labortests. Die Ursache ist bis heute unerforscht. Die Medizin hat dieses Phänomen als Wachstumsschmerzen bezeichnet.

Typische Anzeichen für Wachstumsschmerzen
  • Tritt üblicherweise im Kleinkindesalter, manchmal bis in die Pubertät hinein auf.
  • Auftreten am Abend oder nachts, häufig nach ausgiebiger Bewegung untertags, niemals aber während der körperlichen Belastung selbst.
  • Der Schmerz ist nicht exakt lokalisierbar, betrifft hauptsächlich die langen Röhrenknochen (Unter- oder Oberschenkel), selten die Gelenke.
  • Der Schmerz wandert, oder wechselt die Seiten.
  • Die Schmerzen lassen sich durch Paracetamol (Benuron) beseitigen.
  • Die Schmerzdauer schwankt zwischen wenigen Minuten und einer Stunde.
  • Am nächsten Morgen keinerlei Beschwerden mehr.
Weitere Ursachen von Knochenschmerzen
Wichtig ist, diese harmlosen, wenn auch störenden Schmerzen von gefährlichen Krankheiten des Skelettsystems zu unterscheiden. Sollten die Beschwerden nach 2 - 3 Wochen nicht verschwinden, oder die oben genannte Schmerzcharakteristik nicht sicher zutreffen, ist zuallererst kinderfachärztlicher Rat einzuholen. Es gibt im Kindesalter ernste Erkrankungen im Skelettbereich, die bei Nichtvorliegen von Wachstumsschmerzen unverzüglich erkannt und behandelt werden müssen. Die wichtigsten Abgrenzungen sind:
  • Kindliches Rheuma (Juvenile rheumatoide Arthritis)
    Hier findet sich häufig ein schleichender Beginn, besonders morgens steife Gelenke, oder sogenannte Anlaufschwierigkeiten. Schmerzen besonders im Gelenkbereich, Schwellungen oder Überwärmungen möglich. Anfangs ist oft nur eines oder wenige der großen Gelenke betroffen (Fuß, Knie, Hand, Ellbogen).
    Häufig unbemerkte Miterkrankung der Augen
  • Knochentumor, Leukämien
    Bei Knochentumoren und Blutkrebs zeigt sich der Schmerz eher bei Belastung und ist in der Regel gut lokalisierbar.
    Typisch sind die Allgemeinzeichen, wie allgemeine Leistungsminderung, Müdigkeit, Blässe, Appetitmangel, unklare Fieberschübe, Lymphknotenschwellungen, blaue Flecken oder Einblutungen.
  • Borreliose
    Eine unbehandelte Borreliose-Erkrankung nach unbemerktem Zeckenbiss kann nach einigen Monaten zu Gelenkschmerzen führen. Dies sollte durch eine Blutuntersuchung ausgeschlossen werden.
  • Knochenbrüche
    Wegen der hohen Elastizität der Kinderknochen, können Knochenbrüche nach Stürzen oder Verletzungen auch einmal unbemerkt stattfinden (Grünholzfraktur). Bei plötzlichem Schmerzeintritt, der sich am Folgetag und unter Belastung noch verstärkt, sollte eine Röntgenuntersuchung vorgenommen werden.
  • Coxitis fugax
    Der sogenannte Hüftschnupfen und andere infektbedingte Gelenkschmerzen sind ebenfalls häufige Phänomene im Kleinkindes- und Kindesalter.
Fazit
Die Diagnostik und Behandlung von Knochenschmerzen in Kleinkindesalter durchaus anspruchsvoll und erfordert Erfahrung, zumal die kleinen Patienten hinsichtlich der Schmerzstärke und dem Schmerzort nur selten sichere Hinweise geben können.
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Alt 22.07.2007, 01:21
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Bewährte Trauma-Mittel
  • Aconitum napellus ist das klassische Erstmittel bei schweren panikartigen Angstattacken. Die Patienten befinden sich in größter Unruhe und Erregung, empfinden Herzklopfen und berichten nicht selten über Todesangst. Ursächlich findet sich meist ein seelisches Schockerlebnis, z. B. ein Unfall, oder ein psychisches Trauma.
  • Arnica montana ist ebenfalls ein bewährtes Mittel nach Schockerlebnissen von Unfällen oder Verletzungen. Typisch für diese Kinder ist, dass sie sich die Ängste nicht anmerken lassen, aber dadurch auffallen, dass sie nicht darüber sprechen und auch nicht zum Troste mit Mama oder Papa kuscheln wollen.
  • Argentum nitricum zeichnet sich durch viele unbegründete Ängste (Phobien) aus. So ist es unter anderem auch ein großes Mittel bei Prüfungsängsten und Lampenfieber.
Konstitutionelle Angst-Mittel

Bei der Behandlung von ängstlichen Charakteren kennen wir Homöopathen eine Vielzahl von konstitutionellen Arzneien.
  • Phosphorus-Kinder sind sehr lebhaft, kontaktfreudig und offen. Sie sind hochsensibel und lieben das (Schau-)Spiel. Auf der anderen Seite sind sie oft angstgeplagt, fürchten Gewitter und Stürme, Dunkelheit und Geister, das Alleinsein genauso wie ihre Krankheiten.
  • Ignatia ist eine wichtige Arznei bei unverarbeiteten Ängsten, und tiefergehenden Enttäuschungen. Die Kinder sind sensibel veranlagt, leicht erregbar, oder neigen zu hysterischen Reaktionen.
  • Eine der Hauptursachen kindlicher Ängste ist meines Erachtens das häufig noch gering entwickelte Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Als klassische Konstitutionsmittel eignen sich hierbei Lycopodium, Pulsatilla pratensis, Stramonium, Causticum, Silicea, Gelsemium, Arsenicum album und einige andere.
Besteht anlagebedingt ein ängstliches Gemüt, so können sich bei seelisch belastenden Ereignissen und ungünstigen Begleitumständen wirklich krankhafte Angststörungen ergeben. Versuchen Sie Ihrem Kind durch einen liebenden, verständnisvollen Umgang, Urvertrauen zu vermitteln und durch gemeinsame spielerische Beschäftigung mit den Angstthemen die Furcht zu nehmen.


Die Angst-Funktion
Ängste sind im allgemeinen ein natürlicher Schutzmechanismus, der uns vor Gefahren warnt, damit wir uns durch rechtzeitige Abwehrmaßnahmen oder durch Flucht schützen können. In dem geschilderten Fall bin ich nicht sicher, ob es sich wirklich um panische Ängste, oder um die alterstypischen Machtkämpfe und Trotzreaktionen handelt. Versuchen Sie in einer ruhigen entspannten Atmosphäre mit ihrem Kind darüber ins Gespräch zu kommen. Sie könnten beispielsweise über Rollenspiele ein ängstliches Tier darstellen, wie es von den anderen Tieren wieder beruhigt und beschützt wird. Backen sie zuhause mit Ihrem Kind einen Sandkuchen, spielen Sie mit Booten oder Fischen in einem Waschzuber mit Wasser und versuchen Sie so Ihrem Kind Gelassenheit und Selbstvertrauen im Umgang mit diesen Materialien zu vermitteln. In jedem Fall bitte ich Sie die Situation sehr ernst zu nehmen und möglichst gründlich mit einem kinderärztlich und psychologisch versierten Fachmann zu besprechen.

Therapieansätze der Homöopathie
Homöopathisch würde ich grundsätzlich zwei unterschiedliche Therapieansätze unterscheiden. Zum einen kennen wir bewährte Arzneimittel, die nach angstauslösenden Erlebnissen und seelischen Traumen helfen. Zum anderen gibt es wertvolle homöopathische Konstitutionsmittel, die bei einer ängstlichen Grundpersönlichkeit - im Zusammenhang mit einer Gesamtanalyse aller bestehenden Charaktereigenschaften verabreicht werden.

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Alt 22.07.2007, 01:21
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Homöopathie bei Schlafstörungen

Bewährte Globuli bei kindlichen Schlafstörungen
  • Arsenicum album:
    ängstliches, gereiztes Kind, hat Furcht beim ins Bett gehen. Schlafstörungen besonders zwischen Mitternacht und 3:00 Uhr durch Träume, Ängste, Unruhe, Zähneknirschen, etc. Verlangt nach der Nähe der Eltern.
  • Coffea:
    Kind findet nicht zur Ruhe, z. B. wenn das Erlernte am Abend noch im Kopf umher geht. Mischung aus Übermüdung und Munterkeit, kann die Gedanken nicht abschalten.
  • Cypripedium pubescens:
    bewährt bei anhaltender Tag-Nacht-Rhytmusstörung. Das Kind macht die Nacht zum Tage, möchte mitten in der Nacht spielen, singen, etc.
  • Nux vomica: reizbare Kinder, neigen zu Zornausbrüchen. Weinen und Sprechen im Schlaf, Erwachen häufig zwischen 2:00 und 4:00 Uhr Schlafstörungen durch Sorgen oder Ärger. Träumen häufig von Schulproblemen, Streitereien, etc.
  • Pulsatilla: spätes, schwieriges Einschlafen, langes Ausschlafen morgens. Pulsatilla-Kinder sind anhänglich-ängstlich und gefühlvoll, daher Trennungsängste beim Zubettgehen, Bedürfnis nach Geborgenheit in der Nacht, Kinder sprechen oder weinen im Schlaf.
  • Sulfur: umtriebige, durchsetzungsfähige Kinder, sie sind abends munter (Nachtmenschen), haben ein geringes Schlafbedürfnis. Häufiges Erwachen nach Mitternacht, Hitzegefühl, deckt sich gerne ab, besonders an den Füßen oder schläft nackt.
  • Valeriana: ruheloser Schlaf, sehr geräuschempfindlich, in den frühen Morgenstunden hellwach.
  • Zincum: reizbares Kind, Einschlafzuckungen, Kopfrollen, unruhiger Schlaf mit plötzlichem Auffahren, Unruhe der Füße, Zähneknirschen.
Dies also ein kleiner Ausschnitt bewährter homöopathischer Arzneien bei Schlafstörungen im Säuglings-, Baby- und Kleinkindesalter. Infrage kommen auch Aconitum, Belladonna, Bryonia, Calcium carbonicum, Chamomilla, Hyoscyamus, Jalapa, Kalium carbonicum, Lycopodium, Magnesium carbonicum, Phosphorus, Staphisagria, Stramonium, Syphillinum, u.a.


Homöopathie bei Schlafstörungen im Kindesalter?
Homöopathie ist zur Behandlung kindlicher Schlafstörungen nur im Rahmen einer ganzheitlichen Gesamtbehandlung sinnvoll. Zunächst sollten die Ursachen und Auslöser der Schlafstörungen mit Experten analysiert und behandelt werden. Bei der Auswahl homöopathischer Globuli sollte das Kind möglichst in der Gesamtheit seiner Symptome und seiner Konstitution berücksichtigt werden. Insofern ist die folgende Auflistung bewährter Globuli bei Schlafstörungen nur nach einer Konsultation von Fachleuten sinnvoll einzusetzen.

Die Schlafstörungen der Kinder
Schlafstörungen sind im Säuglings-, Baby- und Kleinkindesalter sehr verbreitet. Zum einen dauert es Monate bis Kleinkinder einen sogenannten Tag-/Nacht-Rhythmus lernen. Zum anderen besteht in diesem Alter noch ein natürliches Bedürfnis, die Nähe der Eltern zu ihrem Schutz und Trost spüren zu wollen. Schließlich vollzieht sich der Schlaf in einer rhythmischen Abfolge unterschiedlicher Schlafstadien. Dabei kommt es episodisch wiederkehrend zu völlig normalen Leichtschlaf- und Unruhephasen. Das Kind muss lernen, sich hierbei wieder selbst zu beruhigen. Das kindliche Gehirn verarbeitet im Schlaf die Erlebnisse des vorangegangenen Tages oder reflektiert noch nicht überwundene Trennungsängste, bei einer altersbedingt noch fehlenden Bindungssicherheit.

Erklärungen und praktische Tipps zur Entwicklung eines natürlichen Schlafverhaltens im Kindesalter finden Sie auf dieser Homepage unter: Schlafstörung
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