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Alt 18.04.2006, 08:41
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Mary Mary ist offline
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Registriert seit: 28.03.2005
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Beiträge: 10.994
Standard Hirnregion für mathematische Denkprozesse gefunden

12.04.2006 - Hirnforschung
Wo die Mathematik ihre Wurzeln hat

Forscher finden im Gehirn eine Region, die von Anfang an für das Verständnis mathematischer Zusammenhänge zuständig ist

Vier Jahre alte Kinder strengen bei ersten Zahlentests schon die gleichen Gehirnareale an, mit denen auch Erwachsene mathematische Aufgaben lösen. Das haben amerikanische Hirnforscher herausgefunden. Mit einem Magnetresonanztomographen konnten sie verfolgen, wie sich bei der Entwicklung des mathematischen Verständnisses das Gehirn verschaltet.

Die Forscher um Jessica Cantlon zeichneten die Gehirnaktivitäten von acht Kindern und zwölf Erwachsenen beim Betrachten verschieden großer Objektmengen auf. So spielten sie beispielsweise 32 Kreise auf einem Bildschirm ein, gefolgt von einer Menge von 64 Kreisen. Dabei erkannten sie sowohl bei den Erwachsenen also auch bei den Vierjährigen bestimmte Aktivitätsmuster in einem Areal des rechten Stirnlappens. Erste mathematische Fähigkeiten zum Begreifen von Mengen und Zahlen bilden sich in dieser Region aus, schließen die Forscher daraus. Die gleiche Region ist auch aktiv, wenn Erwachsene schwierige Aufgaben lösen.

Die Forscher zeigten den Probanden auch anders geformte Objekte wie etwa Dreiecke. Dadurch konnten sie ausschließen, dass das Gehirn in der aktivierten Region beispielsweise die Objektform auswertet und nicht die Objektmenge. Die eigentliche Herausforderung bestand allerdings darin, die Kinder an die Röhre des Magnetresonanztomographen zu gewöhnen. "Insgesamt scannten wir 17 Kinder", erklärte Jessica Cantlon gegenüber wissenschaft.de, "aber wir konnten nicht alle Daten verwenden, da neun Kinder sich zu sehr bewegten."

Jessica Cantlon (Duke-Universität, Durham) et al.: PLoS Biology, Bd. 4, Artikel e125

ddp/wissenschaft.de – Martin Schäfer
(Quelle: Wissenschaft.de)
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  #2  
Alt 18.04.2006, 08:51
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.994
Standard Solche Informationen können evtl. Rückschlüsse auf Ursachen finden lassen

Hallo,

solche Informationen - welches Hirnareal welche Aufgaben übernimmt - können bei Ausfällen bzw. Auffälligkeiten auch evtl. eine Hilfestellung bieten, die Ursachen herauszufinden.

Wenn z. B. ein Epilepsie-Krampfzentrum in dem betreffenden Hirnareal ist, ist es auch nicht verwunderlich, wenn bei einem Krampf vor allem in den Bereichen Ausfälle (z. B. Wissensverlust) auffällig werden, für welches dieses Hirnareal "zuständig" ist.

Wenn also ein Kind Ausfälle hat und ab- und zu "abwesend" ist ... also einen "verträumten" Eindruck macht ... könnte dieses "Abwesend-Sein" eine sogenannte Absance (ich hoff, ich hab's jetzt richtig geschrieben) sein. Das ist eine sehr wenig bekannte Form der Epilepsie. Hier sollte man auf jeden Fall mit dem Kinderarzt über diese Beobachtungen sprechen und evtl. ein EEG schreiben lassen (sollte sich der Verdacht bei dem Arztgespräch erhärten).

LG

Mary
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