Behindertenschulen fordern neue Lehrpläne
Von Heike Eisenmenger | 22.10.2008, 19:51
Kreis Aachen. Trotz des demografischen Wandels verzeichnen die Förderschulen für geistige Entwicklung auf NRW-Ebene steigende Schülerzahlen. Eine Entwicklung, die auch die Regenbogenschule in Stolberg und die Roda-Schule in Herzogenrath spüren.
Fachleute führen dies auf die wachsende Akzeptanz der Gesellschaft gegenüber geistig behinderten Menschen zurück, die Frauen Mut macht, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen, aber aber auch auf den medizinischen Fortschritt, durch den unter anderem mehr Frühgeborene als früher eine Überlebenschance haben.
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«Wir wollen einen Impuls setzen, auf uns aufmerksam machen», beschrieb Brüggenwirth das Ziel der landesweiten Aktion. An Förderschulen werde auch Rechnen, Lesen und Schreiben unterrichtet, dennoch gebe keine Lehrpläne.
Was ein Problem sei, wenn ein Schüler die Schule wechsele, erklärte Brüggenwirth. Die veraltete Richtlinien von 1980 entsprächen in keiner Weise dem, «was wir heutzutage machen», stellte sie mit Hinweis auf die Fortschritte in der Arbeit mit geistig behinderten Kindern klar.
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«Sicherlich brauchen wir die Freiheit nach innen, um mit dieser enormen Spannbreite zurecht zu kommen. Aber wir brauchen auch einen klar umrissenen Rahmen.» Brüggenwirth und ihr Kollege Thomas Kürth von der Roda-Schule fordern klar definierte Richtlinien, die auch für mehr Transparenz sorgen.
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