Projektbeschreibung
Die seit Anfang 2009 verbindliche UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen fordert auch für Deutschland, schulische Bildung möglichst inklusiv zu gestalten. Inklusion bedeutet praktisch, alle Kinder gemeinsam zu unterrichten.
Der Jakob Muth-Preis möchte positive Beispiele für diesen "Gemeinsamen Unterricht" bekannt und Schulen Mut machen, damit behinderte und nicht behinderte Kinder die Schule am Wohnort besuchen können.
Mehr Teilhabe durch inklusive Schule
In Deutschland werden immer mehr Kinder zu Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf erklärt - unter ihnen ein hoher Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund. Rund 85 Prozent dieser Kinder werden an separaten Förderschulen unterrichtet, die sich häufig als "Sackgasse" für ihre weitere Entwicklung erweisen: sie verbleiben in einem "Schonraum" und die Abgänger erhalten keinen qualifizierenden Schulabschluss. Eine langfristige gesellschaftliche Teilhabe wird den Jugendlichen damit wesentlich erschwert.
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Gelingende Integration von Kindern mit Behinderung im Regelschulsystem
Bislang gilt es in unserem öffentlichen Bewusstsein noch als "normal", Kinder mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten in besonderen Schulen zu unterrichten. Vor diesem Hintergrund können sich die einzelnen Schulen dem Ziel einer "Inklusion" nur schrittweise annähern. Viele Schulen befinden sich - oft unter schwierigen Bedingungen - auf diesem richtigen Weg.
Mit dem Jakob Muth-Preis sollen diese positiven Beispiele bekannt gemacht und dadurch andere Schulen ermutigt werden. Der Preis kann auch dazu beitragen, die "Akzeptanz von Behinderung" und das Bild einer "normalen Schule" zu verändern. Im Endeffekt würde das bedeuten:
Jede Schule respektiert die Verschiedenheit aller Kinder und praktiziert besondere Förderung der Verschiedenen in der Gemeinsamkeit. Damit würde jede "normale" Schule eine fördernde Schule für alle Kinder.
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