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Alt 31.03.2010, 21:36
mila mila ist offline
Grünschnabel
 
Registriert seit: 26.03.2010
Beiträge: 14
Standard Wie war es für euch/Kindergartenzeit

Hallo,

mein Prinz wird bald drei Jahre und er liebt Kinder. Ich möchte das er ende des Jahres auch in den Kindergarten geht. Es war nicht einfach einen Kindergarten zu finden doch es ist gelungen.
Nun könnte ich mich eigentlich freuen aber ich mache mir Sorgen. Es fällt mir so schwer ihn fremd betreuen zu lassen, auch wenn es nur drei Stunden sind.
Er braucht viel Pflege und Aufmerksamkeit und hat soo viele Eigenheiten. Prinz und ich verstehen uns ohne Worte, ich weiß immer was er will oder wie es ihm geht. Im Kindergarten wird ihn keiner verstehen. Das stelle ich mir schlimm vor. So wie wenn ich alleine in China wäre.

Wie war es damals bei euch und euren Kindern?

Liebe Grüße Mila
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  #2  
Alt 31.03.2010, 21:55
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.954
Standard

Hallo Mila,

unsere Tochter war zuerst in einem integrativ arbeitenden Kindergarten und später in einem heilpädagogischen Kindergarten.

Der erste Kindergarten war ein "warmes Nest" und ich konnte sie guten Gewissens dort betreuen lassen. Sie durfte täglich 2 Stunden dort sein. In diesen 2 Stunden schöpfte ich viel Kraft und konnte danach viel besser für unsere Tochter da sein.

Später im heilpädagogischen Kindergarten war sie dann den ganzen Tag, also von morgens bis nachmittags. Wir brauchten nicht noch zusätzlich zu Therapeuten. Die Therapien fanden dann im heilpädagogischen Kindergarten statt.

Das war eine große Chance für unsere Mutter-Kind-Beziehung. Denn nun konnten wir unsere Freizeit ganz anders - ohne Termindruck - gestalten. Ich konnte die Rolle der Vollzeit-Förder-Super-Mutter verlassen und endlich einfach mal "Mutter" sein, die mit ihrem Kind ohne Therapie-Hintergedanken einfach mal spielt, weil es Spaß macht und nicht, weil man förmlich mit jedem Spielen auch Förderung im Fokus hat.

Eine Kindergartenbetreuung kann also gerade für uns "Spezialmütter" eine sehr, sehr gute Chance sein, ein wenig mehr "Normalität" leben zu können.

Außerdem: wenn Du Deinen Prinz "ohne Worte" verstehst und ihm förmlich alle Wünsche schon von den Augen abliest, dann behinderst Du ihn auch in seiner Entwicklung. Es ist wichtig, dass er versucht, sich durch Körpersprache, Mimik oder Lautieren so bemerkbar zu machen, dass er das bekommt, was er braucht. Und vergiss nicht: die Leute im Kiga werden sich Mühe geben, seinen Bedürfnissen gerecht zu werden ... habe also keine Angst ... (Du kannst ja auch zu Beginn im Kiga hospitieren und in dieser Zeit auch über die Eigenarten Deines Sohnes berichten ...)

Herzliche Grüsse

Mary
__________________
... schön Dich zu lesen ...


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