Hallo Mila,
unsere Tochter war zuerst in einem integrativ arbeitenden Kindergarten und später in einem heilpädagogischen Kindergarten.
Der erste Kindergarten war ein "warmes Nest" und ich konnte sie guten Gewissens dort betreuen lassen. Sie durfte täglich 2 Stunden dort sein. In diesen 2 Stunden schöpfte ich viel Kraft und konnte danach viel besser für unsere Tochter da sein.
Später im heilpädagogischen Kindergarten war sie dann den ganzen Tag, also von morgens bis nachmittags. Wir brauchten nicht noch zusätzlich zu Therapeuten. Die Therapien fanden dann im heilpädagogischen Kindergarten statt.
Das war eine große Chance für unsere Mutter-Kind-Beziehung. Denn nun konnten wir unsere Freizeit ganz anders - ohne Termindruck - gestalten. Ich konnte die Rolle der Vollzeit-Förder-Super-Mutter verlassen und endlich einfach mal "Mutter" sein, die mit ihrem Kind ohne Therapie-Hintergedanken einfach mal spielt, weil es Spaß macht und nicht, weil man förmlich mit jedem Spielen auch Förderung im Fokus hat.
Eine Kindergartenbetreuung kann also gerade für uns "Spezialmütter" eine sehr, sehr gute Chance sein, ein wenig mehr "Normalität" leben zu können.
Außerdem: wenn Du Deinen Prinz "ohne Worte" verstehst und ihm förmlich alle Wünsche schon von den Augen abliest, dann behinderst Du ihn auch in seiner Entwicklung. Es ist wichtig, dass er versucht, sich durch Körpersprache, Mimik oder Lautieren so bemerkbar zu machen, dass er das bekommt, was er braucht. Und vergiss nicht: die Leute im Kiga werden sich Mühe geben, seinen Bedürfnissen gerecht zu werden ... habe also keine Angst ... (Du kannst ja auch zu Beginn im Kiga hospitieren und in dieser Zeit auch über die Eigenarten Deines Sohnes berichten ...)
Herzliche Grüsse
Mary
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... schön Dich zu lesen  ...
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