
10.08.2006, 18:11
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Für ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf
Für ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf muss eine geeignete Schule (ein geeigneter Förderort) ausgewählt werden.
Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf können eine Förderschule oder eine Grundschule im Rahmen des „Gemeinsamen Unterrichts“ besuchen.
- Förderschule
In der Förderschule lernen die Schüler/innen immer in kleinen Gruppen, die den Schülern den notwendigen Schonraum bieten. In diesen Schulen werden Schüler/innen mit ähnlicher Behinderung unterrichtet, dadurch wird eine zielgerichtete Förderung der Kinder möglich. Im täglichen Umgang mit Mitschülern/innen, die einer ähnlichen Förderung bedürfen, können die Schüler/innen sich nicht nur als schwach erleben, sondern auch Erfolge verzeichnen und ihr Selbstbewusstsein stärken. Zudem gibt die Schule den Schülern/innen den Raum sich über ihr Leben mit der Behinderung auszutauschen.
- Förderort Grundschule mit Gemeinsamen Unterricht
Im Gemeinsamen Unterricht erleben sich behinderte und nicht behinderte Kinder tagtäglich im Umgang miteinander und können dadurch ihre soziale Kompetenz stärken. Viele Kinder schließen Freundschaften untereinander und gewinnen dadurch an Selbstbewusstsein. Der Gemeinsame Unterricht findet in den verschiedenen Städten an Schwerpunktgrundschulen statt. Die Therapien und die Hausaufgaben müssen im Rahmen des Familienlebens organisiert werden. Manchmal wird der direkte Vergleich zu den nicht behinderten Schülern/innen von den behinderten Kindern und ihren Eltern als belastend erlebt. Die Grenzen des Lernvermögens werden stets deutlich.
Jedes Kind ist ein Individuum für das ein individueller Weg ins Schulleben gefunden werden muss.
Im Rahmen des Gutachtens (nach AO-SF §12) schlagen die Gutachter einen Förderort - eine Förderschule oder eine Grundschule mit Gemeinsamen Unterricht - vor. Darüber beraten die Gutachter in ausführlichen Gesprächen mit den Eltern. Letztlich entscheidet die Schulaufsicht über den schulischen Förderort des Kindes und teilt dies den Eltern in einem Bescheid mit.
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10.08.2006, 19:41
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Private Schulen können auch eine gute Alternative sein.
Zum Beispiel Schulen für Seelenpflegebedürftige (Förderschwerpunkt geistige Entwicklung)
Hierzu mal der Text einer solchen Schule aus Bochum:
Zitat:
Die Christopherus-Schule Bochum ist eine Ganztagsschule in privater Trägerschaft auf der Grundlage der Waldorfpädagogik. Sie ist als „Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung“ anerkannt. Die Schüler verbleiben während der gesamten 12 Schuljahre in ihrer Klassengemeinschaft, die aus einem Jahrgang stammt. In diesen Jahrgangsklassen, mit 1-12 Schülern, sind Art und Besonderheiten der Behinderungen verschieden. Daraus ergibt sich ein breites Spektrum an Möglichkeiten und Fähigkeiten.
Unser Unterricht orientiert sich am Lehrplan der Freien Waldorfschulen und umfasst die Klassen 1-12. In den ersten 8 Schuljahren wird das Schulleben von zwei Klassenlehrern gestaltet. Sie werden dabei, wenn nötig, von Zivildienstleistenden und Praktikanten unterstützt. Ab der 9. Klasse übernehmen zwei Oberstufenlehrer die Führung der Jugendlichen.
Das pädagogische Konzept berücksichtigt die verschiedenen Stufen der kindlichen Entwicklung. Wir bemühen uns christliche, allgemein menschliche Werte in überkonfessioneller Weise zu vermitteln und zu leben; dazu gehört z.B. das Feiern der christlichen Jahresfeste. Durch einen regelmäßigen, rhythmisch gestalteten Tages-, Wochen- und Jahresablauf gewinnen die Kinder Lebenssicherheit. Jeden Tag werden in den ersten zwei Unterrichtsstunden die jeweiligen Inhalte in Epochen über einen mehrwöchigen Zeitraum vermittelt. Es schließen sich Fachstunden wie Musik, Religion, Handarbeit, Sport und Eurythmie an.
Innerhalb dieser Zeit finden auch Therapien, Einzelförderungen und differenzierter Kleingruppenunterricht statt. Die gemeinsamen Essens- und Pausenzeiten bieten ebenso wie die jährlich stattfinden Erholungsmaßnahmen die Möglichkeiten zur lebenspraktischen Förderung und sind ein wichtiger Teil des schulischen Lebens.
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(Quelle: Christopherus Schule Bochum)
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