
10.11.2006, 07:54
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Forenschreck
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Registriert seit: 05.08.2005
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Schallschutz in Kindergärten und Schulen - Probleme bei Neubauten?
Bei Neubauten sollte man den Schallschutz überprüfen lassen. Anscheinend gibt es hier verstärkt Probleme - ein wichtiges Thema für die Kindergärten und Schulen:
Kinder vor eigenem Lärm schützen
Kindergärten ungenügend schallgedämmt
Vom 10.11.2006
dev. NAUHEIM Maßnahmen zum Schallschutz müssen in den Kindergärten umgesetzt werden. Das erfuhren die Mitglieder des Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur bei einem Rundgang durch die vier Einrichtungen. Es sind aber keine Maßnahmen gegen Lärm von außen, sondern gegen den selbst verursachten Lärm.
Der Kindergarten in der Schwanenstraße steht beispielhaft für das Problem. Hohe Räume mit Paneelen verkleidet, werfen jeden Schall wieder zurück. Selbst beim Rundgang war die Belastung deutlich zu merken, dabei haben sich die Erwachsenen gesittet unterhalten. Die Auswirkungen, wenn spielende Kinder lärmen, konnte sich jeder selbst ausmalen.
Bereits vor 18 Monaten wurde der Schall in allen Räumen durch die Unfallkasse gemessen und die Belastung als zu hoch empfunden. Passiert ist seitdem nichts. Elternbeirat und Kindergartenleitung haben sich dann selbst um eine Spende für den Einbau von Schallschutzmaßnahmen in einem der Räume gekümmert. Dort wird ein behindertes Kind betreut, das Probleme mit dem Gehör hat.
Als erste Maßnahme wurden Vorhänge an den Wänden aufgehängt, um die Schallreflexion einzudämmen. Mit dem gespendeten Material soll jetzt, in Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung und einem Akustiker, eine Zwischendecke eingezogen werden, so Elternbeiratsvorsitzende Sabine Harpf.
"Wir haben schöne Anlagen für Kinder in Nauheim", konstatierte Hubert Deckert (CDU). Er wunderte sich allerdings über die Bauausführungen der jüngeren Zeit. Während es in den älteren Einrichtungen kaum Probleme mit dem Lärm gebe, trete dieses Problem bei den Neubauten verstärkt auf. So musste auch im Kindergarten Ochsengrund für viel Geld nachträglich Schallschutz angebracht werden. Die Bauaufsicht der Gemeinde solle doch bei den Planungen mehr auf die Architekten achten, forderte er.
Gibt es das Problem auch in anderen Einrichtungen? Und wenn ja, welche Maßnahmen können helfen?
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10.11.2006, 08:59
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 28.03.2005
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Eine Idee zum kostengünstigen Schallschutz:
Mein Bruder hatte früher eine Wand mit diesen Eierkartons (die Pappmache-Paletten meine ich jetzt) verkleidet. Ich könnte mir vorstellen, dass dies eine Möglichkeit wäre ... die zwar Mühe macht, aber zumindest kostengünstig ist.
Die Eierkartonagen kann man zuvor mit Dispersionsfarbe bemalen. Für die Decke zum Beispiel in Blau und mit weißen Wolken ...
LG
Mary
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... schön Dich zu lesen  ...
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20.04.2007, 07:36
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Grünschnabel
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Registriert seit: 19.04.2007
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Lärmschutz im Kindergarten
Hallo,
ich darf mich eben vorstellen. Mein Name ist Udo Dünisch und ich bin Fachberater der Fa. KOALA Design für Kindergarten- Krippen- Horteinrichtungen. Ich bin auf Ihre Seite aufmerksam geworden, als ich wegen Schallschutz im Netz gegoogelt habe. Wir haben uns auf Inneneinrichtungen Lärmschutz und Lichtkonzepte für Kiga. spezialisiert. Bitte schauen Sie doch mal auf unserer Internetseite vorbei. www.koala-design.de
Zu der Lösung mit den Eierkarton kann ich Ihnen sagen, dass es nicht wirklich funktioniert und dass diese Lösung aus brandschutztechnischem Grund nicht erlaubt ist. Außerdem haben Eierkartonagen die unangenehme Eigenschaft Feuchtigkeit aufzunehmen (Luftfeuchtigkeit) und Diese dann wieder abzugeben, was man mit seiner Nase unangenehm wahrnehmen wird.
Lärmschutz wird, wie Sie richtig erkannt haben, oft vernachlässigt, oder gar nicht berücksichtigt.
Wenn ich Ihnen helfen kann, können Sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen.
duenisch@koala-design.de
Herzlichen Gruß
Udo Dünisch
P.s. Ihre Seite, Forum ist toll.
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20.04.2007, 09:27
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 28.03.2005
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Zitat:
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Zitat von KOALA-Design
Zu der Lösung mit den Eierkarton kann ich Ihnen sagen, dass es nicht wirklich funktioniert und dass diese Lösung aus brandschutztechnischem Grund nicht erlaubt ist. Außerdem haben Eierkartonagen die unangenehme Eigenschaft Feuchtigkeit aufzunehmen (Luftfeuchtigkeit) und Diese dann wieder abzugeben, was man mit seiner Nase unangenehm wahrnehmen wird.
Lärmschutz wird, wie Sie richtig erkannt haben, oft vernachlässigt, oder gar nicht berücksichtigt.
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Hallo Herr Dünisch,
danke für die wichtige Information bzgl. der Eierkartons! Daran denkt ein Laie nicht und es ist gut und wichtig, dass Sie von dieser Möglichkeit abgeraten haben.
Ich denke ein Lärmschutz würde letztendlich auch für ein anderes Miteinander in den Einrichtungen sorgen.
Wir kennen das ja alle: wenn es laut ist und man nicht gerade schwerhörig ist, dann ist das einfach "Stress" und unter Dauerstress werden wir alle irgendwann unkonzentriert und "ungenießbar" ...
Mehr Ruhe bzw. ein geringerer Geräuschpegel hilft also auch, die gute Laune und vor allem auch die Konzentrationsfähigkeit (= Aufnahmebereitschaft für Wissen) zu bewahren.
Es ist ja in aller Munde, dass möglichst früh gefördert werden soll und auch PISA ist wohl jedem ein Begriff.
Dazu kommt eben noch, dass das Sozialverhalten der Kinder / Jugendlichen immer häufiger zu wünschen übrig lässt. Vermutlich eben auch ein Symptom von Dauerstress durch eine laute Umgebung (Stichwort Reizüberflutung). Kinder und Erzieher / Betreuer reagieren gereizt und es wird "völlig normal" sich so zu verhalten ...
Wenn also Lärmschutz zur Förderung beiträgt und das Sozialverhalten positiv beeinflussen könnte, sollte man ihm auch mehr Aufmerksamkeit widmen!
Das ist sicherlich ein bisher völlig unterschätztes Thema ...
LG
Mary
PS: Danke für Ihr Lob zum Netzwerk Enbeka, dem Sie ja nun auch angeschlossen sind. Vielleicht würden Sie auch mithelfen, dieses non-profit-Projekt noch ein wenig bekannter zu machen? Das wäre toll! Vielen Dank.
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Geändert von Mary (20.04.2007 um 09:30 Uhr).
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20.04.2007, 13:44
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Grünschnabel
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Registriert seit: 19.04.2007
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Schall Schutz
Hallo Mary,
da haben Sie völlig Recht. Dieses Thema wird total unterschätzt. Eigentlich müssten Erzieher und Kinderpfleger Gehörschutz tragen. Der Gesetztgeber schreibt das sogar vor, für alle Berufe ab 85dB Lärmpegel. In Kindergarteneinrichtungen liegt der Durchschnitt aber schon bei 89,5dB und das ist fast schon Körperverletzung. Es ist aber möglich eine Wohlfühlakustik zu schaffen. Und dass man diesen Lärm den Kindern und Erziehern zumutet ist wirklich unverantwortlich. Durch meinen Beruf bin ich fast jeden Tag in diesen Einrichtungen. Ich möchte nicht wissen wieviele Menschen sich im Kindergarten íhr Gehöhr geschädigt haben.
LG
Udo Dünisch
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20.04.2007, 20:42
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Forenhexe
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Registriert seit: 07.02.2006
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ich bestimmt *seufz
ist halt wie so oft eine kostenfrage...
aber ich würd mir auch etwas mehr schall-schutz wünschen.
vor allem in unserer turnhalle.
da ist es am heftigsten...
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27.04.2007, 18:12
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Studie: Lärmpegel in Klassenzimmern stört Konzentration
Studie: Lärmpegel in Klassenzimmern stört Konzentration
München (ddp). Lehrer und Schüler werden laut einer Studie durch unnötig hohe Lärmpegel in den Klassenzimmern belastet. Bei den Messungen während über 600 Unterrichtsstunden in Bremen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen seien Werte von bis zu 85 Dezibel die Regel gewesen worden, teilte das Münchner Magazin «Süddeutsche Zeitung Wissen» am Freitag unter Berufung auf eine Studie der Bremer Universität mit. Dies entspreche dem Lärm auf einer viel befahrenen Straße. Sportlehrer müssten gar rund 100 Dezibel ertragen. Bei dieser Lautstärke sei in anderen Branchen ein Gehörschutz Pflicht. Zahlreiche Untersuchungen belegten, dass Schüler in leiseren Klassenzimmern deutlich konzentrierter arbeiten könnten. Vier von fünf Lehrern fühlten sich durch Lärm belastet. Gerhart Tiesler vom Institut für interdisziplinäre Schulforschung erklärte seine Messergebnisse den Angaben zufolge vor allem mit der ungünstigen Akustik in alten Schulgebäuden. Dort herrschten zum Teil lange Nachhallzeiten von bis zu einer Sekunde. Abklingende Silben würden das nachfolgende Wort überdecken, was Lehrer und Schüler vergeblich durch lauteres Sprechen zu kompensieren versuchten. Von Experten empfohlene Nachhallzeiten von höchstens einer halben Sekunde werden laut dem Bericht vom bayerischen Innenministerium abgelehnt. Eine effektive Lärmbekämpfung beispielsweise durch Schallschutzdecken werde durch den Zuständigkeitswirrwarr zwischen Bund, Ländern und Kommunen behindert.
Quelle: Netdoctor
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04.06.2007, 17:00
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Problem Lärm: In Deutschland unterschätzt
Problem Lärm: In Deutschland unterschätzt
Osnabrück (ddp). Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Andreas Troge, hat vor einer zunehmenden Gesundheitsbelastung durch Verkehrslärm gewarnt und der deutschen Politik vorgeworfen, dieses Problem zu unterschätzen. In der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Montagausgabe) kritisierte Troge, Bund und Länder hätten sich in Deutschland «leider nicht auf einen Grenzwert geeinigt», ab dem die Lärmsanierung nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie erfolgen soll. Die von einzelnen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Bayern vorgeschlagenen Werte, ab denen die Kommunen von 2008 an Lärmsanierungspläne aufstellen müssen, böten «keinen hinreichenden Lärmschutz». Ohnehin hätten die Planungsträger, also hauptsächlich Bund, Länder und Gemeinden, bisher bei ihren Verkehrsplanungen und sonstigen räumlichen Planungen «das Lärmproblem viel zu wenig berücksichtigt», betonte Troge. Dabei werde Lärm, insbesondere durch den Straßenverkehr, immer mehr zur Gesundheitsgefahr, warnte der UBA-Präsident. 25 Millionen Menschen in Deutschland klagten über teils erhebliche Lärmbelästigungen und Schlafstörungen als Folge des Straßenverkehrs. Auch gebe es Untersuchungen, wonach bei Männern das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen erheblich steige, wenn sie über Jahre jeden Tag Lärm oberhalb einer bestimmten Schwelle ausgesetzt sind.
Quelle: Netdoktor
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04.06.2007, 17:16
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Forenfrischling
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Registriert seit: 02.06.2007
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Schwerhörigkeit und Lärm
Hallo Mary,ich muss dir ein wenig Wiedersprechen.Grade für Schwerhörige ist Lärm oft noch unangenehmer.Denn viele haben eine sogenannte Hyperakusis
Dies ist eine Form der Geräuschempfindlichkeit, bei der laute Geräusche, die an sich nicht gehörschädigend sind, Erregungen, Ängste und kurzzeitige Verstärkungen von Ohrgeräuschen hervorrufen. Es handelt sich also um eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Geräuschen.
Durch die Verzerrung hört man hohe Töne sehr schrill und tiefe Töne unangenehm dröhnend.
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