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  #1  
Alt 20.11.2006, 10:54
Tacheles Tacheles ist offline
Forenschreck
 
Registriert seit: 05.08.2005
Beiträge: 251
Standard Schulwechsel von Förderschule des Landschaftsverbandes zu Waldorf-Förderschule

Schulwechsel von Förderschule des Landschaftsverbandes zu Waldorf-Förderschule

Hallo,

ich wurde gebeten, diesen aktuellen Schulwechsel anonym einzustellen. So könnt Ihr der betroffenen Familie vielleicht noch zusätzliche Tipps geben bzw. mitverfolgen, wie ein solcher Schulwechsel bewerkstelligt werden kann.

Hintergrund:

Das Kind ist fast 7 Jahre alt, somit schulpflichtig. Es mehrfachbehindert und hilfsbedürftig. Es benötigt Hilfen in vielen Bereichen (es kann derzeit auch nicht alleine malen, laufen, sprechen, muss gewickelt werden usw.).

Die Eltern hatten versucht, das Kind im letzten Jahr zurückstellen zu lassen. Das war aber nicht möglich.

In der derzeitigen Förderschule läuft es nicht so, wie sich das die Eltern wünschen würden. Sie hätten ihr Kind - hätte es sprechen können - auch lieber in eine Waldorfschule eingeschult (das scheiterte an sehr langen Wartezeiten bei Therapeuten für UK = Unterstützte Kommunikation)

Die Personaldecke an Förderschulen ist sehr eng und daher können Kinder, die derart viel Hilfe benötigen, nicht entsprechend betreut werden. Zwar finden in der Schule die Therapien (z. B. Physio-, Ergo- oder Sprachtherapie) statt, aber im Klassenverband ist es dann schwierig, den Bedürfnissen immer gerecht zu werden.

Die Eltern bevorzugten u. a. wegen des anderen Menschenbildes eine Waldorfschule. Förderschulen der Waldorfpädagogik bieten den Kindern den gleichen Wissenshintergrund an, wie nicht behinderten Kindern.

Das heißt: es wird zum Beispiel auch die Menschheitsgeschichte (Kulturen der Ägypter, Römer usw.) vermittelt. Auch Biologie usw. sind Fächer, die gelehrt werden. Dieses Wissen wird angeboten und das Kind nimmt es an oder auch nicht.

Dazu kommt die fürsorgliche Behandlung, das "sich Zeit nehmen für den Menschen als Ganzes", Musik im Alltag uvm.

Die Eltern haben in der Förderschule die Erfahrung gemacht, dass die Kommunikation zwischen den Lehrern und Therapeuten nicht immer so leicht ist. Es findet über ein Buch statt und es kommen kaum Informationen für Fortschritte oder Tagesablauf des Kindes.

Alles muss halt schnell gehen ...

Nun möchten die Eltern ihr Kind zum nächsten Sommer in eine Waldorf-Förderschule umschulen lassen.

Heute wurde dazu der erste aktive Schritt getan: es wurde telefonisch Kontakt zu einer entsprechenden Schule aufgenommen.

In der Waldorfschule gibt es einen Ansprechpartner für solche Schulwechsel. Er erhält nun eine kurze Vorinfo zu diesem Wunsch des Schulwechsels und wird sich bei den Eltern melden.

Vielleicht hat von Euch ja schon jemand einen solchen Wechsel vollzogen. Solltet Ihr also für die Eltern Tipps haben, postet es in dieses Thema.

Ich halte Euch auf dem Laufenden zu den weiteren Schritten.

Euch allen einen schönen Tag.

Tacheles
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  #2  
Alt 20.11.2006, 11:38
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

Dazu kommt die fürsorgliche Behandlung, das "sich Zeit nehmen für den Menschen als Ganzes", Musik im Alltag uvm.

Die Eltern haben in der Förderschule die Erfahrung gemacht, dass die Kommunikation zwischen den Lehrern und Therapeuten nicht immer so leicht ist. Es findet über ein Buch statt und es kommen kaum Informationen für Fortschritte oder Tagesablauf des Kindes.



gerade förderschulen sollten fürsorglich und die kinder als ganzes sehen.ich selber hatte mir auch früher einmal überlegt ob ich björn in eine waldorfschule tue,es dann aber doch nicht es scheitete aus gründen wie wickeln und einzelbetreuung,die dort in der waldorfschule ja nicht immer vorhanden ist.
im nachhinein muß ich sagen bin ich auch froh darüber,den wir haben mit kastanienhof eine sehr gute förderschule und der bann war gebrochen als mir eine leherin sagte wir hollen unsere kinder dort ab wo sie stehen.das hat sich im großen und ganzen bewahrheitet
bei uns gab es auch das heft allerdings da ich täglich in der schule war wurde es bei björn nicht benutzt ich wurde jeden tag informiert was ab ging.
auf jeden fall drücke ich der familie die daumen das alles so klappt in der waldorfschule wie sie es sich erwünschen
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  #3  
Alt 20.11.2006, 11:45
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Tacheles,

das kommt wirklich auf die Behinderung des Kindes an.

Schwerstbehinderte Kinder benötigen Therapien, auch wenn es wenige sind, die in Waldorfschulen meist nicht gewährleistet sind.

Ich würde mich anstelle der Eltern beim Gesundheitsamt/Schularzt vorstellen, das Kind testen lassen und dann gemeinsam beraten, welcher Schultyp für das betreffende Kind optimal ist.

Sollte eine solche Untersuchung bereits stattgefunden haben, würde ich um einen nochmaligen Termin bitten, eventuell unter Einbeziehung der Schulrätin.


Viel und lieben Gruß
Nancy
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  #4  
Alt 21.11.2006, 13:49
fadu fadu ist offline
Grünschnabel
 
Registriert seit: 25.09.2006
Beiträge: 8
Standard aus eigener Erfahrung

Vor Waldorfschulen können wir nur warnen.
Unser Sohn (auch mit Behinderungen in mehreren Bereichen) war 8 Jahrelang auf der Waldorfschule in einer Förderklasse. Dann hat man ihn einfach rausgeschmissen, weil die Schule nicht über das nötige personal, was aber eigentlich vom Gesetz her gefordert wird, verfügt. Absolut kalt und Herzlos hat man uns behandelt, keinen Dialog zugelassen obwohl wir 8 Jahrelang versuchten, eng mit der Schule zusammen zu arbeiten. Selbst unter den Lehrern war der Rausschmiss umstritten.

Den gesamten Bericht haben wir unter www.waldorf-beratung.de veröffentlicht.

Sollten Sie Ihr Kind auf eine Waldorfschule im Förderbereich schicken, schauen Sie sich die Schule und die Lehrer genau an, und fragen auch mal, was passiert in der Oberstufe. fragen Sie mal nach, was passiert, wenn man mit Ihrem Kind nicht klar kommt, fragen Sie mal, ob es irgendeine Garantie gibt, dass sich die Schule biss zur Abschlussprüfung um Ihr Kind kümmert. Ich möchte wetten, allein diese Fragen würde die Schule dazu veranlassen, solch kritischen Eltern und deren Kinder abzulehnen.

Sicherlich ist nicht jede Waldorfschule gleich, vielleicht haben wir auch nur einfach Pech gehabt. Inzwischen aber haben wir von weiteren solchen Fällen erfahren, und das Bundesweit. Leider schweigen die Eltern aus falschem Stolz oder weil sie Gewissenbisse haben.
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  #5  
Alt 21.11.2006, 14:07
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

hallo fadu ,ich gebe dir vollkommen recht,das diese wichtigen fragen geklärt werden müssen bevor ein kind hin und her wechselt.und selbst wenn die walddorfschule angeblich alles zur zufriedenheit der eltern bestättigt ist dies keine garantie das sie nicht in ein paar jahren wieder anderes wollen.so geschehen in der waldorfschule in schleswig holstein.und nicht nur in den schulen wird gemauschelt auch zum teil in den kindergärten.dazu kommt das meiner meinung nach in der waldorfschule für die meisten schwerbehinderten kinder zuviele kinder vorhanden sind die aus regelschulen verwiesen wurden.und dort dann aufgenommen wurden,und den behinderten kaum eine chance einräumen.
man tut keinen kind einen gefallen wenn es immer wieder umgeschult wird.gerade behinderte kinder brauchen ihre traute umgebung um für das leben gefestigt zu werden.ist allerdings ein kind von anfang an in einer waldorfschule wie dein sohn ist es ein unding diesen dann wieder aus der schule zu verweisen.unsere förderschule zum beispiel und so sollten alle förderschulen sein bietet ein zwischending zwischen behinderten und waldorf an.zum beispiel waldschule,unterricht findet im wald stadt,therapien werden in der schule gemacht.so das das kind wenn es zu hause ist auch wirklich ruhe hat.dazu gehen sie reiten schwimmen .haben ein bällebad.und es ist in altersgruppen gekliedert .
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