Vorhin veröffentlichte das Statistische Bundesamt die Zahlen für das Jahr 2003.
18.04.2006 - 07:56 Uhr,
Statistisches Bundesamt
Wiesbaden (ots) - Im Jahr 2003 gaben die öffentlichen Haushalte
wie im Vorjahr durchschnittlich rund 4 600 Euro für die Ausbildung
eines Schülers/einer Schülerin an öffentlichen Schulen aus. Das
Statistische Bundesamt legt damit die aktuell verfügbaren Zahlen für
diesen Bereich vor. Bei allgemein bildenden Schulen waren es 5 000
Euro je Schüler/-in, bei beruflichen Schulen 3 200 Euro.
Innerhalb der allgemein bildenden Schulen variierten die Ausgaben
je Schüler/-in von 3 900 Euro an Grundschulen über 5 400 Euro an
Gymnasien bis zu 11 700 Euro an Sonderschulen. Die verhältnismäßig
hohen Ausgaben bei Sonderschulen resultieren vor allem aus einer
niedrigeren Schüler-Lehrer-Relation. Die vergleichsweise niedrigen
Aufwendungen von 2 200 Euro je Schüler/-in an Berufsschulen im Dualen
System sind vor allem durch den Teilzeitunterricht bedingt.
Je Schüler/-in wurden im Bundesdurchschnitt 3 800 Euro für
Personal einschließlich unterstellter Sozialbeiträge für verbeamtete
Lehrer und Beihilfeaufwendungen, 500 Euro für den laufenden
Sachaufwand und 300 Euro für Investitionen ausgegeben. Bei einem
tiefer gehenden Ausgabenvergleich auf Ebene der einzelnen
Bundesländer ist zu beachten, dass die Schulstruktur und das
Unterrichtsangebot zwischen den Ländern differieren (zum Beispiel
Unterschiede in der Ganztagsbetreuung, den Betreuungsrelationen, der
Besoldungsstruktur). In allen Ländern sind die Personalausgaben die
dominierende Ausgabenkomponente. In den neuen Ländern betrugen die
Personalausgaben durchschnittlich 3 900 Euro und in den
Flächenländern des früheren Bundesgebietes 3 700 Euro je Schüler/-
in. Die Personalausgaben der Stadtstaaten waren mit 4 600 Euro je
Schüler/-in am höchsten.
Weitergehende Informationen, insbesondere detaillierte
Länderkennzahlen, finden Sie unter
http://www.destatis.de/themen/d/thm_bildung6.php.