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28.04.2006, 06:58
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Das Urteil mit "Spaß-Faktor"
Zitat:
London (dpa) - In der schriftlichen Urteilsbegründung zum Plagiatsprozess um Dan Browns Welt-Bestseller «Sakrileg» hat sich der Richter einen Spaß erlaubt: Der britische Richter Peter Smith baute in sein 71-seitiges Urteil einen Geheimcode ein, wie ihn auch Autor Brown in seinem Religions-Thriller (Originaltitel: «The Da Vinci Code») des öfteren benutzt.
Dazu ließ Smith in der Begründung zahlreiche Buchstaben kursiv setzen. Entschlüsselt wurde der Code am Donnerstag zunächst nicht. Mit dem Urteil hatte Smith Anfang April die Klage der beiden Sachbuch-Autoren Michael Baigent und Richard Leigh abgewiesen, die der Meinung waren, dass Brown aus ihrem Buch «Der Heilige Gral und seine Erben» abgeschrieben hatte.
Bei der Lektüre fiel anderen Juristen jetzt auf, dass auffällig viele Buchstaben kursiv gedruckt waren, etwa gleich im ersten Absatz der Buchstabe s in «claimants» (Kläger). Die ersten zehn Buchstaben, die sich abheben, ergeben «Smithy Code» («Schmittchens Code»). Anschließend geht es - allein bis Seite 10 - mit den Buchstaben J-a- e-i-x-t-o-s-t-p-s-a-c-r-g-e-a weiter.
Trotz vieler Nachfragen ließ sich Richter Smith den gesamten Code nicht entlocken. «Ich bin nicht bereit, über das Urteil zu diskutieren», sagte der 53-jährige Jurist der Zeitung «The Guardian». «Aber ich sehe nicht ein, warum ein Urteil keinen Spaß vertragen könnte. Und wie Tippfehler sieht das nicht aus, oder?»
Das Buch «Sakrileg», das weltweit inzwischen in einer Auflage von mehr als 40 Millionen Exemplaren erschienen ist, beginnt mit einem Mord im Louvre. Die anschließende Verfolgungsjagd nach einem US-Professor und einer junge französischen Entschlüsselungs-Expertin führt über London bis nach Schottland. Im Mai kommt die Hollywood-Verfilmung des Bestsellers mit Tom Hanks und Audrey Tautou in die Kinos.
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(Quelle: Yahoo)
Ich habe noch von keinem Urteil gehört, bei dem es sonst auch schon einen "Spaß-Faktor" in schriftlicher Form gibt.
Aber ich hatte schon das Vergnügen, in öffentlichen Sitzungen durchaus humorvolle Richter zu erleben.
Womit bewiesen ist: Auch Juristen sind Menschen *lach*
LG
Mary
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... schön Dich zu lesen  ...
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28.04.2006, 08:17
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Mal was anderes- Richter mit Humor, lockert
sicher manche "trockene" Sitzung auf.
LG
Nancy 
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28.04.2006, 08:35
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Teammitglied - Entscheidungsträger
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Registriert seit: 28.03.2005
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Jau, liebe Nancy ... da gab es wirklich einen ganz wunderbaren Richter (wird sicher inzwischen den wohlverdienten Ruhestand genießen) ... dieser Richter machte nur Strafsachen im großen Saal des hiesigen Amtsgerichts.
Ihm war schon klar, dass jeder der Angeklagten seine Position schon möglichst gut darstellen wollte, um das Strafmaß zu mindern.
Er schimpfte also mit den Leuten und ließ sie einlenken und eine Aussage machen, die schon was näher an der Wahrheit waren *lach* ...
Aber er nahm es den Angeklagten nicht wirklich übel - also, wenn sie nicht verbohrt waren und dann mit der Wahrheit rausrückten, dann floß diese Einsicht auch in die Urteile ein.
Er hatte wohl auch den Schöffen im "stillen Kämmerlein" ein wenig "Menschlichkeit" nahegelegt.
Ich kann mich an einen Fall erinnern, der sich um Schwarzarbeit drehte. Der Vater einer Großfamilie hatte etwas "dazuverdient" aber es kam schon klar heraus, dass er straffällig (er erhielt ansonsten noch Sozialleistungen, die ihm nicht zugestanden hätten - also Betrug) wurde, um seiner Familie das eine oder andere "Extra" zu verschaffen (in Form von Ausflügen zur Ferienzeit).
Das Urteil war entsprechend milde ... obwohl der Angeklagte zu Beginn der mündlichen ziemlich viel geflunkert hat (und nachweislich aufgefallen war).
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28.04.2006, 09:01
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@ Mary
Liebe Mary,
ich will nicht wissen, was die Richter/Staatsanwälte/Schöffen jeden Tag zu hören kriegen.....
Da schadet ein bißchen Menschlichkeit nicht.
(je nachdem, was verhandelt wird).
LG
Nancy
Geändert von Nancy (28.04.2006 um 09:03 Uhr).
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