Der Weihnachtsmann
Weihnachtsmann ist «überirdische Erscheinung»
07. Aug 17:44
Ein Weihnachtsmann
Wegen des Verdachts der schweren Körperverletztung hatte es eine Anzeige gegen den weltweit bekanntesten Mann mit weißem Bart gegeben. Doch die Staatsanwaltschaft sah den Weihnachtsmann außerhalb ihrer Zuständigkeit.
Mit einer Strafanzeige gegen den Weihnachtsmann ist ein Berliner Aktionskünstler bei der Brandenburger Generalstaatsanwaltschaft gescheitert. Die Staatsanwaltschaft sei nicht für den Weihnachtsmann zuständig. Bei handele es sich diesem um eine «überirdische Erscheinung», heißt es in einem zweiseitigen Schreiben an den Initiator Karl-Friedrich Lentze. Dieser hatte Anzeige wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung gegen den Mann mit dem weißen Bart erstattet. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft stufte die Anzeige am heutigen Montag als «nicht ernst gemeint» ein.
Tausende Tonnen Süßigkeiten
Der Weihnachtsmann verteile alljährlich «tausende Tonnen Leckerlis gehaltvollster Art» und schade damit der Menschheit, lauteten die Hauptvorwürfe Lentzes. Er hatte sich in seinem Schreiben auf den «Schein-Firmensitz» des Weihnachtsmanns bezogen, der im brandenburgischen Himmelpfort liege. Die Gemeinde Himmelpfort gilt von den bundesweit sieben Weihnachtspostämtern der Deutschen Post als populärste.
Lentze ist nach eigenen Angaben Konzeptkünstler. Seit etwa fünf Jahren schickt der 58-Jährige Ministerien, Parteien und Bezirksämtern abstruse Anfragen. Unter anderem forderte Lentze die Etablierung eines Hundebordells in Berlin. (nz)
|