Hallöle!
Hier muss ich mal wieder meinen Senf "draufschmieren".
Nicht alles, was nicht durch eine Doppelblindstudie belegt wird ist Unsinn; bestes Beispiel sind Studien, die sich mit der Wirksamkeit von homöopathischen Arzneimittel im Vergleich mit allopathischen ("normalen") Arzneimitteln befassen. Hier sind die Therapieansätze so verschieden, dass ein Vergleich sehr schwer ist.
Aber es gibt auch Arzneimittel, mit denen solche Studien durchgeführt wurden, die im Ergebnis nur knapp über dem Placeboeffekt liegen. Dass sich diese AM trotzdem gut verkaufen, ist häufig nur der blumenreichen Sprache der "Wissenschaftler" zu verdanken, die die Testergebnisse auswerten.
Ein weiterer Punkt: nicht alle Doppelblindstudien taugen auch etwas. Hier ist ein korrektes und aussagekräftiges Studiendesign notwendig.
Zum Beispiel muss eine Studie randomisiert sein, d.h. die Einteilung der Probanden, ob sie Placebo oder AM bekommen, muss mit einem Zufallsgenerator geschehen.
Auch das Geschlecht der Probanden ist häufig entscheidend.
Vor allem aber scheitern viele hochgelobte Studien an der zu geringen Zahl an Probanden. (Dies ist ein Punkt, mit dem ich Pharmareferenten in der Apo gerne auflaufen lasse

)
Und zum guten Schluss: bei der statistischen Auswertung kann man auch prima schummeln. "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast".
In diesem Sinne, bis die Tage
micha
