
25.06.2005, 12:41
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Legasthenie
Hallo,
ich habe was zu Legasthenie gefunden und stelle hier die Infos herein. Vielleicht weiß ja noch jemand etwas dazu ... dann einfach als Antwort hier ins Thema.
LG
Mary 8-)
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25.06.2005, 12:44
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Leseschwäche durch Informationsüberfluss?
30.05.2005 - Hirnforschung
Leseschwäche durch Informationsüberfluss?
Forscher: Bei Legasthenie fehlen Filter für Hintergrundreize
Lese-Rechtschreibschwächen gehen möglicherweise auf eine viel grundlegendere Wahrnehmungsstörung zurück als bislang angenommen: Legastheniker können Hintergrundreize nur schlecht ausblenden und haben daher Schwierigkeiten, unwichtige von wichtigen Informationen zu trennen, haben amerikanische Forscher entdeckt. Das erschwert den Betroffenen nicht nur das Identifizieren einzelner Buchstaben beim Lesen, sondern möglicherweise auch das Hören einzelner Laute bei gesprochenen Wörtern. Beide Faktoren tragen maßgeblich zum Lesen- und Schreibenlernen bei.
Bis heute ist noch nicht geklärt, was genau im Gehirn von Legasthenikern die Probleme beim Lesen und Schreiben verursacht. Sicher ist jedoch, dass Kinder mit Legasthenie so genannte Phoneme, die Lauteinheiten eines Wortes, nicht richtig voneinander trennen können. Daher haben sie Probleme zu lernen, wie geschriebene Buchstaben ausgesprochen und wie umgekehrt Laute in geschriebene Buchstaben übersetzt werden.
Wissenschaftler haben für diese Schwierigkeiten bislang eine Störung in dem Teil des Sehsystems verantwortlich gemacht, der für die Verarbeitung von Licht und Bewegung zuständig ist. Die neuen Ergebnisse deuten jedoch auf ein allgemeineres Problem bei der Wahrnehmung bei Legasthenikern hin: Die Forscher stellten fest, dass Kinder mit Legasthenie zwar tatsächlich Probleme beim Erkennen von Bewegungen haben – allerdings nur dann, wenn sie zusätzlich zu dem Testbild noch andere, unwesentliche Muster oder Objekte sehen.
Dieses "optische Hintergrundrauschen" wird normalerweise beim Sehvorgang vom Gehirn herausgefiltert, schreiben die Forscher. Passiert das nur teilweise, ist es für den Betroffenen sehr viel schwieriger, wesentliche Informationen zu erkennen. Die Wissenschaftler vermuten, dass nicht nur der Sehsinn von den fehlenden Filtern betroffen ist, sondern auch das Gehör. Das würde erklären, warum die meisten Legastheniker sowohl beim Übertragen von Gehörtem in Geschriebenes als auch beim Erkennen geschriebener Wörter Probleme haben. Die Forscher hoffen nun, mithilfe ihrer Ergebnisse Kinder mit Legasthenie früher identifizieren und ihnen dadurch besser helfen zu können.
Anne Sperling (Georgetown-Universität, Washington) et al.: Nature Neuroscience, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1038/nn1474
ddp/wissenschaft.de - Ilka Lehnen-Beyel
(Quelle: Wissenschaft.de )
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25.06.2005, 12:50
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Forscher entdeckten Schlüsselgen für Legasthenie
24.02.2005 - Medizin
Verwirrte Buchstaben dank KIAA0319
Forscher entdeckten Schlüsselgen für Legasthenie
Ein Gen namens KIAA0319 könnte maßgeblich am Entstehen von Legasthenie beteiligt sein. Das schließen britische Wissenschaftler aus den Ergebnissen einer Untersuchung, in der sie das Erbgut von Legasthenikern mit dem von Menschen ohne Lese-Rechtschreibschwäche verglichen. Bei Legasthenikern waren bestimmte Veränderungen von KIAA0319 deutlich häufiger vertreten als bei den nicht betroffenen Kontrollpersonen, ergab die Auswertung. Welche Funktion das Schlüsselgen hat, können die Forscher um Natalie Cope von der Cardiff-Universität jedoch noch nicht sagen. Das berichtet der Online-Dienst der Fachzeitschrift "Science".
Bei Legasthenikern ist die Fähigkeit, zu lesen und zu schreiben beeinträchtigt, ohne dass ansonsten eine geringere Intelligenz festgestellt werden kann. Insgesamt sind etwa 10 Prozent der Bevölkerung von dieser Einschränkung betroffen. Was genau dem Problem zugrunde liegt, ist bislang noch nicht vollständig aufgeklärt. Da sich Fälle von Legasthenie jedoch in bestimmten Familien häufen, gehen Wissenschaftler davon aus, dass genetische Faktoren eine entscheidende Rolle bei der Entstehung spielen. Als besonders vielversprechende Kandidaten bei der Identifizierung dieser Faktoren gelten dabei die Gene einer Region auf Chromosom 6, darunter auch das KIAA0319-Gen.
Um die verdächtige Region genauer einzugrenzen, untersuchten Cope und ihre Kollegen bei 223 Freiwilligen mit Legasthenie und 273 Kontrollprobanden, welche Gene typische Abweichungen zeigten. Besonders zwei Veränderungen der KIAA0319-Sequenz kamen bei den Legasthenikern deutlich häufiger vor als bei den Kontrollpersonen, zeigten die Ergebnisse. Wie die Abweichungen die Funktion des Gens verändern, wissen die Forscher jedoch noch nicht.
Frühere Studien hatten gezeigt, dass KIAA0319 sowohl im Gehirn als auch in den Nieren aktiv ist und wahrscheinlich dabei hilft, Verbindungen zwischen den Zellen zu bilden. Außerdem scheinen bestimmte Varianten des Gens extrem gute Leseleistungen zu begünstigen. Möglicherweise beeinflusst KIAA0219 die Lesefähigkeit, indem es die Wanderung der Gehirnzellen während der Gehirnentwicklung verändert, kommentiert Copes Kollege Anthony Monaco vom Wellcome-Trust-Center für Humangenetik die Ergebnisse. Neben der genetischen Veranlagung spielen wahrscheinlich noch emotionale und soziale Faktoren sowie Einflüsse während der Schwangerschaft eine Rolle bei der Entwicklung der Legasthenie.
ddp/wissenschaft.de - Ilka Lehnen-Beyel
(Quelle: Wissenschaft.de )
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25.06.2005, 12:53
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Beeinflusst Legasthenie die Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr?
03.02.2005 - Hirnforschung
Beeinflusst Legasthenie die Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr?
Norwegische Studie: Legastheniker reagieren beim Autofahren langsamer
Legastheniker reagieren als Autofahrer möglicherweise langsamer auf Verkehrsschilder als andere Verkehrsteilnehmer. Darauf deuten die Ergebnisse einer kleinen Studie aus Norwegen hin. Schuld ist wahrscheinlich eine verlangsamte Informationsverarbeitung im Gehirn, erklärt Hermundur Sigmundsson von der Universität für Wissenschaft und Technik in Trondheim. Über die Ergebnisse, die noch in größeren Studien bestätigt werden müssen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist (5. Februar, S. 12).
Sigmundsson führte mit sechs Legasthenikern und elf Kontrollpersonen zwei Tests durch. Im ersten mussten die Probanden in einer Simulation vier Minuten lang mit 50 bis 80 Kilometern pro Stunde eine Landstraße entlang fahren. In der zweiten Simulation fuhren sie zehn Minuten durch eine Stadt. Dabei leuchteten in ihrem Blickfeld Verkehrszeichen auf, auf die sie mit Knopfdruck oder der Aussage "jetzt" reagieren mussten. In der Fahrt über Land erschienen die Verkehrszeichen unmittelbar geradeaus, in der Stadt jedoch an verschiedenen Stellen.
Die Legastheniker reagierten bei der Überlandfahrt im Durchschnitt 0,13 Sekunden langsamer auf die Verkehrsschilder als die anderen Probanden. Bei der Stadtfahrt, in einer komplexeren Umgebung, waren sie sogar 0,19 Sekunden langsamer. Ihre Reaktion war damit um 20 bis 30 Prozent verzögert. Diese noch sehr kleine Studie lasse jedoch keine generellen Rückschlüsse auf die Verkehrstauglichkeit von Legasthenikern zu, kommentieren Experten im "New Scientist" die Ergebnisse. Reaktionsschnelligkeit sei nicht automatisch mit sicherem Fahren gekoppelt. So gehe das oft besonders gute Reaktionsvermögen junger Menschen nicht automatisch mit einem sicheren Fahrstil einher.
ddp/wissenschaft.de - Anke Biester
(Quelle: Wissenschaft.de )
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25.06.2005, 12:57
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Für Sprache sind drei Gehirnregionen zuständig
13.12.2004 - Hirnforschung
Aus zwei mach drei
Für Sprache sind drei Gehirnregionen zuständig
Nicht zwei, sondern drei miteinander vernetzte Hirnregionen ermöglichen dem Menschen das Sprechen. Das ergab eine Auswertung von Bildern der Nervenfasern im Gehirn von elf Probanden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Sprachfähigkeit des Menschen durch Veränderungen schon existierender Nervenverbindungen und nicht durch die Entstehung neuer Gehirnstrukturen entwickelt hat. Über ihre Ergebnisse berichten Marco Catani vom King's College in London und seine Kollegen im Fachmagazin Annals of Neurology (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1002/ana.20368).
Die Forscher untersuchten die Gehirnaktivität der Probanden mithilfe einer speziellen Variante der Magnetresonanztomographie. Dabei konnten die Wissenschafter erkennen, welche Nervenverbindungen beim Sprechen gebraucht werden. Vor allem drei Hirnareale sind dabei aktiv, und diese sind durch zwei parallele Nervenbahnen miteinander verbunden, entdeckten die Forscher. Bislang waren die meisten Wissenschaftler davon ausgegangen, dass nur zwei miteinander verbundene Hirnregionen für Sprache notwendig sind: Eine für die Erzeugung und die andere für das Verständnis von Sprache. An dieser Theorie gab es jedoch schon seit einiger Zeit Zweifel, die Catani und seine Kollegen jetzt bestätigen konnten.
Die weitere Nervenbahn, die die dritte Region mit den beiden schon bekannten Spracharealen verbindet, könnte vor allem für den Spracherwerb bei Kindern wichtig sein, schreiben die Forscher. Der Grund: Dieses Sprachareal ist die Gehirnregion, die sich als letztes entwickelt - genau in der Zeit, in der Kinder Lesen und Schreiben lernen.
Weitere Studien sollen jetzt zeigen, ob Störungen der Entwicklung dieser dritten Sprachregion auch mit Autismus und Legasthenie zusammenhängen könnten. Da ähnliche Nervenverbindungen in sehr viel einfacherer Form auch bei Affen entdeckt wurden, könnte die neuen Erkenntnisse bei der Suche nach den Ursprüngen der Sprachfähigkeit des Menschen helfen, so Catani.
ddp/bdw - Eva Hörschgen
(Quelle: Wissenschaft.de )
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25.06.2005, 13:00
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Legasthenie auf chinesisch
02.09.2004 - Medizin
Legasthenie auf chinesisch
Da Symbolsprache anders verarbeitet wird, liegen der Leseschwäche auch andere Störungen im Gehirn zugrunde
Chinesische Legastheniker haben andere Fehlfunktionen im Gehirn als im Westen lebende Menschen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche. Bei der Erkennung und Verarbeitung von Symbolen wie den chinesischen Schriftzeichen sind andere Areale des Gehirns beteiligt als beim Lesen von auf Buchstaben basierenden Texten. Das berichten Forscher um Li Hai Tan vom National Institute of Mental Health in Bethesda (USA) in der Fachzeitschrift Nature (Bd 431, S 71).
Bislang nahmen die Wissenschaftler an, dass die wichtigsten Ursachen für Legasthenie in Störungen in der Gehirnregion des so genannten temporoparietalen Cortex liegen. Die Studien bezogen sich allerdings größtenteils auf Sprachen, die mit Buchstaben arbeiten. Die Forscher um Li Hai Tan zeigten nun, dass bei der Umsetzung von gelesenen Symbolen in Sprache hingegen der linke mittlere frontale Gyrus eine entscheidende Rolle spielt.
Zum Lesen eines Buchstabentextes muss das Gehirn die Umsetzung von Buchstaben in Laute gewährleisten. Das Lesen eines Textes aus Symbolen erfordert gleichzeitig die Verknüpfung des Symbols mit seiner Bedeutung, während das im Falle der Buchstaben in einem nachgeschalteten Schritt vonstatten geht. Das korrekte Zusammenführen der beiden parallel ablaufenden Vorgänge leistet der linke mittlere frontale Gyrus. Eine Störung dieser Gehirnregion verhindert damit ein flüssiges Lesen.
Die Wissenschaftler bedienten sich bei ihrer Studie der funktionalen Magnetresonanz-Tomographie (MRT). Mittels dieser Technik können Gehirnaktivitäten der Testpersonen im Laufe der Experimente sichtbar gemacht werden. 16 chinesische Kinder, davon acht Legastheniker, nahmen teil. Die Wissenschaftler hoffen, dass mithilfe ihrer Ergebnisse in Zukunft gezieltere Therapiemöglichkeiten für unter Legasthenie leidende Chinesen entwickelt werden können.
ddp/bdw - Dirk Gilson
(Quelle: Wissenschaft.de )
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25.06.2005, 13:02
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Leseschwäche: Kinder verarbeiten Sprache in anderen Hirnregionen
27.10.2003 - Hirnforschung
Leseschwäche: Kinder verarbeiten Sprache in anderen Hirnregionen
Statt der linken wird die rechte Gehirnhälfte aktiv
Kinder mit einer Leseschwäche verarbeiten Gehörtes in einer anderen Region ihres Gehirns als Kinder, die keine Probleme beim Lesen haben. Das haben amerikanische Forscher festgestellt, als sie das Gehirn von Kindern mit und ohne Dyslexie bei der Arbeit beobachteten. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Neuropsychology (Ausgabe vom Oktober).
Über 15 Prozent der Kinder im Schulalter leiden an Dyslexie. Die Ausprägung der Leseschwäche ist jedoch verschieden: Teilweise können die Kinder noch stockend lesen, während in anderen Fällen eine völlige Lesehemmung auftritt. Zudem ist die Leseschwäche oft kombiniert mit Sprachstörungen und kann bis ins Erwachsenenalter andauern.
Joshua Breier von der Universität von Texas in Houston (USA) und seine Kollegen unterzogen nun zwölf Kinder mit und elf ohne Dyslexie einem einfachen Hörtest. Die Kinder im Alter zwischen acht und zwölf mussten zwischen verschiedenen Silben wie "ga" und "ka" unterscheiden, während die Forscher gleichzeitig ihre Gehirnaktivität untersuchten.
Bei Kindern ohne Dyslexie waren vor allem Sprachregionen im linken Teil des Hirns aktiv, erklären die Forscher. Die leseschwachen Kinder zeigten dagegen eine Aktivierung des entsprechenden Bereichs in der rechten Hirnhälfte, dessen genaue Funktion bislang unbekannt ist. Die für eine Dyslexie verantwortliche Störung scheint sich also auf einen kleinen Bereich im Gehirn zu konzentrieren. Von der Intelligenz des Kindes sei die Leseschwäche völlig unabhängig, betonen die Forscher.
ddp/bdw - Stefanie Offermann
(Quelle: Wissenschaft.de )
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25.06.2005, 13:05
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Lesetraining stärkt entscheidende Gehirnregionen von Legasthenikern
22.07.2003 - Psychologie
Lesetraining stärkt entscheidende Gehirnregionen von Legasthenikern
Schon dreiwöchige Behandlung normalisiert die Gehirnmuster von Kindern mit Leseschwäche
Schon nach einem dreiwöchigen Lesetraining zeigen Gehirn-Scans von Kindern mit Legasthenie die gleichen Gehirnmuster und –aktivitäten wie die von Kindern ohne Leseschwäche. Das fanden amerikanische Wissenschaftler in einer Studie heraus, die sie in der Fachzeitschrift Neurology (Bd. 61, S. veröffentlichen.
Die Mediziner um Elizabeth Aylward von der Universität von Washington in Seattle (USA) untersuchten mit einer besonderen Art der Magnetresonanztomographie die Gehirne der Kinder vor und nach dem Lesetraining. Dabei zeigte sich, dass bei Kindern mit Leseschwäche die gleichen Gehirnregionen aktiv sind wie bei Kindern ohne Leseprobleme, die Aktivität dieser Regionen jedoch deutlich schwächer ist. Nach Beendingung des Trainings konnten die Forscher praktisch keinen Unterschied mehr in den Gehirnscans der Kinder oder ohne Leseschwäche feststellen.
Diese Befunde zeigen, dass keine neuen Schaltungen oder Verbindungen in den Gehirnen der Kinder notwendig sind, sondern dass vielmehr die schon vorhandenen Vernetzungen gekräftigt und verstärkt verwendet werden, sagt Aylward. Ermutigend für die allgemeine Behandlung von Legasthenie ist nach Ansicht der Forscher besonders die kurze Trainingszeit, die für die Verbesserung notwendig war.
Das anschließende dreiwöchige Lesetraining basierte auf wissenschaftlichen Empfehlungen des Nationalen Leseforums des Nationalen Instituts für Kindergesundheit und menschliche Entwicklung (NICHD). Es bestand es aus Übungseinheiten zum Klang von Buchstabenkombinationen und zur Verbesserung des Leseflusses sowohl bei kontrolliertem Vorlesen als auch bei stillem Lesen. Außerdem wurden Wortschatz und das Erkennen von Textzusammenhängen trainiert.
ddp/bdw - Ilka Lehnen-Beyel
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25.06.2005, 13:07
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Leseschwäche kann auch am Ende der Grundschule noch auftreten
23.06.2003 - Psychologie
Leseschwäche kann auch am Ende der Grundschule noch auftreten
Erst bei anspruchsvolleren Texten stellen sich Probleme ein
Viele Kinder mit ausgeprägten Leseschwierigkeiten machen in den ersten Schuljahren noch völlig normale Lernfortschritte. Die Schüler bekommen erst Probleme, wenn die Lesetexte in der vierten oder fünften Klasse anspruchsvoller werden. Da sich die Kinder bis dahin normal entwickeln, bemerken viele Lehrer deren Probleme erst spät oder gar nicht. Das berichten amerikanische Psychologen im Journal of Educational Psychology.
Etwa ein Drittel der betroffenen Kinder bekommen ähnliche Schwierigkeiten wie Legastheniker, schreiben Hollis Scarborough von den Haskins Laboratorien in New Haven und Kollegen. Diese Schüler haben ein normales Sprachverständnis, können jedoch geschriebene Wörter nur schwer entziffern. Ein weiteres Drittel kann gut Lesen, versteht das Gelesene aber nicht. Jedes dritte Kind mit spät auftauchenden Leseproblemen lässt sich hingegen keiner dieser Gruppen zuordnen und hat beides: Schwierigkeiten beim Entziffern von Text und Verständnisschwierigkeiten. Diese Gruppe hat zudem auch häufig Probleme in anderen Fächern, etwa Mathematik.
Lehrer sollten die betroffenen Schüler nicht nur rechtzeitig erkennen, sondern auch zwischen den drei Gruppen unterscheiden, fordern die Psychologen. Schließlich bräuchten Kinder mit Legasthenie ähnlichen Problemen eine andere Förderung als Schüler mit Verständnisschwierigkeiten.
(Quelle: Wissenschaft.de )
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Legastheniker sind außer Takt
23.07.2002 - Psychologie
Legastheniker sind außer Takt
Störung im Erkennen von Rhythmen ist Ursache der Lese- und Rechtschreibschwäche
Legasthenie bei Kindern und Erwachsenen geht in Wirklichkeit auf Schwierigkeiten im Erkennen von Sprachrhythmen zurück. Das vermuten britische Forscher in einer Vorabpublikation des Fachblattes "Proceedings" der Amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften.
Sie stellen damit die weit verbreitete Theorie in Frage, nach der das Unvermögen, schnell wechselnde Hörreize zu verarbeiten, Ursache der Lese- und Rechtschweibschwäche ist. Diese Schwierigkeit könnte vielmehr nur eine Konsequenz eines mangelnden Gefühls für Rhythmen sein, glauben die Wissenschaftler um Usha Goswami vom Universitäts-College in London.
Die Forscher hatten Kinder einer ganzen Reihe von Tests unterzogen und dabei beobachtet, dass Legastheniker deutlich weniger sensibel gegenüber Rhythmen sind. Sie entdeckten einen direkten Zusammenhang zwischen dem Unvermögen, Rhythmen zu erkennen, und der Lese- und Sprachfähigkeit. Ein Gefühl für Takte und Betonungen sei wichtig für das Formen von Silben und Worten, argumentieren die Wissenschaftler.
ddp/bdw - Ulrich Dewald
(Quelle: Wissenschaft.de )
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