Was ist eine PEG?
Die perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) ist die Anlage einer Ernährungssonde. Diese wird mit Hilfe eines Endoskops durch die Bauchwand in den Magen eingeführt.
Der Begriff "perkutan" leitet sich aus dem Lateinischen ab und kann mit durch die Haut hindurch übersetzt werden. Gastrostomie setzt sich aus den beiden griechischen Wortteilen "gastr" und "stomie" zusammen, wobei ersteres Magen und letzteres Öffnung bedeutet.
Wie funktioniert eine PEG?
Zur Anlage der Ernährungssonde, einem Schlauch aus Kunststoff, benötigt der Arzt unter anderem ein
Gastroskop.
Das Gastroskop ist ein biegsames optisches Instrument, das aus Objektiv und Okular bzw. einer elektronischen Bildübertragungseinheit, einer Lichtquelle sowie einer Spül- und Absaugvorrichtung besteht. Außerdem ist es mit Arbeitskanälen ausgestattet, durch die medizinische Instrumente, z.B. kleine Zangen eingeführt werden können.
Wozu dient eine PEG?
Über die PEG-Sonde ist eine enterale Ernährung möglich. Enteral bedeutet, dass die Ernährung direkt über den Magen-Darm-Trakt erfolgt. Über die PEG-Sonde kann Flüssigkeit bzw. flüssige oder dünnbreiige Nahrung verabreicht werden.
Die Anlage einer PEG-Sonde ist mittlerweile die am häufigsten angewandte Methode für eine mittel- und langfristige enterale Ernährung von Patienten, die auf Grund von bestimmten Erkrankungen nicht mehr ausreichend Nahrung zu sich nehmen können.
Bei folgenden Situationen kann es sinnvoll sein eine PEG-Sonde anzulegen:
- Bei bösartigen (malignen) Erkrankungen wie z.B. bei Tumoren im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich oder in der Speiseröhre
- Auch bei speziellen Strahlen- bzw. Chemotherapien ist eine PEG-Sonde hilfreich, wenn beispielsweise die Gefahr besteht, dass der Patient nicht mehr genügend Nahrungsmittel aufnehmen kann.
- Bei Neurologischen Erkrankungen mit Schluckstörungen: Diese können nach einem Schlaganfall, bei Hirntumoren oder Schädel-Hirnverletzungen eintreten.
- Bei anderen Erkrankungen, die z.B. ausgedehnte Gesichts- und/oder Kieferoperationen erforderlich machen, nach schweren Verletzungen oder bei langem Koma
Was ist vor der Anlage einer PEG zu beachten?
Der Patient sollte nüchtern zu der Behandlung erscheinen, das heißt er darf einige Stunden vorher weder essen noch trinken.
Bei lokalen Infekten der Bauchhaut, einer Bauchfellentzündung (Peritonitis), starker Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, einer so genannten Aszites, und
Gerinnungsstörungen wird in der Regel keine PEG durchgeführt.
Ist eine starke Bauchbehaarung vorhanden, muss der Patient vorher rasiert werden.
Wie wird eine PEG eingelegt?
In der Regel erfolgt die PEG-Anlage mit Hilfe der so genannten Fadendurchzugsmethode:
Bei Bedarf oder auf Wunsch wird der Rachen vor der Untersuchung örtlich betäubt, oder der Patient bekommt ein beruhigendes und schläfrig machendes Medikament injiziert.
Dann schiebt der Arzt das Gastroskop über Mund und Speiseröhre in den Magen vor. Durch Einblasen von Luft entfaltet sich der Magen, sodass er besser einsehbar ist. Nun wird eine geeignete Stelle zur Sondenanlage festgelegt, die Bauchwand in dieser Region von außen desinfiziert und örtlich betäubt. Der Arzt führt anschließend eine Hohlnadel, die in einem Kunststoffröhrchen steckt, unter endoskopischer Kontrolle durch die Bauchdecke in den Magen ein. Die metallene Hohlnadel wird dann wieder herausgezogen und durch das verbleibende Kunststoffröhrchen ein Faden in den Magen vorgeschoben. Dieser Faden wird mit einer Zange umfasst, die der Arzt durch den Arbeitskanal des Gastroskops eingeführt hat. Faden, Zange und Gastroskop werden dann über Speiseröhre und Mund herausgezogen. Die Ernährungssonde wird mit dem, nun aus dem Mund kommenden Fadenende verknotet. Durch den Zug am anderen Fadenende, das durch das in der Bauchdecke steckende Kunststoffröhrchen hinausragt, wird die Sonde über Mund und Speiseröhre in den Magen gebracht und partiell durch die Bauchdecke gezogen. Eine Platte an der Ernährungssonde verhindert, dass die Sonde ganz durch die Bauchdecke herausgezogen wird. Auch von Bauchdeckenaußenseite aus wird nun eine entsprechende Platte als Gegenlager angebracht. Sie verhindert ein Abrutschen der Ernährungssonde von außen in den Magen. Zum Schluss wird die Ernährungssonde von außen verbunden.
Die künstliche Ernährung kann in der Regel einen Tag, nachdem die PEG-Sonde angelegt wurde, beginnen.
Bei entsprechender Pflege kann die PEG-Sonde über viele Monate und Jahre komplikationslos benutzt werden. Ist sie nicht mehr nötig, kann sie wieder herausgezogen werden. Der Stichkanal wächst dann von alleine wieder zu.
Welche Komplikationen können bei einer PEG auftreten?
Sehr selten kann es im Rahmen einer PEG-Anlage bzw. danach zu folgenden Komplikationen kommen:
- Verletzung innerer Organe
- Infektion der Bauchhaut oder des Bauchfells (Peritonitis)
- Blutungen
- Herz-Kreislauf- und Atemstörungen bei Gabe von Beruhigungsmitteln
- Aspiration von Speichel, Magensaft oder Sondennahrung: Aspiration bedeutet, dass diese Substanzen in die Luftröhre gelangen. Dies kann zu einer Lungenentzündung führen.
Welche alternativen Verfahren bestehen zur PEG ?
Eine kürzer fristige Sondenernährung kann auch über eine Magensonde, die durch die Nase geführt wird, erfolgen. Das Legen einer solchen Magensonde ist nicht so aufwändig wie eine PEG. Dafür ist die PEG-Sonde, nachdem sie eingelegt wurde, weniger belastend für den Patienten und kann deutlich länger, ohne erneuten Wechsel belassen werden.
Eine künstliche Ernährung kann auch parenteral erfolgen, das heißt unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts. Dabei werden die Nährstoffe über eine Vene, also intravenös verabreicht.
- Bei bösartigen (malignen) Erkrankungen wie z.B. bei Tumoren im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich oder in der Speiseröhre
- Auch bei speziellen Strahlen- bzw. Chemotherapien ist eine PEG-Sonde hilfreich, wenn beispielsweise die Gefahr besteht, dass der Patient nicht mehr genügend Nahrungsmittel aufnehmen kann.
- Bei Neurologischen Erkrankungen mit Schluckstörungen: Diese können nach einem Schlaganfall, bei Hirntumoren oder Schädel-Hirnverletzungen eintreten.
- Bei anderen Erkrankungen, die z.B. ausgedehnte Gesichts- und/oder Kieferoperationen erforderlich machen, nach schweren Verletzungen oder bei langem Koma
Was ist vor der Anlage einer PEG zu beachten?
Der Patient sollte nüchtern zu der Behandlung erscheinen, das heißt er darf einige Stunden vorher weder essen noch trinken.
Bei lokalen Infekten der Bauchhaut, einer Bauchfellentzündung (Peritonitis), starker Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, einer so genannten Aszites, und
Gerinnungsstörungen wird in der Regel keine PEG durchgeführt.
Ist eine starke Bauchbehaarung vorhanden, muss der Patient vorher rasiert werden.
Quelle. Net-Doctor
