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Alt 13.06.2006, 12:38
Nancy
 
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Standard Japanische Enzephalitis

Was ist die japanische Enzephalitis?

Die japanische Enzephalitis ist eine schwere Virusinfektion, die nicht nur in Japan, sondern auch in den gemäßigten und tropischen Zonen Asiens und Nordaustraliens auftritt und durch Mückenstiche übertragen wird. Die Erreger befallen das zentrale Nervensystem, insbesondere das Gehirngewebe.

Das Infektionsrisiko in Gebieten mit Dauerdurchseuchung liegt etwa bei 1:200 Mückenstichen. Die Hauptübertragungszeit ist zwischen Juni und September. Das Japanische B-Enzephalitis-Virus gehört zur Gruppe der Arboviren und ist somit verwandt mit dem Erreger der Frühsommer-Meningoenzepehalitis (FSME).


Wie wird die japanische Enzephalitis übertragen?

Die Infektion erfolgt durch den Stich einer Mücke (Moskito). Das Virus kann auch Haustiere wie Pferde, Schweine oder Hunde befallen, weshalb die Erkrankung in ländlichen Gebieten häufiger ist. Vögel können als Zwischenwirte dienen, erkranken aber nicht.

Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.



Welche Symptome treten bei der japanischen Enzephalitis auf?

Bei jungen, gesunden Erwachsenen verläuft die Erkrankung in etwa 95 Prozent völlig symptomlos oder lediglich mit leichten Kopfschmerzen und nur niedrigem Fieber und heilt folgenlos aus.

Kinder unter 15 Jahren und alte Menschen sind von dem Virus jedoch überproportional häufig betroffen und erleiden besonders schwere Krankheitsverläufe. Gesamtzahl der weltweit Erkrankten wird auf 50.000 im Jahr geschätzt. Bei etwa 80 Prozent der Erkrankten bleiben neurologische Störungen, etwa zehn Prozent der Erkrankten stirbt. Zunächst treten auf:
Nach zwei bis vier Tagen entwickeln sich:
  • Hohes Fieber
  • Nackensteife
  • Lichtempfindlichkeit
  • Krämpfe
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma
  • Lähmungserscheinungen, vor allem im Schulterbereich
Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) vergehen ein bis zwei Wochen.


Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Die Symptome selbst unterscheiden die japanische Enzephalitis kaum von anderen schweren Hirnhaut- oder Hirnentzündungen. Die Diagnose wird durch den Nachweis sowohl von Virusbestandteilen im Nervenwasser (Liquor cerebrospinalis), als auch von spezifischen Antikörpern im Blut gestellt.


Wie wird die japanische Enzephalitis behandelt?

Da es keine gezielte Therapie gibt, muss man sich auf die symptombezogene Behandlung beschränken. Die macht jedoch in vielen Fällen eine intensivmedizinische Betreuung erforderlich.


Wie können Sie der japanischen Enzephalitis vorbeugen?

Als vorbeugende Maßnahmen eignen sich einerseits die Impfung, die vor allem für Kinder empfehlenswert ist, andererseits ein guter Schutz vor Mückenstichen (Expositionsprophylaxe). Der Impfstoff aus toten Viren ist in Deutschland nicht zugelassen, ist jedoch über internationale Apotheken verfügbar. Zum Erreichen einer ausreichenden Schutzwirkung sind drei Injektionen unter die Haut im Abstand von insgesamt 4 Wochen erforderlich.

Quelle: Robert-Koch-Institut
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  #2  
Alt 13.06.2006, 12:40
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evma evma ist offline
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Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

wenn man überlegt welche krankheiten es alles gibt .schrecklich
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