Kinderherz-OP
Kardiologen fordern mehr Qualität bei Kinderherz-Ops
Nur sieben von 76 Kinderkliniken erfüllen die Kriterien
FRANKFURT/MAIN (ras). Nur sieben von 76 kinderkardiologischen Kliniken erfüllen nach der letzten Erhebung aus dem Jahr 2002 vollständig die qualitativen Kriterien bei Operationen am kindlichen Herzen mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine (HLM).
Bundesweit gibt es jedes Jahr etwa 4500 solcher Operationen in kinderkardiologischen Kliniken. Eine Klinik gilt nach Einstufung der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie dann als qualifiziert, wenn pro Jahr mindestens 150, besser 200 HLM-Operationen bei Kindern vorgenommen werden, hieß es bei einer Tagung des Bundesverbandes herzkranker Kinder (BVHK) in Frankfurt.
Insgesamt würden dafür in Deutschland 15 Zentren für die besonders schwierigen Herz-Ops benötigt. Zudem forderte die BVHK-Geschäftsführerin Hermine Nock alle Kliniken, die Kinderherzen operieren, auf, an einem europäischen Qualitätssicherungsprogramm (Aristotles Score) mitzumachen.
Dies sieht auch die Deutsche Gesellschaft für Thorax-Herz- und Gefäßchirurgie als verpflichtend an. Bislang beteiligten sich jedoch nur ein Bruchteil der Kinderherzchirurgischen Abteilungen an diesem Programm.
Derzeit werden in Deutschland pro Jahr etwa 6000 bis 7000 Kinder mit einer Fehlbildung des Herzens geboren. Der angeborene Herzfehler ist damit eine der häufigsten angeborenen Erkrankungen.
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