Depressionen auch bei Kindern
Depressionen auch bei Kindern
Oft wird die Kindheit als die glücklichste Zeit des Lebens angesehen. Aber das gilt nicht für alle Kinder und Jugendlichen. Manche leiden unter einer gedrückten Stimmung, ohne dass Eltern oder Freunde einen äußeren Anlass erkennen. Was viele nicht wissen: Auch Kinder und Jugendliche können an Depressionen erkranken.
Mit Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sind nicht die Stimmungsschwankungen mit Stimmungstiefs gemeint, zu denen es gerade in der Pubertät häufig kommt. Eine Depression geht tiefer. Sie kann auch Freudlosigkeit, Rückzug von anderen, den Verlust an Interesse und an Selbstwertgefühl beinhalten. Selbst scheinbar körperliche Probleme wie Appetitmangel, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, verminderter Antrieb oder Ruhelosigkeit können Symptome einer solchen Depression sein. Spätestens bei wiederkehrenden Gedanken an Tod oder Selbstmord oder gar bei Selbstmordversuchen zeigt sich die Gefährlichkeit dieser seelischen Erkrankung.
Wenn Eltern bei ihrem Kind solche Symptome feststellen und mit ihm zum Arzt gehen, wird dieser zunächst die Situation in Familie und Schule erfragen und eine rein körperliche Ursache wie eine Schilddrüsenerkrankung ausschließen.
Anders als bei Erwachsenen steht die Behandlung mit speziellen Arzneimitteln gegen Depressionen bei Kindern und Jugendlichen eher hinten an und kommt erst zum Einsatz, wenn andere Maßnahmen noch keinen Erfolg brachten. Oft genügt bei jugendlichen Depressionskranken eine Therapie mit Johanniskrautextrakten aus der Apotheke.
Wer Hilfe braucht: In den meisten größeren Städten gibt es Beratungsstellen als erste Anlaufstelle für die Eltern, oft angeboten vom Jugendamt oder vom Bund Deutscher Psychologinnen und Psychologen.
(Quelle NAI Juni06)
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Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
(Christian Morgenstern)
Geändert von Tinka (16.06.2006 um 13:55 Uhr).
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