schwangerschaftsuebelkeit
Rund 80 Prozent aller Schwangeren leiden an morgendlicher Übelkeit. Eine weltweite Studie hat nun jene Nahrungsmittel identifiziert, die das Phänomen begünstigen.
Die Biologen der University of Liverpool analysierten 56 Fachberichte aus 21 Ländern aller fünf Kontinente, und kamen zu dem Resultat, dass der Konsum von tierischen Produkten wie Fleisch, Eier und Milch, aber auch Koffein, Alkohol und Zucker zu verstärkter Morgenübelkeit führt. Die Analyse erscheint demnächst im Royal Society's Biological Journal.
Der Vergleich von asiatischen und europäischen Ländern zeigt, dass der regelmäßige Verzehr von Getreideprodukten und Hülsenfrüchten eine entgegengesetzte Wirkung hat: In Indien, Sri Lanka und Nepal, wo Reis und Linsen täglich gegessen werden, leiden durchschnittlich nur 35 bis 38 Prozent der Frauen an morgendlicher Übelkeit.
Lange Zeit wurden Morgenübelkeit und Schwangerschaftserbrechen als unangenehme Nebenerscheinung der drastischen hormonellen Veränderungen angesehen.
Sogar mögliche negative Auswirkungen auf das Wachstum des Fötus im Mutterleib und langfristige Gesundheitsschädigungen auf Grund mangelnder Nährstoffversorgung wurden vermutet.
Jüngere Studien hoben auch "positive Aspekte" hervor: Morgenübelkeit könnte unter anderem das Risiko einer Fehlgeburt reduzieren.
Die britischen Forscher sehen in der morgendlichen Übelkeit ein evolutionäres Überbleibsel: Der Körper schütze den Fötus durch Aversionen gegen gewisse Lebensmittel vor Giftstoffen und Krankheitserregern, die darin enthalten sein könnten. Denn gerade die ersten drei Monate sind für die Entwicklung des Embryos ausschlaggebend.
Zwar stellt der Verzehr von Fleisch, Milch und Eiern im Zeitalter des Kühlschranks keine Gefahr mehr dar, doch ist der Abwehrmechanismus des Körpers weiterhin aktiv.
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