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Alt 17.07.2006, 14:48
Nancy
 
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Standard Augen-Expander für blinde Kinder

Es passiert selten, doch es passiert: Manche Kinder werden ohne Augen geboren. Rostocker Mediziner arbeiten seit Jahren daran, die kleinen Patienten mit Prothesen zu versorgen. Bevor künstliche Augen eingesetzt werden können, schaffen selbständig aufquellende Kunststoffkugeln die Voraussetzungen dafür.

"Wir können die Kinder nicht sehend machen, aber wir können zur Förderung ihrer sozialen Akzeptanz beitragen", sagt Dr. Michael Schittkowski, Oberarzt an der Rostocker Universitätsaugenklinik. Vor neun Jahren begannen Augenärzte gemeinsam mit Gesichtschirurgen, Kindern den Einsatz von Augenprothesen zu ermöglichen. Verwendet wurde dafür ein neuartiger Kunststoff, der in die Augenhöhle eingebracht wird, dort selbständig quillt und durch den entstehenden Druck die meist zu klein geratene Augenhöhle wachsen lässt. Später können dann gewöhnliche Augenprothesen eingesetzt werden.

Ergebnis ist auf lange Sicht ein Äußeres, das nicht offensichtlich durch Blindheit gezeichnet ist. Das gilt auch für Patienten, denen nur ein Auge fehlt, und bei denen durch die zu klein geratene Augenhöhle das Gesicht nicht symmetrisch ist. "Bei diesen Patienten wird zusätzlich die Bildung von Knochensubstanz im Gesicht angeregt", sagt Professor Dr. Gundlach, Direktor der Klinik, und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Ergebnis ist eine gerade Gesichtslinie. Seit kurzem können auch Patienten mit zu kleinen Augäpfeln behandelt werden. Dabei wird der selbst quellende Kunststoff minimal-invasiv hinter den Augapfel injiziert.

Zu der Behandlung der Kinder gehört in Rostock auch die Betreuung der Eltern. Diese erfolgt gemeinsam mit der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik. "Viele Eltern suchen die Schuld für die Schädigungen ihrer Kinder bei sich", sagt Dr. Schittkowski. "Dabei handelt es sich um eine bislang nicht aufgeklärte Laune der Natur."

Dass diese Art von Behandlung notwendig ist zeigt Dr. Schittkowski mit einem persönlichen Erlebnis. "Ich sprach einmal mit einem betroffenen Vater, der sagte: 'Ich möchte meinem Kind in die Augen sehen können.'" Mittlerweile kommen Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus dem Ausland in die Hansestadt. Etwa 50 Kinder wurden in Rostock bereits therapiert.

Quelle: Universitätsaugenklinik Rostock

Weitere Informationen zur Rostocker Augenklinik unter: www.augenklinik.uni-rostock.de
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Alt 17.07.2006, 17:09
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evma evma ist offline
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Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
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schön das wenigstens das aussehen der betroffenen normal aussieht.und diese kids bzw betroffenen nicht noch gehänselt werden wegen den aussehen
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