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Alt 14.08.2006, 19:15
Nancy
 
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Standard BCI-Technologie: "Magische Wege" ins menschliche Gehirn

Von der Behandlung hyperaktiver Kinder über Epilepsie-Prävention bis hin zu Schlaganfall-Therapie reichen die möglichen Anwendungsfelder des Neurofeedbacks. Die dazu notwendigen Methoden der Brain-Computer-Interface(BCI)-Technologie - der Kommunikation zwischen Mensch und Computer - wollen Wissenschafter der TU Graz und der Karl-Franzens-Universität Graz im Rahmen der Fortsetzung des EU-Projekts „PRESENCCIA“ (Research Encompassing Sensory Enhancement, Neuroscience, Cerebral-Computer Interfaces and Applications) entscheidend weiter entwickeln.

Bevor eine Person mit Handicap eine Prothese bekommt, kann sie über BCI-Technologie die neue Situation mit Hilfe von „virtuellen Körperteilen“ trainieren. Die Simulation und ein entsprechendes „Feedback“ des Computers helfen dabei, die richtigen Denkmuster rascher zu erlernen, die für das Ausführen bestimmter Bewegungen notwendig sind. Die Rehabilitationsphase kann sich dadurch entscheidend verkürzen. Im Rahmen des EU-Projekts „PRESENCCIA“ untersucht ein universitätenübergreifendes Forscherteam aus Computer- und Neurowissenschaftern, wie das menschliche Gehirn „virtuelle“ Realitäten, wie sie etwa beim Neurofeedback zum Einsatz kommen, wahrnimmt. „Der Begriff 'presencia' bedeutet 'Gegenwartserleben' und bezeichnet die Neigung von Personen, auf nicht reale Reize so zu reagieren, also ob diese wirklich wären“, erläutert Gert Pfurtscheller vom Institut für Semantische Datenanalyse der TU Graz, der die Grazer Forschungsaktivitäten koordiniert.

„Wir wollen mit unserer Forschungsarbeit die Gehirnmechanismen verstehen lernen, die wesentlich zur Verbesserung dieses Gegenwartsgefühls und den damit verbundenen Interaktionen in virtuellen Realitäten beitragen“, erläutert der Biomediziner die Zielsetzung des Projekts. Die Grazer Forscher rund um Pfurtscheller erschließen dazu neue Wege ins menschliche Gehirn: Der Fokus der Forschung an der TU Graz liegt auf der Entwicklung eines optischen BCI-Systems. Die Grazer Wissenschafter bauen den Prototypen für ein System, das Gehirnaktivitäten nicht mehr wie bisher über Elektroden, sondern mit Hilfe eines Laserstrahls misst. Eine weitere Forschergruppe der TU Graz um den Computergrafik-Experten Dieter Schmalstieg untersucht so genannte „Augmented Reality“-Anwendungen, die Psychologin Christa Neuper von der Karl-Franzens-Universität Graz befasst sich mit der Optimierung des Neurofeedbacks.


Quelle: Epinews
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