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Alt 17.08.2006, 20:02
Nancy
 
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Standard Sprösslinge: Fernsehen wirkt wie Schmerzmittel

London (ddp). Auf Kinder wirkt Fernsehen wie ein Schmerzmittel: Die bewegten Bilder lenken die Kleinen so stark ab, dass sie Schmerzen etwa beim Blutabnehmen sehr viel schwächer wahrnehmen als sonst. Das haben italienische Forscher in einer Studie mit Kindern im Alter von sieben bis zwölf Jahren gezeigt. Das Fernsehen wirkte dabei sogar besser als Liebkosungen oder beruhigende Gesten der Mütter, zeigte die Auswertung. Über ihre Arbeit berichten Carlo Bellieni und seine Kollegen von der Universität in Siena in der Fachzeitschrift «Archives of Disease in Childhood» (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1136/adc.2006.097246). Für ihre Studie teilten die Forscher 69 Kinder, die zum Blutabnehmen in die Klinik kamen, zufällig in drei Gruppen ein: eine Kontrollgruppe, in der die Kleinen während der Prozedur nicht abgelenkt wurden, eine Gruppe, in der die Mütter die Kinder während des Blutabnehmens beruhigen und ablenken sollten und eine Gruppe, in der Kinder sich während der Behandlung einen Trickfilm auf einem Fernsehgerät ansehen konnten. Anschließend sollten die kleinen Patienten auf einer Skala von 0 bis 100 angeben, wie stark ihre Schmerzen während der Blutabnahme waren. Zum Vergleich ließen die Forscher außerdem die Mütter beurteilen, wie sehr die Kinder unter der Prozedur gelitten hatten. Das Ergebnis: Das Fernsehen hatte mit Abstand den stärksten schmerzlindernden Effekt. So bewerteten die Kinder der Trickfilmgruppe ihren Schmerz im Durchschnitt mit lediglich 8 von 100 Punkten, während die Angehörigen der Kontrollgruppe 23 Punkte vergaben. Die von den Müttern betreuten Kinder lagen mit durchschnittlich 17 Punkten dazwischen. Auch die Toleranz gegenüber den Schmerzen war bei den Kindern der Fernsehgruppe am größten, zeigte die Bewertung der Mütter. Die anderen beiden Gruppen wurden von ihnen als deutlich schmerzempfindlicher bewertet, wobei es hier kaum einen Unterschied in der Beurteilung gab. Dass die passive Ablenkung durch den Fernseher effektiver war als das aktive Eingreifen der Mütter, kann nach Ansicht der Forscher mehrere Gründe haben. So sei es beispielsweise denkbar, dass die Mütter ihre Ängste auf die Kinder projizieren und sie dadurch zusätzlich stressen. Möglicherweise fesseln die unbekannten akustischen und optischen Reize die kindliche Aufmerksamkeit aber auch einfach mehr als das bekannte Gesicht der Mutter. Trotzdem sei die Anwesenheit der Eltern bei medizinischen Eingriffen für Kinder extrem wichtig, betonen die Forscher. Sie vermindere den Schmerz zwar nicht, vermittle den Kindern aber das Gefühl, in einer unangenehmen Situation nicht alleine zu sein.


Quelle: Netdoctor
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  #2  
Alt 17.08.2006, 20:28
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
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bei solchen äuserungen wäre ich vorsichtig.ist doch klar ein kind muß viel zu konzentriert das bild beobachten und merkt deswegen den picks nicht.hat es die flimmerkiste nicht vor augen schaut es auf den arm und ist der massen angespannt das es sich in die angst hineinsteigert.allerdings würde ich immer tendieren lieber einen piks spüren als aus fadenschneidigen gründen ein kind an den fernseher zu gewönnen
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