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Alt 15.09.2006, 14:30
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Standard Knochen: Neue Messtechnik soll Ermüdungsbrüche anzeigen

West Lafayette (ddp). Mediziner wollen in Zukunft Ermüdungsbrüche mithilfe eines Mini-Seismographen vorhersagen. Die aus der Erdbebenforschung stammende Technik soll helfen, Erschütterungen durch feine Risse im Knochen zu identifizieren, wie sie typischerweise den Ermüdungsbrüchen vorausgehen. Die Wissenschaftler wollen dazu ein tragbares Gerät entwickeln, das das Risiko für Ermüdungsbrüche bestimmt und dem Betroffenen so ermöglicht, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen. Über die Arbeit der Forscher aus den USA und Spanien informiert die Purdue-Universität in West Lafayette. Die Dauerbeanspruchung von Knochen kann ab einem bestimmten Punkt zum spontanen Bruch führen. Solchen Ermüdungsbrüchen gehen feine Risse voraus, die im Knochengewebe winzige Erschütterungen auslösen, ähnlich wie bei einem Erdbeben. Die Vibrationen im Gewebe seien zwar viel geringer, aber mit derzeit verfügbarer Technik durchaus messbar, sagt Ozan Akkus, der Leiter des Forscherteams. Eine solche Technologie werde auch bereits eingesetzt, um beispielsweise die Stabilität von Brücken oder den Zustand von Rotorblättern bei Hubschraubern zu überprüfen, betont Akkus. Die vorhandene Technik zur Messung von Erschütterungen müssten die Forscher nur noch anpassen, um tragbare Geräte zur Untersuchung zu entwickeln, sagt Akkus. Diese Geräte könnten dann Personen schon frühzeitig vor weiterer Belastung warnen und die erfassten Daten Ärzten zugänglich machen. Die Forscher müssten jetzt vor allem noch lernen, zwischen ernsten und harmlosen Erschütterungen zu unterscheiden, um bestimmen zu können, wann Gefahr bestehe und die Beanspruchung der Knochen eingestellt werden sollte, sagt Akkus. Besonders betroffen von Ermüdungsbrüchen sind Menschen mit hoher körperlicher Belastung, wie Soldaten oder Sportler, aber auch Rennpferde. Gefährdet sind aber auch Menschen mit geringer Knochendichte, einer so genannten Osteoporose. Am häufigsten treten die spontanen Brüche an den Füßen, den Beinen und Hüftgelenken auf.


Quelle: Netdoctor
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