Krebs-Studie: Impfverfahren in Planung
Halle (ddp). Im Kampf gegen Krebs setzen Mediziner am Klinikum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle auf ein Impfverfahren. In einer Pilotstudie ab 2007 würden zunächst zehn erwachsene Patienten mit der so genannten Tumor-Impfung therapiert, sagte der stellvertretende Direktor der Universitätskinderklinik in Halle, Christof Kramm. Weiterhin sei geplant, die spezielle Immuntherapie ab 2008 für Patienten unter 18 Jahren, die an einer besonders bösartigen Form des Hirntumors leiden, dem Glioblastom, als Standardbehandlung im Therapieprogramm aufzunehmen. Ähnlich wie bei anderen Impfungen solle der Körper dabei Krebszellen als fremd erkennen und bekämpfen. Die Impfmethode sei als Zusatz neben den klassischen Verfahren der Krebstherapie wie der Chirurgie, der Chemo- sowie der Strahlentherapie gedacht, sagte Kramm. Inoperable Krebspatienten könnten mit dem Impfverfahren nicht behandelt werden. Nebenwirkungen gebe es keine. Es könnten lediglich allergische Reaktionen auftreten. Kramm warnte jedoch vor zu großen Hoffnungen: «Wir werden die Patienten mit dieser Therapie sicherlich nicht heilen können. Aber wir können ihnen ein zusätzliches Verfahren anbieten, das ihre Lebenserwartung weiter verlängert.»
Quelle: Netdocor
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