Keuchhusten: Impfung vor Schwangerschaft auffrischen
Steinbach (ddp). Infiziert sich eine werdende Mutter mit Keuchhusten, kann das schwere Folgen für ihr Kind haben. «Steckt die Mutter das Kind an und es kommt mit Keuchhusten auf die Welt, kann die Krankheit im schlimmsten Fall tödlich verlaufen, weil Säuglinge noch völlig ungeschützt sind», sagt Klaus König, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Frauenärzte. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich deshalb bereits vor der Schwangerschaft gegen Keuchhusten impfen lassen. Eine Impfung ist notwendig, wenn die letzte Auffrischung länger als zehn Jahre zurückliegt. «Wurde bereits eine Keuchhustenerkrankung durchgemacht, bietet das ausreichend Sicherheit», betont der Gynäkologe. Im Zweifelsfall könne ein Antikörpertest beim Arzt Klarheit darüber bringen, ob der Körper noch ausreichend immunisiert ist. Während der Schwangerschaft erfolgt eine Impfung nur in Ausnahmefällen, da Komplikationen nicht ausgeschlossen werden können. Da ein Säugling erst ab dem dritten Lebensmonat gegen Keuchhusten immunisiert werden kann, empfehlen Ärzte auch Kontaktpersonen und Betreuern des Kindes eine Impfung - nur so kann eine Ansteckung verhindert werden. Damit der Schutz rechtzeitig aufgebaut ist, sollte ihnen die Spritze spätestens vier Wochen vor der Geburt des Kindes verabreicht werden. Weitere Informationen zum Thema Impfungen bei Kinderwunsch gibt es auch im Internet unter frauenaerzte-im-netz.de.
Quelle: Netdoctor
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