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Alt 08.11.2006, 07:12
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Standard Studie: Mehr Infarkte nach Kaffeekonsum

Kaffee kann bei einigen Menschen vorübergehend die Gefahr eines Herzinfarkts erhöhen. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Medizinerinnen im Fachblatt “Epidemiology”. Der Effekt ist demnach besonders ausgeprägt bei Personen, die bereits ein erhöhtes Infarktrisiko aufweisen oder nur selten Kaffee trinken.
Zu den Risikofaktoren für einen Herzinfarkt zählen hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen. Wer mehrere solcher Faktoren aufweise, solle erwägen, keinen Kaffee mehr zu trinken, sagt Ana Baylin von der Brown University. Bei diesen Menschen könne die anregende Wirkung des Koffeins der sprichwörtliche Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringe und bereits bestehende Plaques in den Herzkranzgefäßen aufbrechen lasse.
Frühere Studien hatten widersprüchliche Resultate zu den Langzeitfolgen des Kaffeekonsums erbracht. Baylin und ihre Kolleginnen suchten nun, mehr über die kurzfristigen Effekte in Erfahrung zu bringen. Dazu befragten sie 503 Einwohner Costa Ricas, die einen nicht-tödlichen Herzinfarkt erlitten hatten, zu ihrem Kaffeekonsum in den Stunden und an den Tagen vor dem Infarkt, zu ihrer medizinischen Vorgeschichte und zu ihrer Lebensweise.
In der Stunde nach dem Trinken einer Tasse Kaffee war das Infarktrisiko insgesamt um fast 50 Prozent erhöht, schätzen die Forscherinnen. Bei gelegentlichen Kaffeetrinkern, die täglich im Schnitt weniger als eine Tasse konsumierten, betrug der Anstieg sogar über 300 Prozent. Kein Effekt zeigte sich dagegen bei starken Kaffeetrinkern, die es auf vier oder mehr Tassen pro Tag brachten. Für Personen mit mindestens drei Infarkt-Risikofaktoren berechnen Baylin und Kolleginnen wiederum einen Anstieg um rund 100 Prozent.
Forschung: Ana Baylin und Sonia Hernandez-Diaz, Department of Nutrition und Department of Epidemiology, Harvard School of Public Health, Boston, Massachusetts, und Department of Community Health, Brown University, Providence, Rhode Island; und andere; Veröffentlichung Epidemiology, Vol. 17(5), pp 506-11
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  #2  
Alt 08.11.2006, 07:14
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Standard Wie wirkt Kaffee?

Koffein

Kaffee wird vor allem wegen seiner anregenden Wirkung genossen.
Hauptwirkstoff ist dabei das Koffein, das weltweit die am häufigsten genossene Droge mit Wirkung auf Hirn und Nervensystem ist.

Koffein entsteht beim Stoffwechsel vieler Pflanzen und wirkt in höheren Dosen als Nervengift. Daher hat es in der Pflanze eine Funktion als Schutz vor Fressfeinden und Parasiten. Dies gilt für eine ganze Gruppe von Pflanzenstoffen, die so genannten Alkaloide. Koffein ist ein Purin-Alkaloid, weitere Purin-Alkaloide sind die nahe verwandten (und auch parallel vorkommenden) Stoffe Theophyllin (im Tee) und Theobromin (im Kakao). In höheren Dosen sind viele Alkaloide giftig, sie liefern aber auch Genuss- und Rauschmittel für den Menschen, außer Koffein zum Beispiel auch Nikotin und Morphium. Koffein findet sich in über 100 Pflanzenarten auf allen Kontinenten. Allerdings enthalten die meisten dieser Pflanzen nicht viel Koffein, nur wenige Pflanzenarten haben in einigen Organen bis zu 5 Prozent. Die wichtigsten koffeinhaltigen Genussmittellieferanten sind der Teestrauch (Camellia sinensis/Thea assamis), der Kaffeestrauch (Coffea), eine südamerikanische Schlingpflanze namens Paullinia sorbilis, die auch hierzulande unter ihrem indianischen Namen Guarana bekannt ist, die Kola-Nuss sowie der Mate-Strauch. Auch die Samen des Kakao-Baums enthalten etwas Koffein sowie Theobromin, das schwächer wirkt als Koffein. Also ist auch in Schokolade Koffein enthalten, wenn auch in geringen Mengen. Gehalt an Koffein in mg Durchschnitt (mg) StreubereichKaffee (je Tasse á 150ml)10050 - 150Tee (je Tasse á 150ml)5025 - 90Kakao (je Tasse á 150ml)52 - 20Halbbitterschokolade (100g)9050 - 110Vollmilchschokolade (100g)153 - 35Cola (333ml)4035 - 55energy drinks (z.B. Flying Horse®, Red Bull®, 250ml)80
übrigens enthalten die Blätter des schwarzen Tees ca. 4 - 5% Koffein, während eine Kaffeebohne nur ca. 1 - 2% enthält. Doch wird mehr Kaffeepulver für eine Tasse Kaffee genommen als Teeblätter für eine Tasse Tee, daher kehrt sich das Verhältnis bei den fertigen Getränken wieder um (ca. 50g Kaffeemehl gegenüber 12g Tee pro Liter).
Rein-Koffein wurde 1819 erstmals durch den Chemiker Ferdinand Runge aus Kaffeebohnen isoliert (angeregt durch J.W. v. Goethe). 1895 gelang die erste Koffein-Synthese durch Emil Fischer.
Die Wirkungen des Koffeins erstrecken sich zunächst auf das Zentrale Nervensystem, von dort aus werden dann viele Funktionen des Körpers betroffen. So regt Koffein die Herztätigkeit an, steigert Blutdruck und Körpertemperatur, stimuliert die Muskeltätigkeit, erweitert Bronchien und Blutgefäße, regt die Verdauung an und führt zu vermehrtem Wasserlassen (diuretische Wirkung).
Bei der Einnahme höherer Dosen kommt es zu Zittrigkeit, Herzrasen, Bluthochdruck, unter Umständen auch zu Angstanfällen. Die dafür benötige Koffeinmenge wird aber instinktiv selbst von begeisterten Kaffeetrinkern gemieden, sie entspricht 500 bis 1000mg, das wären mindestens 8 Tassen starken Kaffees schnell hintereinander. Normalerweise wird Kaffee über den Tag verteilt getrunken. Nach 30 bis 45 Minuten beginnt das Koffein im Körper zu wirken, nach anderthalb Stunden ist die maximale Konzentration im Blut erreicht. Die Halbwertszeit schwankt beträchtlich, sie kann zwischen 1,5 und fünf Stunden betragen.
Allerdings ist die Stärke der Wirkungen ausgesprochen abhängig von individuellen Faktoren, so hängen sie zum Beispiel stark vom Stoffwechseltyp des Konsumenten ab. Wer von Natur aus einen schnellen Stoffwechsel hat, baut auch das Koffein schneller ab. Man spürt also die Wirkungen weniger lange als jemand, dessen Stoffwechsel langsamer funktioniert.
Es gibt Menschen, die ausgesprochen empfindlich auf die Wirkungen des Koffeins reagieren und trotz regelmäßigen Konsums mit Schlafstörungen, Zittern und anderen Symptomen reagieren. Andere Menschen wiederum vertragen auch große Mengen Koffein ohne Probleme.
Schwere Menschen verarbeiten Koffein meist etwas langsamer als leichtgewichtige, ältere Menschen sind empfindlicher als junge; Frauen, die die Pille nehmen und Schwangere bauen Koffein etwas langsamer ab, Raucher schneller.
Und es gibt sogar so genannte paradoxe Wirkungen des Koffeins: In Studien wurde beobachtet, dass einige Menschen müde und schläfrig werden, wenn sie Koffein zu sich nehmen. Hyperaktive Kinder können einer Untersuchung aus den USA zufolge durch Koffeingaben beruhigt werden.
In der Medizin findet Koffein Anwendung bei Herzschwächen, Neuralgien, Kopfschmerz/Schmerz (Kombinationspräparate), Migräne, asthmatischen Anfällen, Heufieber, Nikotin- , Morphin- und Alkohol-Vergiftungen. ähnlich ist der Anwendungsbereich von Theophyllin und Theobromin.

quelle quarks.de
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  #3  
Alt 08.11.2006, 07:16
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Standard Herzmonat 2006

Unter diesem Motto veranstaltet die Deutsche Herzstiftung im November 2006 eine bundesweite Informationskampagne mit zahlreichen Seminaren, Vorträgen und Patienteninformationen zu Herzrhythmusstörungen.
Es gibt kaum ein medizinisches Thema, das so großes Interesse findet wie Herzrhythmusstörungen. Immer mehr Menschen sind davon betroffen. Eines ist ihnen allen gemeinsam: Sie hoffen auf Linderung und Heilung ihrer Krankheit und sie wollen besser damit zurechtkommen.
Deshalb stehen Herzrhythmusstörungen im Mittelpunkt unserer diesjährigen Informationskampagne. Gerade auf diesem Gebiet hat die Medizin große Fortschritte gemacht. So können heute Herzrhythmusstörungen wirksam bekämpft werden, denn es stehen neue Möglichkeiten zur Verfügung, sie zu erkennen, zu untersuchen und zu behandeln.
Gemeinsam mit Ärzten in Klinik und Praxis, mit Krankenkassen und vielen anderen Institutionen aus dem Gesundheitswesen wollen wir Patienten und alle, die an diesem Thema interessiert sind, informieren.
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  #4  
Alt 08.11.2006, 07:20
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Standard

Risikotest

So erkennen Sie Ihr Risiko

Gehen Sie die folgenden Fragen durch. Am Ende erfahren Sie, wo Ihr Risiko einzuordnen ist. Ziel der Auswertung ist nicht, Ihre Zukunft vorherzusagen, sondern Ihr Bewusstsein für Ihr eigenes Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen zu schärfen.
Mit dem Test beginnen




quelle herzstifftung
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  #5  
Alt 08.11.2006, 07:31
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Standard Neuer Marker für koronare Herzkrankheit

Die Konzentration eines Fettzellen-Hormons im Blut liefert Hinweise auf den Zustand der Herzkrankzgefäße. Das bestätigt eine Untersuchung Heidelberger Mediziner. Nicht nur weisen Personen mit koronarer Herzkrankheit deutlich niedrigere Spiegel des Botenstoffs Adiponektin auf als Nicht-Betroffenene. Auch ist die Krankheit umso ausgeprägter, je niedriger der Wert ist.
Über die Herzkranzgefäße wird der Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Eine Verengung kann daher letztlich zum lebensbedrohlichen Infarkt führen. “Je weniger Adiponektin, desto stärker die Verkalkung und umso höher das Risiko für einen Herzinfarkt”, fasst Maximilian von Eynatten vom Heidelberger Universitätsklinikum die Resultate zusammen. “Wir vermuten deshalb, dass Adiponektin einen Schutzeffekt auf die Herzkranzgefäße ausübt.”
Gemeinsam mit Jochen Schneider und weiteren Kollegen untersuchte von Eynatten 247 Patienten im Alter von 31 bis 83 Jahren, die sich aufgrund von Herzproblemen einer Koronarangiographie unterziehen mussten. Dabei wird unter Röntgenkontrolle ein Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße injiziert, um eventuelle Veränderungen aufzuspüren. Die Verknüpfung der Resultate mit denen einer Blutuntersuchung bestätigte den Zusammenhang zwischen Adiponektin-Spiegel und Vorhandensein bzw. Ausmaß einer koronaren Herzkrankheit.
Für die Diagnose der koronaren Herzkrankheit sei eine Katheteruntersuchung der Gefäße auch künftig unerlässlich, so die Mediziner. Durch die Bestimmung des Hormonspiegels könne sie allerdings verfeinert werden.
Forschung: Maximilian von Eynatten, Jochen Schneider, Peter P. Nawroth und Klaus A. Dugi, Abteilung Endokrinologie und Stoffwechsel, Medizinische Universitätsklinik Heidelberg; und andere; Veröffentlichung in “Journal of the American College of Cardiology”, Vol. 47(10), pp 2124-6, DOI 10.1016/jacc.2006.02.033
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