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Alt 08.11.2006, 07:33
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evma evma ist offline
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Standard Schmerzpatienten rauchen mehr

Schmerzen stehen einem gesunden Lebenswandel im Wege. Entsprechende Resultate präsentiert eine amerikanische Forschergruppe im Fachblatt “Nicotine & Tobacco Research”. Raucher, die regelmäßig unter Schmerzen leiden, weisen demnach einen überdurchschnittlichen Zigarettenkonsum auf.
Verglichen mit schmerzfreien Rauchern, waren jene mit chronischen Schmerzen allerdings nicht weniger gewillt, etwas gegen ihre Abhängigkeit zu unternehmen, berichten Ellen Hahn von der University of Kentucky und ihre Kollegen. Da Nikotin Schmerzen dämpft, hatten sie das Gegenteil erwartet.
Hahn und Kollegen führten eine telefonische Befragung von 307 Personen durch, die bereits an einer größeren Studie zum Rauchen teilnahmen. Knapp 30 Prozent gaben an, in der vergangenen Woche an beträchtlichen Schmerzen gelitten zu haben. Diese Personen rauchten pro Tag mehr Zigaretten, wiesen häufiger Anzeichen einer Depression auf und waren in ihrem Alltag stärker eingeschränkt als die übrigen Teilnehmer. Gleichwohl dachten beinahe 60 Prozent von ihnen ernsthaft daran, das Rauchen aufzugeben.
Möglicherweise hätten einige der Teilnehmer als Reaktion auf die Schmerzen ihren Zigarettenkonsum gesteigert oder sogar erst mit dem Rauchen angefangen, erklärt Hahns Kollege Kenneth Kirsh. Umso wichtiger seien die Abklärung und Behandlung der Schmerzen - auch im Hinblick auf andere Facetten des Gesundheitsverhaltens wie Ernährung und sportliche Betätigung.
Forschung: Ellen J. Hahn und Kenneth L. Kirsh, College of Nursing, Tobacco Policy Research Program und Markey Cancer Center, University of Kentucky, Lexington; und andere; Veröffentlichung in “Nicotine & Tobacco Research”, Vol. 8(3), pp 473-80, DOI 10.1080/14622200600670355
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  #2  
Alt 08.11.2006, 07:34
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Standard Nikotin vermindert Wirkung von Alkohol

Rauchen und Trinken gehen häufig Hand in Hand. Auf einen möglichen Grund weisen Versuche an Ratten hin, die amerikanische Mediziner durchgeführt haben. Nikotin reduziert demnach den Übergang von Alkohol in das Blut und könnte Raucher so zum stärkeren Trinken animieren.

"Nikotin scheint die Entleerung von Mageninhalt und damit auch von Alkohol in den Dünndarm zu verzögern, wo ein großer Teil der Absorption stattfindet", erläutert Wei-Jung Chen vom Texas A&M Health Science Center. Daher könne etwas Alkohol noch im Magen abgebaut werden, bevor er überhaupt Gelegenheit habe, in die Blutbahn aufgenommen zu werden.

Chen und Kollegen verabreichten Ratten Nikotindosen von bis zu 6 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und zusätzlich 4 Gramm Alkohol pro Kilogramm. Der Blutalkoholspiegel dieser Tiere erreichte daraufhin weniger hohe Werte als der von Artgenossen, die kein Nikotin erhalten hatten. Das galt allerdings nur dann, wenn der Alkohol über den Magen gegeben und nicht etwa in die Bauchhöhle gespritzt worden war, berichten die Forscher im Fachblatt "Alcoholism - Clinical & Experimental Research".

"Wer im Übermaß Alkohol trinkt, konsumiert häufig auch andere Drogen", so Chen weiter. Umso wichtiger sei es daher, beim Studium des Alkohols und seiner Wirkung die Wechselwirkungen mit Drogen bzw. Medikamenten zu berücksichtigen. "Die pharmakokinetischen Interaktionen zwischen diesen Substanzen sind häufig gesundheitsschädlich und nicht vorhersagbar."


Forschung: Wei-Jung Chen, Department of Neuroscience and Experimental Therapeutics, College of Medicine, Texas A&M Health Sceince Center, College Station; Scott Parnell, Bowles Center for Alcohol Studies, University of North Carolina, Chapel-Hill; und andere

Veröffentlichung Alcoholism: Clinical & Experimental Research, August 2006

WWW:
Neuroscience and Experimental Therapeutics, TAMHSC
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
- Zahlen zum Alkoholkonsum
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  #3  
Alt 08.11.2006, 07:35
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Beiträge: 24.215
Standard Rauchen begünstigt chronische Schmerzen

Rauchen begünstigt die Entwicklung chronischer Schmerzen. Darauf weisen Mediziner im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses in Bremen hin. Umgekehrt könnte das Aufhören mit dem Rauchen vielen von Schmerzen Geplagten Linderung verschaffen - in einigen Fällen sogar ebenso gut wie Medikamente.

"Raucherentwöhnung ist nicht nur effektiv, sondern im Vergleich zur medikamentösen, invasiven oder psychotherapeutischen Schmerztherapie kostengünstig und nebenwirkungsarm", so Winfried Häuser vom Klinikum Saarbrücken. Allerdings sei die Entwöhnung zur Therapie chronischer Schmerzen bislang noch ein vernachlässigtes Thema.

Patienten mit Migräne oder Spannungskopfschmerz gäben Rauchen in bis zu drei Prozent der Fälle als "Triggerfaktor" an, erläutert Häusers Saarbrücker Kollege Karl-Heinz Grotemeyer. Auch machten rauchende Kopfschmerzpatienten in der Regel mehr Schmerzphasen durch als Nichtraucher. Und nicht zuletzt sei das Hirninfarktrisiko bei rauchenden Migränepatienten deutlich erhöht.

Erwiesenermaßen sei Rauchen auch ein Risikofaktor für viele internistische Erkrankungen, die mit chronischen Schmerzen einhergingen. Dazu zählten die Verengung von Herzkranz- und Beingefäßen sowie Arterien in Zehen und Fingern, chronische Entzündung oder Krebs der Bauchspeicheldrüse und Entzündungen von Dünn- und Dickdarm. Wer nach einem Herzinfarkt das Rauchen aufgebe, erleide mit bis zu 70 Prozent geringerer Wahrscheinlichkeit einen weiteren Infarkt. Eine ähnliche Risikoreduktion werde durch die derzeit gängige Kombination von vier Medikamenten erzielt, so Häuser.


Forschung: Winfried Häuser und Karl-Heinz Grotemeyer, Zentrum für Schmerztherapie und Neurologische Klinik, Klinikum Saarbrücken; und andere

Beiträge auf dem Deutschen Schmerzkongress, Bremen

WWW:
Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes
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