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Alt 08.11.2006, 07:37
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evma evma ist offline
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Standard Mehr Allergien nach längerem Stillen

Mit dem Stillen ist es wie mit allem Gutem: man kann es auch übertreiben. Entsprechende Hinweise liefert eine Studie mit 200 Teilnehmern, die finnische Medizinerinnen ausgewertet haben. Neun Monate lang ausschließlich gestillte Kinder entwickeln demnach häufiger Allergien als solche, bei denen ab dem sechsten Monat zugefüttert wurde. Das berichtet das Magazin “New Scientist” in seiner neuen Ausgabe.
Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO sollten Mütter ihren Nachwuchs in den ersten sechs Monaten nach Möglichkeit ausschließlich stillen - auch zur Vorbeugung von Allergien, erläutern Maria Pesonen von der Universität Helsinki und ihre Kolleginnen im Fachblatt “Clinical & Experimental Allergy”. “Unbekannt ist allerdings, ob eine Verlängerung des ausschließlichen Stillens über den sechsten Monat hinaus einen zusätzlichen Vorbeugungseffekt mit sich bringt.”
Zur Klärung dieser Frage verglichen Pesonen und Kolleginnen den Werdegang von 167 Kindern, die zwei bis sechs Monate lang nur die Brust bekommen hatten, mit dem von 36 Kindern, die neun bis zwölf Monate lang ausschließlich gestillt worden waren.
Tatsächlich zeigte sich bei familiär vorbelasteten Kindern ein Zusammenhang zwischen Stilldauer und Allergiehäufigkeit. Im Alter von fünf Jahren reagierten 56 Prozent der länger gestillten Kinder auf bekannte Allergene mit einem Hautausschlag, bei ihren weniger lang gestillten Altersgenossen waren es 20 Prozent. Im Alter von elf Jahren zeigte sich ein ähnlicher Effekt im Bezug auf Lebensmittelunverträglichkeiten.
Offenbar sei ausschließliches Stillen über längere Zeit “nicht hilfreich” bei der Vorbeugung allergischer Erkrankungen, schließen die Forscherinnen. Möglicherweise benötige das Immunsystem ab einem bestimmten Alter äußere Reize, um eine angemessene Reaktionsfähigkeit zu entwickeln. Diese Hypothese müsse allerdings durch weitere Studien überprüft werden.
Forschung: Maria Pesonen und Annamari Ranki, Department of Dermatology, Skin and Allergy Hospital, Helsinki; und andere; Veröffentlichung in “Clinical & Experimental Allergy”, Vol. 36(8), pp 1011-8, DOI 10.1111/j.1365-2222.2006.02526.x
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  #2  
Alt 08.11.2006, 07:39
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Beiträge: 24.215
Standard Muttermilch schützt vor Infektionen

Sechs Monate lang gestillte Babys erkranken deutlich seltener an Lungen- oder Mittelohrentzündung als solche, die nur vier Monate lang die Brust bekommen haben. Das berichten amerikanische Medizinerinnen im Fachblatt "Pediatrics". Ihrer Ansicht nach bekräftigen die neuen Resultate die Empfehlung, Mütter sollten ihre Kinder nach Möglichkeit mindestens sechs Monate lang stillen.

Der Effekt halte mindestens zwei Jahre lang an, fanden Caroline Chantry von der University of California, Davis, und ihre Kolleginnen. Eine frühere Studie habe bereits gezeigt, dass ausschließliches Stillen in den ersten sechs Monaten auch vor Magen-Darm-Infekten schütze. Umso wichtiger sei es, junge Mütter zum Stillen zu ermuntern bzw. ihnen am Arbeitsplatz eine Möglichkeit zum Abpumpen der Milch zu bieten.

Chantry und Kolleginnen analysierten Daten aus einer großen US-Studie zu Gesundheit und Ernährung (National Health and Nutrition Examination Survey III). Unter den 2.277 erfassten Kindern im Alter von höchstens 24 Monaten hatten 223 vier bis sechs Monate lang und 136 mindestens sechs Monate lang ausschließlich die Brust erhalten.

Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren wie Art der Betreuung und Exposition gegenüber Tabakrauch erkrankten erstere in den ersten zwei Lebensjahren 4,3-mal häufiger an Lungenentzündung und entwickelten fast zweimal häufiger drei oder mehr Mittelohrentzündungen. Keine Unterschiede fanden sich für häufige Erkältungen bzw. Grippeerkrankungen, pfeifenden Atem (Giemen) und das Alter der ersten Mittelohrentzündung.


Forschung: Caroline J. Chantry, Department of Pediatrics, University of California Davis Medical Center, Sacramento; Cynthia R. Howard, University of Rochester School of Medicine and Dentistry, Rochester, New York; Peggy Auinger, American Academy of Pediatrics Center for Child Health Research, Rochester
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  #3  
Alt 08.11.2006, 07:42
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Beiträge: 24.215
Standard Stillen senkt Kindersterblichkeit

Trotz moderner Medizin und Säuglingsnahrung kann Muttermilch immer noch Leben retten, haben zwei US-Mediziner ermittelt. Die Sterblichkeit im ersten Lebensjahr ist bei gestillten Kindern demnach gut ein Fünftel niedriger als bei nicht gestillten.

"Wir wussten zwar, dass Stillen in Entwicklungsländern lebensrettend sein kann, indem es insbesondre Durchfall und Lungenentzündungen vorbeugt", erläutert Walter Rogan vom National Institute of Environmental Health Sciences in Research Triangle Park, North Carolina. Über die Vereinigten Staaten habe es jedoch keine vergleichbaren Daten gegeben.

Rogan und seine Kollegin Aimin Chen analysierten nun Daten über fast 9.000 in den USA geborene Kinder, von denen 1.200 im Alter von 28 Tagen bis zu einem Jahr gestorben waren. Gestillte Kinder weisen eine 21 Prozent niedrigere Sterblichkeit auf als jene, die niemals die Brust bekommen haben, berichten die Mediziner im Fachblatt "Pediatrics".

Am deutlichsten, um 41 Prozent, war das Risiko für Tod durch Verletzung reduziert. Aber auch auf die Gefahr eines plötzlichen Kindstods schien sich Stillen günstig auszuwirken. Mit der Stilldauer verstärkte sich der Effekt. "Diese Daten zeigen, dass es selbst in den Vereinigten Staaten eine mäßige Abnahme der Sterblichkeit bei gestillten Kindern gibt", folgern Rogan und Chen.


Forschung: Aimin Chen und Walter J. Rogan, Epidemiology Branch, National Institute of Environmental Health Sciences, Research Triangle Park, North Carolina

Online-Veröffentlichung Pediatrics, Vol. 113(5), Mai 2004, pp e435-9, und Präsentation auf dem Pediatric Academic Societies' Annual Meeting, San Francisco

WWW:
Stillen
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  #4  
Alt 19.09.2007, 14:11
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard Allergien: Kein Schutz durch Muttermilch

Allergien: Kein Schutz durch Muttermilch

München (netdoktor.de) - Stillen schützt Säuglinge nicht davor, später im Leben an Allergien oder Asthma zu erkranken. Das ergab eine groß angelegte Studie, die Forscher aus Kanada und Weißrussland an über 13.000 Müttern und ihren Kindern durchgeführt haben. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Online-Ausgabe des Fachmagazins "British Medical Journal" (BMJ) veröffentlicht (DOI: 10.1136/bmj.39304.464016.AE). Die Wissenschaftler um Michael Kramer von der McGill University in Montreal hatten 13.889 Frauen und ihre Babys mehrere Jahre lang beobachtet. Die Hälfte der Mütter wurde kurz nach der Geburt ermuntert, ihre Kinder möglichst lange und ausschließlich mit Muttermilch zu ernähren. Die restlichen Teilnehmerinnen erhielten keine Ernährungsempfehlung. Kontrollen in den folgenden Monaten und Jahren zeigten, dass sich die Mütter der ersten Gruppe mehrheitlich an den Ratschlag der Ärzte hielten: Sie gaben ihren Säuglingen im Schnitt länger die Brust als die Frauen der Vergleichsgruppe und verzichteten in den ersten drei Monaten auch deutlich häufiger auf Ergänzungsnahrung. Als die Kinder sechseinhalb Jahre alt waren, untersuchten die Forscher, ob und wie sich die Muttermilch auf das Auftreten von Asthma, Fieber und Ekzemen ausgewirkt hatte. Dazu füllten die Mütter Fragebögen zu aufgetretenen Erkrankungen ihrer Kinder aus. Darüber hinaus testeten die Wissenschaftler die Kinder mittels Prick-Test auf häufige Allergene wie Hausstaubmilben, Katzen und Gräserpollen. Das Resultat: Stillen verringerte nicht das Risiko für Allergien, Heuschnupfen und Asthma. In beiden Gruppen - jene, die lange und ausschließlich gestillt wurde, sowie die Vergleichsgruppe - traten solche Erkrankungen nahezu gleich häufig auf. Bislang hatten Studien in dieser Frage unterschiedliche Ergebnisse geliefert. Manche Forscher konnten in ihren Untersuchungen einen Schutzeffekt der Muttermilch nachweisen. Andere Studien ergaben dagegen, dass Stillen keinen Effekt auf das Auftreten von Asthma und Allergien bei Kindern hatten - oder das Risiko dafür sogar erhöhten. Trotz der aktuellen Forschungsergebnisse sind Kramer und sein Team überzeugt, dass Muttermilch im Allgemeinen das Beste für Wachstum und Entwicklung von Babys sei.


Quelle: Netdoktor
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