Mittelmeer-Kost könnte Alzheimer vorbeugen
Wer sich an eine mediterrane Kost hält, erkrankt mit geringerer Wahrscheinlichkeit am Morbus Alzheimer. Das haben amerikanische Neurowissenschaftler bei einer Studie mit über 2.000 Teilnehmern ermittelt. Reichlich Obst und Gemüse sowie Getreideprodukte gingen dabei mit einem bis zu 40 Prozent verringerten Erkrankungsrisiko einher, berichten die Forscher im Fachblatt "Annals of Neurology".
Zu der Ernährung im mediterranen Stil gehören außerdem Olivenöl, Fisch und gelegentlich ein Glas Wein, jedoch wenig Fleisch und Milchprodukte. Frühere Studien hatten bereits Hinweise darauf geliefert, dass sie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen vorbeugen und die Lebenserwartung erhöhen kann.
Nikolaos Scarmeas von der New Yorker Columbia University und seine Kollegen verfolgten den Werdegang von 2.258 älteren Einwohnern New Yorks. Diese gaben Auskunft über ihre Lebensweise und Ernährung und wurden in regelmäßigen Abständen untersucht. Zu Beginn der Studie frei von Demenzerkrankungen, wurde im Laufe von durchschnittlich vier Jahren bei 262 Teilnehmern die Alzheimersche Krankheit diagnostiziert. Dabei zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Erkrankungsrisiko und mediterraner Ernährungsweise, bewertet auf einer Skala von 0 bis 9 Punkten.
Für jenes Drittel der Teilnehmer, das die höchsten Punktzahlen erreichte, berechneten die Mediziner ein 39 bis 40 Prozent geringeres Risiko als für das Drittel mit den niedrigsten Punktzahlen. Für das mittlere Drittel ermittelten sie ein 15 bis 21 Prozent geringeres Risiko. Der Zusammenhang blieb auch bei Berücksichtigung weiterer Faktoren wie Alter, Geschlecht, Übergewicht und Rauchen bestehen.
Forschung: Nikolaos Scarmeas und Richard Mayeux, Taub Institute, Division of Aging and Dementia, Department of Neurology, Columbia University, New York; und andere
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