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Alt 09.11.2006, 13:30
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Standard Gewichtsverlust vor Demenz-Diagnose

Viele Jahre vor der Diagnose der Alzheimerschen Krankheit oder einer anderen Demenzerkrankung nehmen viele Betroffene deutlich ab. Das berichten amerikanische Mediziner auf einem Fachkongress in Madrid. Der Gewichtsverlust setzt demnach bis zu zwanzig Jahre vor den ersten Gedächtnisproblemen ein und betrifft vor allem Frauen.
“Dies deutet auf Gehirnveränderungen hin, die sich Jahre vor den eigentlichen Gedächtnisstörungen entwickeln”, erklärt David Knopman von der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota. Welcher Art diese Veränderungen seien und wie sie sich auf das Körpergewicht auswirkten - etwa über ein Abstumpfen von Geschmacks- und Geruchssinn - sei noch unklar. Daher könne die Klärung dieser Fragen neue Einsichten in das Krankheitsgeschehen liefern.
Knopman und seine Kollegen analysierten Patientenakten von 350 Frauen und 131 Männern, bei denen zu Beginn der 90er-Jahre eine Demenzerkrankung festgestellt worden war. Mit durchschnittlich 64 Kilogramm hatten die Betroffenen 21 bis 30 Jahre vor der Diagnose das gleiche Gewicht auf die Waage gebracht wie Kontrollpersonen gleichen Alters und Geschlechts. Elf bis 20 Jahre vor der Diagnose waren sie im Schnitt 2,7 Kilogramm leichter gewesen, im Jahr der Diagnose belief sich der Unterschied auf beinahe sechs Kilogramm.
Dieser Trend war hauptsächlich bei den weiblichen Betroffenen feststellbar. Bei den männlichen war er so schwach ausgeprägt, dass es sich auch um eine bloße Zufallsschwankung hätte handeln können. Laut Knopman deutet dieses Ergebnis darauf hin, “dass der Gewichtsverlust auch im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen nach der Menopause stehen könnte”.
Forschung: David S. Knopman und Ronald C. Petersen, Mayo Clinic College of Medicine, Rochester, Minnesota; und andere; Präsentation auf der 10th International Conference on Alzheimer’s Disease (ICAD2006), Madrid; #P1-207
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Alt 09.11.2006, 13:31
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Standard Mittelmeer-Kost könnte Alzheimer vorbeugen

Wer sich an eine mediterrane Kost hält, erkrankt mit geringerer Wahrscheinlichkeit am Morbus Alzheimer. Das haben amerikanische Neurowissenschaftler bei einer Studie mit über 2.000 Teilnehmern ermittelt. Reichlich Obst und Gemüse sowie Getreideprodukte gingen dabei mit einem bis zu 40 Prozent verringerten Erkrankungsrisiko einher, berichten die Forscher im Fachblatt "Annals of Neurology".

Zu der Ernährung im mediterranen Stil gehören außerdem Olivenöl, Fisch und gelegentlich ein Glas Wein, jedoch wenig Fleisch und Milchprodukte. Frühere Studien hatten bereits Hinweise darauf geliefert, dass sie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen vorbeugen und die Lebenserwartung erhöhen kann.

Nikolaos Scarmeas von der New Yorker Columbia University und seine Kollegen verfolgten den Werdegang von 2.258 älteren Einwohnern New Yorks. Diese gaben Auskunft über ihre Lebensweise und Ernährung und wurden in regelmäßigen Abständen untersucht. Zu Beginn der Studie frei von Demenzerkrankungen, wurde im Laufe von durchschnittlich vier Jahren bei 262 Teilnehmern die Alzheimersche Krankheit diagnostiziert. Dabei zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Erkrankungsrisiko und mediterraner Ernährungsweise, bewertet auf einer Skala von 0 bis 9 Punkten.

Für jenes Drittel der Teilnehmer, das die höchsten Punktzahlen erreichte, berechneten die Mediziner ein 39 bis 40 Prozent geringeres Risiko als für das Drittel mit den niedrigsten Punktzahlen. Für das mittlere Drittel ermittelten sie ein 15 bis 21 Prozent geringeres Risiko. Der Zusammenhang blieb auch bei Berücksichtigung weiterer Faktoren wie Alter, Geschlecht, Übergewicht und Rauchen bestehen.


Forschung: Nikolaos Scarmeas und Richard Mayeux, Taub Institute, Division of Aging and Dementia, Department of Neurology, Columbia University, New York; und andere
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